Lausitzer Revier: Warum Kraftwerks Jänschwalde als billiger Stromlieferant schnell einspringen könnte

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Einige Stromanbieter mussten Insolvenz anmelden, weil die Stromkosten derart angestiegen sind. Für viele Menschen stellen die gestiegenen Energiekosten mehr als ein Ärgernis dar: Denn davon sind auch Unternehmen und die damit verbundenen Arbeitsplätze betroffen. Dabei könnte recht schnell mehr Strom auf dem Markt gebracht werden, wovon letztendlich alle profitieren würden.

„Der steigende Strompreis wird immer mehr zum Ärgernis“

>>Wirtschaftswoche<<

„Der steigende Strompreis wird immer mehr zum Ärgernis – für Verbraucher und Wirtschaft. Viele sehen die Bundesregierung in der Verantwortung, den Höhenflug zu stoppen. … Die Haushalte in Deutschland müssen sich auf weiter steigende Strompreise einstellen. „Die Beschaffungskosten, die die Energieversorger für Strom zahlen müssen, sind in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen“, … Bei langfristigen Lieferungen hätten sich die Großhandelspreise seit Jahresbeginn verdoppelt, kurzfristig gekaufter Strom sei sogar drei Mal so teuer geworden.“

Strom: „Bei langfristigen Lieferungen hätten sich die Großhandelspreise seit Jahresbeginn verdoppelt“

Der Block F des Kraftwerks Jänschwalde wurde nur aus politischen Gründen abgeschaltet. Allerdings fand noch kein Rückbau statt: Der Block könnte in recht kurzer Zeit wieder ans Netz genommen werden und reguläre Strom liefern.

Warum Kraftwerks Jänschwalde als Stromlieferant schnell einspringen könnte

>>Lausitzer Rundschau<<

„Der Block ist todschick.“ Dabei wird Block F nicht einfach vom Netz genommen, sondern er geht für vier Jahre in Sicherheitsreserve –also Bereitschaftsdienst. Denn im Notfall soll der Block innerhalb von zehn Tagen wieder hochgefahren werden und binnen weiterer 24 Stunden mit voller Leistung Strom liefern.“

Kraftwerks Jänschwalde: „Block F nicht einfach vom Netz genommen, sondern er geht für vier Jahre in Sicherheitsreserve“

Alleine dieser Kraftwerksblock hat rund 600 Arbeitsplätze gesichert und ein zentrale Aussage des Kohleausstiegs war gewesen: Das erst neue Ersatzarbeitsplätze in der Industrie entstehen, bevor alte wegbrechen.

„Bürgermeister aus der Lausitz pochen auf Ersatzarbeitsplätze in der Industrie“

>>Radio Lausitz<<

„Bürgermeister aus der Lausitz pochen auf Ersatzarbeitsplätze in der Industrie. Sie sind sich einig mit ihren Kollegen aus den anderen deutschen Kohleregionen. Die neuen Jobs müssten entstehen, bevor die Kraftwerke abgeschaltet werden, forderte die Spremberger Bürgermeisterin bei einem Treffen im Burgenlandkreis.“

„Die neuen Jobs müssten entstehen, bevor die Kraftwerke abgeschaltet werden“

Alleine die Diskussion um einem vorgezogenen Kohleausstieg hat gezeigt: Der sogenannte Kohlekompromiss ist faktisch hinfällig. Weder wurde neue Ersatzarbeitsplätze für die Lausitz in der Industrie geschaffen, noch lassen sich die Strompreise im vertretbaren Rahmen halten. Mehr noch: Die steigenden Strompreise stellen eine Gefahr für weite Teile des wirtschaftlichen Lebens dar.