Plasmametallisierung: Aus Papier eine flexible elektronische Leiterplatte herstellen

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Aus Kunststoffen oder teilweise sogar Papier elektrisch leitfähige Platinen herstellen: Das Verfahren wird als Plasmametallisierung bezeichnet. Ursprünglich es stammt aus der Medizin um Abstoßungsreaktionen zu vermeiden und den Bewuchs mit körpereigenen Gewebe zu beschleunigen. Mittlerweile hat die Methode zahlreiche weitere technologische Gebiete erschlossen.

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„Mit dem Prozess der Plasmametallisierung werden aus ganz unterschiedlichen Materialien elektrisch leitfähige Platinen. Bei dieser besonderen Art der Metallisierung wird mithilfe eines patentierten Plasmasprühkopfes ein leitfähiges Metall, meist ist das Kupfer, in Pulverform unter hohem atmosphärischem Druck auf das mit Silberpaste beschichtete Basismaterial aufgesprüht. Gleichzeitig wird das Kupfer durch einen sehr heißen Plasmastrahl von 10.000 bis 50.000 °C aufgeschmolzen und verbindet sich so mit dem Silbersubstrat. Durch diesen Metallisierungsprozess wird das Basismaterial leitfähig und kann im weiteren Produktionsverlauf verlötet und schließlich mit elektronischen Komponenten bestückt werden.“

 

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„Seine Ursprünge hat das Verfahren im medizinischen Bereich. Dort besprüht man bereits seit Längerem Implantate oder Prothesen mit Knochenpulver, damit diese besser mit dem körpereigenen Gewebe verwachsen und nicht als Fremdkörper angesehen und eventuell abgestoßen werden. Dieses Wissen wurde auf die Elektronik übertragen und so mit der Plasmametallisierung ein Verfahren geschaffen, welches nun serienmäßig zum Einsatz kommen wird.“

 

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