Das Turiner Grabtuch der Lausitz

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Die Stadt Zittau kann mit zwei besonderen Sehenswürdigkeiten aufwarten: Zwei Fastentücher aus der ungefähren Zeit des spätem Mittelalters, die in ihrer Art als Unikate gelten. Ursprünglich hatte sie dem Zweck während der Fastenzeit Altäre und andere Reliquien zu verhüllen. Was viele jedoch nicht Wissen: Darüber hinaus existiert noch ein drittes Fastentuch mit einer ganz besonderen religiösen Inhalt. Es handelt sich um eine aufwendige Kopie des Turiner Grabtuch.

>>Stadt Zittau<<

Als Frau Dr. Mechthild Flury-Lemberg, die langjährige Leiterin der Textilrestaurierungswerkstatt der Abegg-Stiftung in Riggisberg bei Bern und Ehrenbürgerin der Stadt Zittau, im Herbst 2008 im Museum Kirche zum Heiligen Kreuz einen Vortrag über das „Turiner Grabtuch“ hielt, wurde der Wunsch wach, mit einer Kopie dieser Reliquie die ursprüngliche liturgische Funktion der Fastentücher wieder lebendig werden zu lassen. Deshalb hat die Pfarrei „Mariä Heimsuchung“ Zittau eine kostbare Kopie in Turin erworben. Gemeinsam mit einem großen Tuch verdeckt sie seit 2009 während der Österlichen Bußzeit den Hochaltar der Pfarrkirche.

Auf dem Tuch sind die Worte aus dem Markusevangelium zu lesen:

„Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jeus vom Kreuz, wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war.“ Mk 15,46″

 

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