Wald vor lauter Bäumen: Verschwiegene und Verdrehte Tatsachen des Staatsfernsehen

Screenshot easyvoyage.co.uk

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wehrt sich mit Händen und Füßen gegen den Vorwurf Staatsfunk zu sein. Allerdings übersieht die Institution dabei: Das praktisch täglich die Sichtweise der amtierenden Regierung wiedergegeben wird und Nachfragen aus der Bevölkerung werden entweder ignoriert oder inhaltlich plump abgefertigt.

>>Staatsfernsehen “Tagesschau” <<

“Jetzt wird es für die polnische Regierung ernst. Sie wird mindestens 100.000 Euro Strafe pro Tag zahlen müssen, wenn das Abholzen in einem der letzten großen Urwälder Europas nicht aufhört. Die Richter am obersten Gerichtshof der EU sagen schon zum zweiten Mal: Polen hat die aktive Bewirtschaftung des Waldes von Bialowieza an der Grenze zu Weißrussland sofort einzustellen. Nur da, wo die öffentliche Sicherheit es unbedingt erfordert – in der Nähe von Wegen, wenn Warnschilder nicht ausreichen – dürfe ausnahmsweise noch weitergemacht werden.”

An dieser Meldung des Staatsfernsehens lässt sich einiges ablesen: Weder der Europäischer Gerichtshof in fernen Luxemburg, noch der weltfremde Staatsfunk kennen sich wirklich mit Forstwirtschaft aus. Die polnische Regierung hat das Abholzen eines Waldes überhaupt nicht genehmigt, sondern das Verfahren drehte sich einzig und alleine um die Frage: Ob tote oder absterbende Bäume – wirtschaftlich-nachhaltig – genutzt werden können. Die örtliche Bevölkerung hat über viele Generationen dafür gesorgt, dass der Wald für die Nachfahren erhalten bleibt und nun versagt eine Institution – noch dazu im Ausland – die Nutzung der heimischer Ressourcen. Genau diesen Punkt sollten kritische Journalisten hinterfragen und keiner bürokratischen EU-Behörde nach den Munde reden.

>>Blick<<

“Der britische «Guardian» berichtet, dass Wein und Spirituosen, die von der diplomatischen Vertretung der EU zum Eigenverbrauch importiert wurden, illegal auf dem Schwarzmarkt der Hauptstadt Kabul verkauft worden seien. Im muslimischen Afghanistan ist den Einwohnern Besitz und Konsum von Alkohol verboten. Doch überall in Kabul gibt es Schwarzhändler. Ausländischen Vertretungen und internationalen Organisationen ist die Einfuhr von Alkohol nur für ihr nicht-afghanisches Personal gestattet. Der «Guardian» sah nach eigenen Angaben Unterlagen ein, denen zufolge die EU-Delegation in Afghanistan ihrem Hauptlieferanten für Alkohol über einen Zeitraum von 20 Monaten die auffällig hohe Summe von mehr als 500’000 Dollar zahlte.”

Trotz der gravierenden Vorwürfe verschweigt das Staatsfernsehen den brisanten Skandal. Fazit: Eine tendenziös einseitige Berichterstattung, wo alles dafür getan wird, Institutionen der Europäischen Union in guten Licht dastehen zu lassen – eben klassischer Staatsfunk.

 

 

 

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