Psychoterror – Gewalt – Mobbing: „An der Schule keine Einzelfälle“

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Psychoterror an Schulen: Leider keine Einzelfälle. Traurige Realität: Für viele Schüler gehören Mobbing und Gewalt zum „normalen“ Schulalltag. Ein endloser Horrortrip treibt viele Kinder zur Verzweiflung. Einige sehen keinen Ausweg mehr und wählen dem Freitod. Dabei wird nur sehr ungern über die Ursachen: Über Mobbing und Gewalt an Schulen gesprochen.

„Suizid bei Schülern: Wenn Schule Verzweiflung bedeutet“

>>Süddeutsche Zeitung<<

„Suizid bei Schülern: Wenn Schule Verzweiflung bedeutet“

„Tod einer Schülerin Mobbing ist eine tägliche Qual“

>>Berliner Zeitung<<

„Tod einer Schülerin Mobbing ist eine tägliche Qual … Das Mädchen soll von Mitschülern gemobbt und auch körperlich angegriffen worden sein. Die Eltern hätten dies bei der Schulleitung auch immer wieder angesprochen, hieß es.“

Probleme werden entweder geleugnet oder heruntergespielt

In der Regel stoßen Eltern bei Schulverwaltungen auf taube Ohren: Probleme werden entweder geleugnet oder heruntergespielt.

„Psychoterror“ – „An der Schule keine Einzelfälle“

>>Der Tagesspiegel<<

„Fälle, in denen Kinder einander schikanierten oder mit Psychoterror quälten, seien an der Schule keine Einzelfälle, sagt der Vater eines Mitschülers der Elfjährigen. Die Schulleitung habe systematisch versucht, das massive Mobbing sowie die Gewalt einer Lehrerin gegen Schüler unter den Teppich zu kehren, kritisiert er. Das zeige auch ihr Umgang mit dem tragischen Vorfall.“

Nur ein „tragischen Vorfall“ – Schülerin in den Selbstmord getrieben

In dem Selbstmordgetrieben: Eine Kombination von aktiven Mobbing, Gewalt und – vor allem – passiven Wegsehen innerhalb der Lehrerschaft. Für viele Schüler bedeutet der Schulalltag ein endloser Horror aus nicht enden wollenden Schikanen. Dabei kommen die Ursachen nur selten auf die Tagesordnung. Im Zusammenspiel von große Klassen und überforderten Lehrern entsteht ein unkontrollierter Gruppenzwang. Die Aufsicht über die Minderjährigen erfolgt nur rudimentär und es gelten die Prinzipien: Wegsehen und Ignorieren.

Prinzipien – Wegsehen und Ignorieren: Aufsicht über Minderjährige

Anders als in der Vergangenheit: Zu dem Kindern besteht häufig keine emotionale Beziehung mehr. Durch zahlreiche Schulschließungen kommen Kinder aus weit entfernten Regionen zusammen, die sich meist untereinander überhaupt nicht kennen. Die Klassen sind groß und werden regelmäßig neu zusammengewürfelt. Viele Lehrer haben befristete Verträge, Arbeiten in Teilzeit oder sind sogenannte „Aushilfslehrer“ mit nur rudimentärer Ausbildung. Auch der Krankenstand unter den Lehrpersonal ist hoch. Ein ständiges Kommen und Gehen ist die Folge. Schüler müssen beinahe zu jeder Unterrichtsstunde das Klassenzimmer wechseln und bekommen stets einen neuen Lehrer vorgesetzt. Selbst der „normale“ Schulalltag besteht mehr aus einen systematischen Chaos.

Der Schulalltag ist ein systematisches Chaos

Alle bleiben sich irgendwie Fremd und niemand will für etwas noch Verantwortung übernehmen. Das alles ist natürlich keine Kindgerechte Umgebung. Diese betreute Verwahrlosung führt letztlich zu einer Reihe von Problemen: Mobbing, Gewalt und Selbstmorde gehören leider dazu.

„Auf dem Schulhof“ – „Erste Sexszene im Netz sehen manche schon mit neun Jahren“

>>Spiegel<<

„Die erste Sexszene im Netz sehen manche schon mit neun Jahren: Viele Kinder stolpern heute sehr früh über pornografische Darstellungen. … Auf dem Schulhof. Laut einer Studie der Universitäten Hohenheim und Münster hat jeder zweite der 14- bis 20-Jährigen schon einen Hardcore-Porno gesehen.“

„Jeder zweite der 14- bis 20-Jährigen schon einen Hardcore-Porno gesehen“

Auf dem Pausenhof werden diese Filmchen gewissermaßen „von Handy zu Handyweitergereicht. Vergleichbares gilt auch für Gewaltvideos. In der Schule können besorgte Eltern ihre Aufsicht über ihre eignen Kinder nicht nachkommen und die Lehrerschaft lässt dieses „Treiben“ meist stillschweigend zu.

Unkontrollierte Gruppendynamik: Mischung aus Verantwortungslosigkeit und aktiven Ignorieren

Eine Mischung aus Verantwortungslosigkeit und aktiven Ignorieren erzeugt eine Gruppendynamik, die sich sehr schnell verselbstständigt. Wer nicht Mitmacht wird nicht nur zum Außenseiter, sondern ganz schnell zum Opfer. Aus schnippischen Bemerkungen werden – über kurz oder lang – Hänseleien und Beleidigung: Womit der Schritt zur physischer Gewalt auch recht schnell erreicht ist. Besonders Kinder können sich nur schlecht dagegen wehren und auch nicht immer adäquat Artikulieren. Folge: Mobbing-Opfer – die als einzigen Ausweg – den Selbstmord sehen sind zweifellos tragische Fälle: Diese stellen aber lediglich die Spitze des Eisbergs da.

 

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