Wenn die Waschbärplage außer Kontrolle gerät

Screenshot twitter.com

Der Waschbär stammt ursprünglich aus Nord- und Mittelamerika und ist weder von Aussterben bedroht, noch hat er hier seinen natürlichen Lebensraum. Als wenig anspruchsvoller Allesfresser, vertilgt er so ziemlich alles, was ihn vor die Nase kommt und weil er hier keine natürlichen Feinde hat: Vermehrt sich die Waschbarpopulation nahezu grenzenlos. Die Waschbärplage bedroht nicht nur heimische Flora und Fauna, sondern richtet auch erheblichen wirtschaftlichen Schaden an.

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“ Eine Zählung gab es bisher nicht. Aus den sogenannten Jagdstreckenergebnissen der vergangenen Jahre könne man aber Rückschlüsse auf das Wachstum der Waschbärenpopulation im Kreis ableiten, heißt es vom Kreisforstamt. Und diese Zahlen zeigen: Seit 2007 ist die Zahl der gejagten Tiere rasant gestiegen. … Waschbären sind Allesfresser und Nesträuber, teilt das Forstamt des Kreises mit. Sie seien daher eine Gefahr für heimische Tierarten wie beispielsweise Wasservögel, Enten, bedrohte Vogelarten. Im Naturschutzgebiet Niederspree seien in den letzten Jahren immer weniger Enten- und Taucherarten festgestellt worden. Deshalb gelte es dort, den Waschbärenbestand so niedrig wie möglich zu halten.“

 

>>Lausitzer Rundschau<<

„Die Spitze des Eisbergs scheint bei der Zahl der Waschbären in Brandenburg längst noch nicht erreicht. … Und das Raubtier rückt immer mehr in Siedlungsgebiete vor. Zusätzlich erobern die Waschbären immer größere Flächen. … Dass der Bestand jemals wieder zurückgedrängt werden kann, glaubt Stefan Lindner nicht. „Ich glaube, diesen Kampf haben wir verloren.“ … Denn der Waschbär futtert eben nicht nur mit Vorliebe Beeren und Nüsse, sondern vertilgt auch Insekten und Weichtiere sowie Amphibien, Fische und Vögel. Er wühlt städtische Rabatten durch und reißt Blumen aus Kübeln und Töpfen.“

Für viele in der Lausitz stellt die Waschbärplage ein einziges Ärgernis da: Bei privaten Wohnanlagen richten sie viel Schaden an, graben den Garten um und selbst Müllbehälter müssen extra vor ihnen gesichert werden. Bei Bauern fressen sie die Ernte von den Feldern und Verursachen durch Vandalismus erheblichen wirtschaftlichen Schaden.

>>Lausitzer Rundschau<<

„Wenn Waschbären in nicht bejagbaren Bezirken (überwiegend Wohngebiete) in Lebendfallen gefangen würden, würde der Preis für die fachgerechte Tötung zumeist zwischen dem Fallenaufsteller und dem befähigten Jäger vereinbart. Aber dennoch: Um die Waschbären-Population nicht noch weiter ausufern zu lassen, sei eine Abschussprämie für Jäger sinnvoll, um höhere Anreize zu schaffen.“

Die Bejagung der Waschbären ist für viele Jäger unwirtschaftlich und private Fallensteller sind mit viel Bürokratie konfrontiert. Es stellt einen wesentlichen Grund dafür da, weshalb die Waschbärplage außer Kontrolle geraten ist.

 

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