Warum sind chinesische Suchmaschinen von der deutschen Internetzensur nicht betroffen

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Chinesische Suchmaschinen verwenden um der deutschen Internetzensur auszuweichen? Oder lieber gleich ins Darkweb ausweichen? – Technisch gesehen ist beides sogar richtig. Tatsächlich nimmt die Internetzensur immer weiter zu. Allerdings – aus technischer Sicht – ist es gar nicht so einfach alternative Suchmaschinen zu finden.

„Wie die Deutschen Zensur-Vizeweltmeister wurden“

>>Spiegel<<

„Wie die Deutschen Zensur-Vizeweltmeister wurden – Sperren, löschen, Personen identifizieren: Google macht jetzt erstmals öffentlich, welche Staaten solche Anfragen stellen.“

„Sperren, löschen, Personen identifizieren“

Schon länger ist das Internet nicht mehr frei. Auch die Bundesregierung treibt die Zensur im Internet stetig voran. So Paradox es klingen mag: Aber Zensurbestrebungen gehen weniger von dem Suchmaschinen selbst aus.

Mit Steuergeld geförderte Stiftungen preisen illegale Webseiten an

Formal soll es um „Hasskriminalität, strafbare Falschnachrichten und andere strafbare Inhaltegehen, aber in der Praxis sind weiter echte rechtswidrige Inhalte auffindbar, aber dafür werden reihenweise kritische Nachrichten gelöscht. Jedoch mit Steuergeld geförderte Stiftungen dürfen – Folgenlos – auf illegale Webseiten verweisen und diese als seriöse Quelle anpreisen.

Warum sind viele alternativen Anbieter nur Metasuchmaschinen

Doch Verwendung von alternativen Suchmaschinen kann sich kompliziert gestalten. Die Suchmaschine Yahoo greift auf die Suchergebnisse von Bing zurück. Nicht viel anders bei Startpage.com: Dort werden die Suchergebnisse – ohne Datensammeln – von Google angezeigt. Zudem ist zwischen Bing und Google kaum ein Unterschied bei den Treffern zu beobachten. DuckDuckGo lässt sich als Alternative betrachten: Allerdings ihr eigener Webcrawler ist nicht allzu stark und als Metasuchmaschine ist sie ebenfalls auf die großen Platzhirsche angewiesen. Daneben können noch ausländische Suchmaschinen eine gewisse Abhilfe leisten.

„Als fünftbeliebteste Suchmaschine weltweit wird Yandex in seinem Heimatland Russland intensiv genutzt“

>>Kinsta<<

„Als fünftbeliebteste Suchmaschine weltweit wird Yandex in seinem Heimatland Russland intensiv genutzt, wo es rund 60% des Suchmaschinenmarktanteils hält. Es bietet einen sehr ähnlichen Service wie Google, und du kannst Websites, Bilder, Videos und Nachrichten in einem benutzerfreundlichen Layout durchsuchen.“

Yandex: „Es bietet einen sehr ähnlichen Service wie Google“

Jenseits des deutschen Sprachraums kann Yandex durchaus eine Alternative darstellen und auch Baidu liefert brauchbare Suchergebnisse ab.

Baidu: „Die Nummer 1 Suchmaschine online in China“

>>Webweisend Media<<

„Baidu (deutsch / chinesisch百度, Pinyin bǎidù) ist die Nummer 1 Suchmaschine online in China. … Baidu gehört genau wie Google oder Bing zu den Suchmaschinen, die ihr online verwenden könnt, um passende Suchergebnisse zu erzielen.“

„Baidu gehört genau wie Google oder Bing zu den Suchmaschinen“

Um das Problem von der technischen Seite zu verstehen: Um optimal arbeiten zu können, müssen möglichst alle Webseite in die Suchmaschine – händisch – eingebunden werden. Erst danach können sie durch die Suchmaschinen indiziert werden. Neben der reinen Arbeit kommt noch jede Menge an Rechenpower dazu. Deshalb haben die allermeisten Suchmaschinen auf einen eignen Webcrawler verzichtet und greifen auf Daten von anderen Suchmaschinen zurück. Oder anders: Die Zensur bei Google wirkt auch auf andere alternative Anbieter aus.

 

–W E R Β U Ν G–

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