Bundeswehr: Aussetzen der Wehrpflicht und der Mangel an Rekruten

Screenshot hiveminer.com

Die Wehrpflicht wurde im Jahr 2011 ausgesetzt und seit dem versucht die Bundeswehr ihren Personalbedarf auf den freien Markt zu decken.

>>Welt<<

“Der Reservistenverband macht sich einem Zeitungsbericht zufolge erneut für die Einführung einer Dienstpflicht für Männer und Frauen in Deutschland stark. In einem „Leitlinien-Entwurf“, den Verbandspräsident Oswin Veith an die Führungsetagen seines Verbandes verschickt habe, fordere er den Aufbau einer „Nationalen Reserve“ von 30.000 Reservisten, berichtet die „Bild“-Zeitung (Samstag). Daraus sollten „16 regionale Landesregimenter“ gebildet werden. Um diese Reserve-Armee zu organisieren, wolle Veith alle „Männer und Frauen zwischen 16 und 35 Jahren“ zum „Dienst an der Gesellschaft“ verpflichten. Veith verspreche sich davon eine „emotionale Mobilisierung“.”

 

>>Heilbronner Stimme<<

“Sensburg (Patrick Sensburg – CDU, Anmerkung der Redaktion) sagte der Heilbronner Stimme: „Die wachsende Verantwortung Deutschlands als internationaler Akteur muss mit einer Vorbildfunktion bei der Verteidigungsfähigkeit einhergehen. Dazu gehört auch die Wiedereinführung der Wehrpflicht.” Dieser Schritt, so Sensburg weiter, würde drei zentralen Zielen dienen: „Einer verbesserten Verteidigungsbereitschaft in sicherheitspolitisch unruhigen Zeiten, der engeren Verzahnung zwischen Bevölkerung und Bundeswehr, sowie der Wahrnehmung der wachsenden Verantwortung Deutschlands in internationalen Belangen.“ Nach 55 Jahren war die Wehrpflicht zum 1. Juli 2011 ausgesetzt, nicht abgeschafft, worden.”

Die Begrifflichkeiten mögen unterschiedlich sein, jedoch in der Praxis dürfte diese juristischen Feinheiten wohl kaum jemanden interessieren. Forderung die Wehrpflicht oder wahlweise irgendeinen verpflichtenden Dienst für junge Erwachsene wieder einzuführen tauchen regelmäßig in verschiedlichen Konjunktionen auf. Entgegen allen pathetischen Worten, wie der „Nationalen Reserve“ oder “verbesserten Verteidigungsbereitschaft” dürfte der eigentliche Grund: Der Mangel an freiwilligen und vor allen qualifizierten Bewerbern für die Bundeswehr liegen.

>>T-Online.de<<

“Die Bundeswehr hat mehrere Probleme. Sie hat zu wenig Soldaten, die Truppe ist überaltert – und braucht dringend Nachwuchs. Doch geeignete Bewerber zu finden, ist eine große Herausforderung. Seit dem Wegfall der Wehrpflicht musste die Bundeswehr in den Kampf um Schulabgänger auf dem freien Markt einsteigen. Die Umstellung fällt schwer, zuletzt hat sie stark in Werbung investiert.”

In der Tat wurde viel Geld in Werbung gesteckt, allerdings die Erfolge sind bisher überschaubar geblieben. Einer der Gründe sind die sozialen Medien: Ehemalige Soldaten der Bundeswehr haben ebenso eine Stimme, die ungemein Gehör findet und nicht wenige sammelten schlechte Erfahrungen in der aktive Truppe. Darunter ist substantiell viel sachliche Kritik und das Abstellen dieser – seit Jahren bekannten Probleme – lässt auf sich warten. Auch eine echte Berufsperspektive innerhalb der Bundeswehr ist nicht wirklich gegeben: Sehenden Auges werden gut ausgebildete Soldaten nach auslaufen ihrer Verträge entlassen.

 

 

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