Ökumenische Kreuzwege: Können eine Brücke zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen sein

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Kreuzweg – Der letzte Lebensabschnitt von Jesus Christus wird häufig symbolisch durch den Kreuzweg nachgestellt. Auf diese Weise soll der Leidensweg Jesu nachvollziehbar sein.

„Der Kreuzweg: Das Leiden Jesu nachvollziehen“

>>Katholisch.de<<

„Der Kreuzweg: Das Leiden Jesu nachvollziehen – In vielen katholischen Kirchen zeigen Abbildungen den Leidensweg Jesu. Die Gemälde oder Holzreliefs bilden den so genannten Kreuzweg. Dieser lädt dazu ein, den Leidensweg Jesu nachzuvollziehen.“

„Gemälde oder Holzreliefs bilden den so genannten Kreuzweg“

Im Laufe der Zeit sind aber auch ökumenische Kreuzwege entstanden und diese erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Es bietet sich so auch die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen an.

„Der ökumenische Kreuzweg der Jugend lädt seit 1958 ein“ 

>>Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Cottbus<<

„Der ökumenische Kreuzweg der Jugend (JKW) lädt seit 1958 ein, sich dem Geschehen um Kreuzigung und Erlösung auf andere Weise zu nähern. Seine Geschichte beginnt im Waldstadion auf dem damaligen Katholikentag – abends im Fackelschein. Scheinbar war er so berührend und mitreißend, dass viele sagten: das wiederholen wir. Dezentral. Mit anderen Texten, als den üblichen. Aktualisiert. Seither erscheinen Jahr für Jahr andere Texte, die die Passion Jesu betrachten – aber auch gleichermaßen unser Leben anschauen, unsere Zeit, die Passion der Menschheit.“

„Geschehen um Kreuzigung und Erlösung auf andere Weise zu nähern“ 

Allerdings auch andere Religionen haben lange vor Jesus Christus ihren „Kreuzweg“ gekannt. Die Liturgie läuft nach etwas anderen Muster ab, aber der dahinterliegende Grundgedanke ist durchaus erkennbar.

„Richtung – Die dem Menschen so vertraut und wichtig ist“ 

>>Das Totenbuch der Kelten von Holger Kalweit (Buch) <<

„Die Richtung, die dem Menschen so vertraut und wichtig ist, wurde am alle Richtungen verkörpernden Kreuzweg aufgehoben, und da alle vier Himmelsrichtungen für sein Verschwinden nun möglich waren, hoffte man, die Seele sei in eine von einem abgewandte Richtung entschwunden. Kreuzwege gehören somit, da die Richtung beliebig ist, zu gar keiner Richtung, die Richtungen werden hier entmaterialisiert, an diesem Nullpunkt trifft sich das Totenreich … mit der Welt der Lebenden. Brachte man einen Sarg zum Friedhof, setzte man ihn an Kreuzwegen kurz ab, daher oft »Kreuzweg der Toten« benannt.“

„Brachte man einen Sarg zum Friedhof, setzte man ihn an Kreuzwegen kurz ab“ 

Der moderne „Kreuzweg“ kann also durchaus eine Brücke zwischen verschiedenen Glaubensrichtungen sein. Es stellt im übertragenen Sinn eine symbolische Verbindung zur anderen Welt her.