Synthetische Kraftstoffe aus Braunkohle

Screenshot castrol.com

Als gegen Südafrika Sanktionen verhängt wurden, musste das Land einem Weg finden: Seine Energieversorgung aus eignen Mitteln zu gewährleisten.

>>Kapstadt.com<<

“Völlig unvermittelt ragt der Wald aus Stahlrohren und Schornsteinen bei Secunda aus dem sonnenverbrannten Highveld, 120 Kilometer östlich von Johannesburg. Wo bis vor 30 Jahren nur Steppengras wucherte, steht heute ein gigantischer Industriekomplex. Es ist die Zwillingsanlage 2 und 3 des südafrikanischen Öl- und Petrochemiekonzerns South African Synthetic Oil Limited – kurz Sasol -, und sie dient der Gewinnung von täglich 160.000 Barrel Öl aus Kohle nach einem 1925 von den Mühlheimer Chemikern Franz Fischer und Hans Tropsch patentierten Verfahren. Dabei werden flüssige Kohlenwasserstoffe aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff hergestellt. Das Synthesegas kann aus Kohle aber auch aus Erdgas gewonnen werden. Im Zweiten Weltkrieg ließ das Naziregime auf diese Weise jährlich rund 600.000 Tonnen Synthetik-Sprit produzieren.

 

>>viel unterwegs<<

“Im Vergleich zu Deutschland ist Tanken in Südafrika sehr günstig. Der Liter hat bei meiner Reise zwischen 80-90 Cent (ca. 12 Rand pro Liter) gekostet.”

Screenshot welt.de

>>Focus<<

“Ein synthetischer Treibstoff des südafrikanischen Sasol-Konzerns hat nach Angaben der Wirtschaftszeitung „Business Day“ vom Donnerstag weltweit erstmalig die Zulassung für die Nutzung in Verkehrsflugzeugen mit Düsenantrieb erhalten. Neben dem Internationalen Luftverkehrsverband (IATA) habe auch das britische Verteidigungsministerium das Okay für den neuen Sprit gegeben, der weniger Schwefel als herkömmlicher Treibstoff enthält.”

 

>>Merkur.de<<

“In Versuchen wurden bis zu 50 Prozent synthetisches Kerosin (aus Erdgas) dem Flugzeugtreibstoff beigemischt. Messungen belegten, dass der Rußanteil im Vergleich zum herkömmlichen Kerosin deutlich geringer ausfällt. Doch der Kunst-Sprit könnte Kerosin aus Erdöl auch beim Ausstoß anderer Schadstoffe und sogar bei der Zuverlässigkeit überlegen sein, erwartet das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR). Damit böte sich ein Einsatz in der Luftfahrt geradezu an. So wollen die Forscher auch den Ausstoß beispielsweise von Stickoxiden reduzieren. Dazu müssen sämtliche Prozesse, die während der Verbrennung in einem Flugzeugtriebwerk ablaufen, auch im kleinsten Detail untersucht werden. So plant man den synthetischen Treibstoff zu finden, der die höchstmögliche Zuverlässigkeit bei geringster Umweltbelastung unter einen Hut bringt.”

 

>>Wikipedia<<

“So nahm die Sasol 1980 und 1982 Sasol II und Sasol III in Betrieb. Damit stand eine Gesamtkapazität von 104.000 Barrel/Tag zur Verfügung. Mit der politischen Öffnung wurde das Programm auf Erdgas als Rohstoffquelle ausgedehnt, 1995 und 1998 schuf Sasol weitere Kapazitäten für 124.000 Barrel/Tag CtL- und GtL-Kraftstoff (Gas-to-Liquid). Da die Steinkohle im Tagebau relativ preisgünstig gewonnen werden kann, deckte das Land noch 2006 etwa 40 % seines Kraftstoffbedarfs aus Kohlebenzin.[15]  Sasol wurde durch die südafrikanischen Entwicklungen Weltmarktführer auf dem Gebiet der XtL-Technologien und baute 2006 in Katar ein modernes GtL-Werk mit einer Kapazität von 34.000 Barrel/Tag. Dabei handelt es sich um ein Hochtemperaturverfahren mit Prozesstemperaturen von 350 °C (Synthol und Advanced Synthol), bei dem Ottokraftstoffe und Alkene als Plattformchemikalien produziert werden. Gemeinsam mit Foster Wheeler plante Sasol zudem eine Fischer-Tropsch-Anlage in China. Diese Anlage mit einer Jahreskapazität von 60.000 Barrel verwendet ein Niedrigtemperaturverfahren mit 250 °C und dient der Gewinnung von Dieselkraftstoff und Wachsen.”

Neben dem Aspekt der Energiesicherheit  und -Autarkie könnten in der Lausitz Aufgrund der Braunkohlevorkommen neue Arbeitsplätze entstehen – sofern die politischen Rahmenbedienungen auch gesetzt werden.

 

Screenshots fluor.com

 

 

 

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