Kenia: In größter Not Gottes Treue erlebt

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Nach der Flucht vor ihrem Mann stand Rael mit ihren Kindern vor dem Nichts

(Open Doors, Kelkheim) – 2019 musste Rael vor ihrem Ehemann fliehen – zusammen mit sechs ihrer acht Kinder. Er hatte herausgefunden, dass sie zum Glauben an Jesus gekommen war und gedroht, jemanden zu töten. Rael machte harte Zeiten durch, doch in den riesigen Herausforderungen erlebte sie auch Gottes Versorgung. Bis heute ist sie voller Dankbarkeit für Gottes Fürsorge und die Gebete anderer Christen.

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Von Open Doors

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Begegnung mit Jesus – mit weitreichenden Konsequenzen

Als die damals 40-jährige Rael 2018 erstmals das Evangelium hörte, war sie tief berührt. Nachdem Jesus ihr wenig später im Traum erschienen war, beschloss sie, ihm zu folgen und dem Islam den Rücken zuzukehren. Monatelang besuchte sie heimlich die Gottesdienste einer nahe gelegenen Gemeinde. Von Zeit zu Zeit nahm sie auch ihre Kinder mit. Bis eines Tages ihr Mann davon erfuhr. In seiner Wut über Raels Abkehr vom Islam drohte er seiner Frau, dass jemand sterben würde, wenn sie weiterhin Christus folgte. Wenig später beobachtete eine der Töchter ihren Vater, der wütend mit einem Messer in der Hand auf und ab ging. Er drohte ihr, dass sie sich entweder von ihrer Mutter lossagen oder sterben müsse. Der Tochter gelang die Flucht und sie warnte sofort ihre Mutter. Daraufhin floh Rael zusammen mit ihren sechs jüngsten Kindern aus dem Haus. Sie wusste, dass sie nie wieder an diesen Ort oder in ihr altes Leben zurückkehren konnte.

„Was Gott versprochen hat, hat er erfüllt!“

Nachdem sie eine Woche auf der Straße verbracht hatten, erbarmte sich jemand über die sieben Verstoßenen und stellte ihnen ein einfaches Zimmer zur Verfügung. Doch es fehlte am Nötigsten: Sie hatten weder Essen noch Bettzeug. Zum Schlafen breiteten sie alte Kleidung auf dem Boden aus, die keinen Schutz vor der nächtlichen Kälte bot. Aufgrund der harten Bedingungen und der enormen Belastungen wurde Rael krank.

Mitarbeiter von Open Doors lernten Rael im Dezember 2021 kennen und boten ihr Unterstützung an. Sie erinnert sich: „Ich kam an einen Punkt, an dem ich müde war und zu Gott rief: Herr, hilf mir! Und er hat mir geholfen. Er hat meine Hand gehalten und mir durch euch Freunde geschenkt. Seit ich euch getroffen habe, habt ihr mir Matratzen gekauft, mir Essen gegeben, meine Miete übernommen! Seitdem geht es mit meinem Leben voran. Gott hat mir durch euch geholfen. Was er versprochen hat, hat er erfüllt“, erzählt sie dankbar.

Raels jüngere Kinder gehen alle noch zur Schule. Sie selbst erwirtschaftet mittlerweile mit dem Verkauf von Brot auf dem örtlichen Markt ein eigenes Einkommen und erhält zusätzlich Schulung, um ihr Geschäft noch erfolgreicher betreiben zu können. Allerdings hat sie Probleme mit ihren Nieren, die dazu führen, dass ihre Beine häufig anschwellen.

„Denkt im Gebet an mich, dass Gott mich weiterhin so segnet wie bisher und ich meine Kinder gut aufziehen kann. Ich möchte gerne anderen davon erzählen, woraus Gott mich befreit hat; möge er auch euch segnen!“, schließt die alleinerziehende Mutter.

Es vergeht keine Begegnung, ohne dass sie ihre Grüße und ihre Dankbarkeit gegenüber all den Christen ausdrückt, die für sie beten und Hilfe für sie ermöglicht haben.