Königshainer Berge in der Lausitz: Unscheinbar und gleichzeitig Geheimnisvoll

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Die Königshainer Berge dürfte sicherlich das unscheinbarste Gebirge in der Lausitz sein. Weder nimmt es eine große Fläche ein, noch sind seine Berge sonderlich herausragend. Dennoch weist es einige Besonderheiten auf, die es äußerst interessant machen. Der weltbekannte Lausitzer Granit stammt im erheblichen Maße aus jenen Gebirge. Außerdem sind bemerkenswerte Bauwerke aus der Vorzeit auf einigen Bergen erhalten geblieben, die sogar das engliche „Stonehenge“ in einigen Punkten übertreffen.

Königshainer Berge: Ein zu Unrecht unscheinbares Gebirge

>>Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbund<<

„Zwischen 1844 und 1975 brach hier die Steinbruchindustrie Granitgestein, das sich sehr gut verarbeiten ließ. Beim Bau des Görlitzer Neißeviadukts und des Neuen Leuchtturms am Kap Arkona auf der Insel Rügen fanden Werksteine aus Königshain Verwendung.“

Lausitzer Granit: Von Görlitzer Neißeviadukts bis zum Leuchtturms am Kap Arkona

Der Lausitzer Granit aus dem Königshainer Bergen hat es an viele Orte in der Welt geschafft. Noch heute ist Lausitzer Granit wegen seiner schönen Maserung und guten Verarbeitbarkeit begehrt. Die zahlreichen Steinbrüche in dem Königshainer Bergen haben auch eine abwechslungsreiche Landschaft hinterlassen, die sich ideal zum Wandern eignet. Nicht wenige ehemalige Steinbrüche sind heute geflutet und weisen dadurch eine wild romantische Landschaft auf. Da die Berge recht flach und meist gut begehbar sind – sind diese sich auch ideal für Familienausflüge mit Kindern geeignet. Auf der Spitze mancher Berge wartet dabei eine unverhoffte Überraschung auf.

Kuckuckstein: Das „Stonehenge“ der Lausitz

>>Ralf Herold<<

„Auf der Südseite besitzt der Kuckuckstein eine Ausformung in der Art eines ergonomischen Sitzes. Von hier erblickt man die Sonne am Morgen des Frühlings-/ und Herbstanfangs. Von einem großen sitzplatzähnlicher Stein ca. 4 Meter südlich des Felsens kann man auch zur Zeit der Sommersonnenwende die Morgensonne in der östlichen keilförmigen Öffnung neben dem künstlichen Auge des Kuckucksteins auftauchen sehen.“

Auf dem Kuckuckstein: Ein komplizierten Sonnenkalender

Genauso wie im englischen Original, hat auch die Lausitz ihr eigenes „Stonehenge“ – wobei es mehrere davon gibt. Doch besonders die künstlich geschaffenen Felsformationen auf den kleinen Berg Kuckuckstein, weisen hierbei einige Besonderheiten auf: Jeweils zur Sonnenwende scheint durch einen kleinen Spalt im Fels die Sonne. Aber damit nicht genug: Dieser Lichtkegel wirft seine Strahlen auf einem weiterem Stein am Boden, der offenkundig auch eine Funktion haben musste. Zusätzlich gibt es noch ähnliche Bauwerke, die eine vergleichbare Funktion erfüllt haben. Der genaue Zweck dieser Anlagen bleibt zwar weitestgehend im Dunklen, aber es müsste sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um einem komplizierten Sonnenkalender handeln. Selbst das berühmte englische „Stonehenge“ kommt an diese Präzision nicht heran. Die etablierte Wissenschaft ist bisher meist dadurch aufgefallen: Das sie um diese Anlagen einen großen Bogen gemacht hat.

 

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