„Jurassic Park“ – „Mammut-DNA aus dem ewigen Eis mit der von asiatischen Elefanten kreuzen“

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Urmenschen erbeuten ein Mammut“ – Dieses fiktive Szenario aus der Vergangenheit wurde im Saurierpark in Kleinwelka (Lausitz) nachgestellt. Inwieweit Menschen für das Aussterben der Mammuts tatsächlich verantwortlich waren: Diese Frage ist bis heute umstritten. Nun sollen aber die Mammuts wieder zum Leben erweckt werden. Mehr noch: Ganze Herden sollen wieder durch die Tundra streifen. Immerhin ist die Menschheit speziell mit dem Mammut enger verbunden, als manch einer sich vielleicht vorstellen kann: Die ersten – bekannten – Kunstwerke wurden aus Mammut-Elfenbein geschnitzt.

„Mammut-Elfenbein“ – „Die Steinzeit-Europäer liebten Venusstatuetten“

>>Die Reise unserer Gene von Johannes Krause & Thomas Trappe (Buch) <<

„Die Steinzeit-Europäer liebten Venusstatuetten. Die Venus vom Hohlefels wurde vor 35 000 bis 40 000 Jahren auf der Schwäbischen Alb aus Mammut-Elfenbein geschnitzt. … Der etwa 35 000 bis 41 000 Jahre alte Löwenmensch gehört zu den ältesten bekannten Kunstwerken der Menschheit. Er wurde im schwäbischen Hohlenstein-Stadel gefunden und besteht aus Mammut-Elfenbein.“

„Mammut-Elfenbein“ – „35 000 bis 41 000 Jahre alte Löwenmensch“

Allerdings ist bis heute die Frage unbeantwortet: Wie umfangreich Mammuts durch die damaligen Menschen bejagt wurden? Schließlich sind zur damaligen Zeit viele Großsäugetiere – mehr oder weniger – gleichzeitig ausgestorben. Zugleich ist die Aussterbewelle überwiegend auf die Nordhalbkugel beschränkt geblieben. Vereinfacht: Das Mammut ist ausgestorben und der etwa gleich große afrikanisch Elefant hat bis heute überlebt. Außerdem sah die damalige Vegetation noch etwas anders aus.

„Begriffe »Strauchtundra« und »Mammutsteppe« bezeichnen eine Vegetation“ – „Die wir heute nicht mehr kennen“

>>Die Venus aus dem Eis Wie vor 40 000 Jahren unsere Kultur entstand von Nicholas J. Conard & Jürgen Wertheimer (Buch) <<

„In den Frühlings- und Sommermonaten war die Vegetation üppig, in den Wintermonaten herrschte Dauerfrost – eine harte Herausforderung für Tiere und Menschen. Die Begriffe »Strauchtundra« und »Mammutsteppe« bezeichnen eine Vegetation, die wir heute nicht mehr kennen. Sie lässt sich nur ansatzweise mit der arktisch-alpinen Tundra oder der zentralasiatischen Steppe von heute vergleichen. Die Mammutsteppe ist gekennzeichnet durch eine kräftige Wachstumsphase während der wärmeren Jahreszeiten. Sie bot während der Blütezeit einen farbenprächtigen Anblick und Großsäugern wie den Mammuts einen nahrhaften Lebensraum. So ein ausgewachsenes Mammut fraß täglich etwa 150 Kilogramm Pflanzennahrung.“

„Ein ausgewachsenes Mammut fraß täglich etwa 150 Kilogramm Pflanzennahrung“ 

Ob die heutige Tundra wirklich den doch erheblichen Nahrungsbedarfs eines – oder mehreren – Mammuts decken kann? Zumindest ist man wild entschlossen das zottelige Rüsseltier zum Leben zu erwecken.

„Jurassic Park“ – „Dinosaurier wieder zum Leben zu erwecken“

>>National Geographic<<

„In „Jurassic Park“ haben wir eine Zukunft gesehen, in der es möglich ist, die Dinosaurier wieder zum Leben zu erwecken. Diese Fiktion könnte nun Realität werden, da Genetiker versuchen, das Wollhaarmammut zurückzubringen.“

Genetiker: „Das Wollhaarmammut zurückzubringen“

Jedoch soll weniger ein „original Mammut“ – sondern eine Kreuzung aus asiatischen Elefanten und Wollhaarmammut entstehen. Das Vorgehen dürfte sicherlich seine Gründe haben: Zwar ist es prinzipiell möglich, aber solche Verfahren – speziell bei ausgestorbenen Arten – sind immer noch mit erheblichen Risiken behaftet.

„Mammut-DNA aus dem ewigen Eis mit der von asiatischen Elefanten kreuzen“

>>Bild<<

„Die Forscher wollen gut erhaltene Mammut-DNA aus dem ewigen Eis mit der von asiatischen Elefanten kreuzen. Die Embryos sollen künstlich oder in Leihmutter-Tieren ausgetragen werden.

„Unser Ziel ist es, einen kälteresistenten Elefanten zu bauen, aber er wird wie ein Mammut aussehen und sich verhalten. Nicht, weil wir versuchen, irgendjemanden zu betrügen, sondern weil wir etwas wollen, das dem Mammut funktionell gleichwertig ist. Ein Tier, das seine Zeit bei minus 40 Grad genießt und all die Dinge tut, die Elefanten und Mammuts tun – insbesondere Bäume umzuschubsen“

„All die Dinge tut, die Elefanten und Mammuts tun“

Eigentlich kann niemand die genaue Verhaltensweise eines Mammuts vorhersagen, weil die Gene darüber nur bedingt Auskunft geben können. Schon die letzten noch richtigen lebenden Mammuts müssen erhebliche Gendefekte aufgewiesen haben.