Frühmensch oder Affe – Interessenkonflikt: Für ausgestorbene Affenarten gibt es kaum Forschungsgelder

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Die Verwendung des Begriffs Cro-Magnon-Mensch im Sinne einer Chronospezies ist weder mit anatomischen Merkmalen noch aufgrund der Untersuchung alter DNA haltbar.“ – Mit solch schlichten Worten wurde der Cro-Magnon-Mensch mal eben abgeschafft. Und damit ist eine wichtige tragende Säule in wissenschaftlichen Gedankengebäude gefallen.

Dumm gelaufen: Warum es keine Cro-Magnon-Menschen mehr geben soll?

Wie soll nun der moderner Mensch entstanden sein? – Diese Frage muss wohl unbeantwortet bleiben. Beim sogenannten Cro-Magnon-Mensch handelt es sich jedenfalls schlicht um einem Menschen. Verkürzt: „Cro-Magnon-Mensch ist eine … Bezeichnung für den anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens) der letzten Kaltzeit.

„Cro-Magnon-Mensch ist eine Bezeichnung für den anatomisch modernen Menschen“

>>Biologie-Seite.de<<

„Cro-Magnon-Mensch ist eine – in der europäischen Forschungstradition begründete – Bezeichnung für den anatomisch modernen Menschen (Homo sapiens) der letzten Kaltzeit. Als Epoche der Cro-Magnon-Menschen gilt die Zeitspanne vom ersten Nachweis von Homo sapiens in Europa vor etwa 40.000 Jahren bis zum Übergang vom Pleistozän zum Holozän vor etwa 12.000 Jahren.“

Cro-Magnon-Mensch: Warum Wissenschaftler sich neue Frühmenschenarten ausdenken

So können sich uralte Lehrmeinungen ändern. Überspitzt: Der Cro-Magnon-Mensch hat – aus wissenschaftlicher Sichtweise – aufgehört zu existieren. Zwar haben die gefundenen uralten Skelette tatsächlich einmal gelebt, jedoch die Einteilung als Cro-Magnon-Mensch ist nicht mehr haltbar: Weder die anatomischen oder genetischen Merkmale geben es her.

Cro-Magnon-Mensch: Der wissenschaftlich Erfindungsgeist für Forschungsgelder?

Die Cro-Magnon-Mensch waren schlicht und ergreifend einfach nur moderne Menschen gewesen und damit ist das „Cro-Magnon-Mensch-Akte“ geschlossen. Allerdings lässt sich die Posse auch als Lehrstück für die moderne Wissenschaft betrachten.

„Forscher den ersten Schädel eines Australopithecus anamensis entdeckt“

>>Scinexx.de<<

„In Äthiopien haben Forscher den ersten Schädel eines Australopithecus anamensis entdeckt – des ältesten Vormenschen dieser Gattung. Der 3,8 Millionen Jahre alte Schädel enthüllt erstmals, wie diese Hominiden aussahen und ermöglicht die Rekonstruktion ihres Gesichts.“

„Australopithecus anamensis“ – „Rekonstruktion ihres Gesichts“ – Und es sieht aus wie ein Schimpanse

Man hat tatsächlich das Gesicht rekonstruiert: Doch es sieht mehr nach einem Affen aus. Und dieser Vergleich ist sicherlich nicht aus einer Laune heraus entstanden, sondern Australopithecus sediba war wohl – wie heutige Schimpansen – in Bäumen unterwegs.

„Australopithecus sediba war in Bäumen wie auf dem Boden zu Hause“ – Wie die heutigen Schimpansen

>>Der Tagesspiegel<<

„Die Welt der Primaten und des modernen Homo sapiens in einem Körper vereinigt: Australopithecus sediba war in Bäumen wie auf dem Boden zu Hause. Sein Körper war ein Kompromiss, mit dem beide Lebensformen möglich waren.“

Australopithecus sediba: Welcher Jurist würde ihn heute die Menschenrechte zubilligen?

Zwar lassen Gesichtsform und sonstige Anatomie eher auf einen Affen schließen, dennoch wird die Art – noch – als Frühmensch angesehen. Zudem ist Australopithecus sediba kein direkter Vorfahr des Menschen, sondern es handelt sich – wozu auch der Mensch gehört – nur eine ausgestorbene Art der Trockennasenprimaten. Oder anders: Würde Australopithecus sediba heute noch unter uns weilen, vermutlich hätte kein Jurist der Welt ihn die Menschenrechte zugebilligt. Schimpansen werden auch nur als gewöhnliche Tiere angesehen.

Interessenkonflikte der modernen Wissenschaft: Für ausgestorbene Affenarten gibt es kaum Forschungsgelder

Überspitzt: Australopithecus sediba als ausgestorbene Tierart zu klassifizieren, das würde nur eine bürokratische Formalität darstellen. Vermutlich träfe selbiges auf verschiedene andere echte oder vermeintliche Frühmenschenarten zu: Doch genau hier treten Interessenkonflikte der modernen Wissenschaft auf: Forschungsgelder für ausgestorbene Affenarten dürften vermutlich nicht so einfach bekommen zu sein. Bei genauer Betrachtung: Echte Fortschritte in der Wissenschaft sind in diesem Bereich ohnehin kaum zu beobachten. Schließlich dreht sich in der heutigen wissenschaftlichen Gemeinde mehr um Geld und Ansehen herum.

„Neandertaler und Homo sapiens zwischen 110000 und 50000 im Nahen Osten koexistierten und Gene austauschten“ 

>>Wann tranken die Türken ihren Kaffee vor Wien? von Wolfgang Seidel (Buch) <<

„Die Archäologie teilt die mittlere Steinzeit in mehrere Perioden, die alle nach Fundorten in Südwestfrankreich benannt sind. Die älteste ist das Mousterién (ca. 120000–40000). Es fällt erdgeschichtlich in die letzte, die Würm-Eiszeit. Möglicherweise gab es in dieser Periode einige tausend Jahre lang ein Nebeneinander von Neandertaler und Cro-Magnon-Mensch. Die Cro-Magnon gehören in das Aurignacien (40000–30000 v. Chr.). Seit Neuestem ist durch DNA-Analysen nachgewiesen, dass Neandertaler und Homo sapiens zwischen 110000 und 50000 im Nahen Osten koexistierten und Gene austauschten. Mit anderen Worten: Einzelne dieser Individuen hatten Sex miteinander. Auch in jedem von uns steckt also ein bisschen Neandertaler.“

„Auch in jedem von uns steckt also ein bisschen Neandertaler“

Allerdings nicht alle Menschen müssen zwangsläufig Neandertaler-Gene haben. Zudem stellt die Abri de Cro-Magnon eigentlich eine kleine Halbhöhle in Südfrankreich dar: Dort wurden die ersten Funde der sogenannten „Cro-Magnon-Menschen“ gemacht. Die Art soll angeblich aus Afrika – respektive Naher Ostenstammen: Aber die gemachten Funde geben es nicht her: Die ältesten Funde kommen in Wirklichkeit aus Italien, England und Frankreich her.

Wissenschaftliches Prinzip auf den Kopf gestellt: Wenn Fakten und Hypothesen nicht zusammen passen

Mag ja durchaus sein, dass die heutige Menschheit – respektiveCro-Magnon-Menschen“ – in Afrika sich entwickelt haben soll, trotzdem wurde das wissenschaftliche Prinzip auf dem Kopf gestellt: Anhand der Beweise werden wissenschaftliche Hypothesen formuliert und keinesfalls umgekehrt. Zwar lebt der Neandertaler zu einen geringen Prozentsatz in modernen Menschen weiter, aber dennoch bleibt die eigentliche Frage unbeantwortet: Wie ist der moderner Mensch entstanden? Beim sogenannten „Cro-Magnon-Menschen“ handelt es sich um einen voll ausgebildeten modernen Menschen, der einfach mal so auf der Bildfläche auftaucht? Und die moderne Wissenschaft: Die ist hinter langatmigen Erklärungen und spitzfindigen Definitionsfragen feige versteckt.

 

–W E R Β U Ν G–

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