Notruf 112 & Notfallversorgung – „Kliniken am Limit: Handeln an Obergrenze des Verantwortbaren“

Screenshot youtube.com Screenshot youtube.com

Bei einen Notfall soll die 112 – oder wahlweise die 110 – gewählt werden. So wird es schon kleinen Kindern beigebracht. Wenn jedoch auf der anderen Seite niemand ran geht und sogar die Notfallversorgung im Klinikum selbst sich als vollkommen überlastet herausstellt? – Alles schlicht unvorstellbar? Mittlerweile können diese Szenarien durchaus vorkommen.

„Störung der Erreichbar­keit der Notruf-Leit­stellen“

>>Golem<<

„Laut der Telekom kam es … infolge von Routine-Wartungsarbeiten zu einer Störung der Erreichbar­keit der Notruf-Leit­stellen in verschie­denen Regionen Deutsch­lands. Die Probleme seien um 4:30 Uhr aufgetreten und um 5:40 Uhr wieder behoben gewesen. „

Notruf 112 – Kein Anschluss unter dieser Nummer?

Der Ausfall des Notrufes kann durchaus häufiger vorkommen. Doch eigentlich stellt es nur die Spitze des Eisbergs dar. Besonders die Notfallversorgung hat sich gewissermaßen teilweise selbst zum „Notfall“ erklärt.

Notfallversorgung: „Ehe man drankommt, ist es vielleicht zu spät“

>>Focus<<

„Ehe man drankommt, ist es vielleicht zu spät“- Bis zu elf Stunden Wartezeit: Angehörige schildert katastrophale Klinik-Zustände – Patienten, die in ihren Betten im Gang herumlagen, völlig geschwächt in Rollstühlen am Tropf hingen oder sich in Eimer übergaben – als ich meine Mutter vergangene Woche ins Krankenhaus einliefern musste, bot sich uns ein schockierendes Bild.“

„Bis zu elf Stunden Wartezeit: Angehörige schildert katastrophale Klinik-Zustände“

An solchen oder vergleichbaren Berichte dürfte sicherlich kein Mangel herrschen. Zum Teil wird diese dramatische Lage zusätzlich durch offizielle Stellen bestätigt.

„Kliniken am Limit: Handeln an Obergrenze des Verantwortbaren“

>>Land Berlin<<

„Kliniken am Limit: Handeln an Obergrenze des Verantwortbaren – Kliniksprecherin … zeichnete ein düsteres Bild. Seit drei Tagen würden wieder mehr geplante Eingriffe verschoben, um die Notfallversorgung absichern zu können. Der Zustand vieler Patienten … sei aber mittlerweile so dramatisch, dass es kaum noch Behandlungen gebe, die medizinisch vertretbar verschoben werden könnten, … .“

„Geplante Eingriffe verschoben“ – „Um die Notfallversorgung absichern zu können“

Es wurden sogar schon Schritte zu Entlastung der Notfaltversorgung unternommen. Bei weniger akuten Situationen soll doch lieber zuerst der ärztliche Bereitschaftsdienst kontaktiert werden, statt eine Notrufnummer zu wählen oder selbst ins Klinikum zu fahren.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: „24 Stunden am Tag und an sieben Tagen in der Woche erreichbar sei“

>>Ärzteblatt<<

„Ziel der KBV sei es, dass die Nummer an 24 Stunden am Tag und an sieben Tagen in der Woche erreichbar sei. Dafür bedürfe es aber noch einer Gesetzes­änderung, erklärte er. Zudem arbeite die KBV zurzeit daran, in Kürze ein einheitliches Ersteinschätzungsverfahren am Telefon anzubieten.“

„Sie sind krank und die Arztpraxen sind zu?“

Zumindest als Alternative sollte die Telefonnummer 116117 in Betracht gezogen werden, sie „werben“ mit folgender Aussage: „Sie sind krank und die Arztpraxen sind zu? Sie sind nicht lebensbedrohlich erkrankt, können jedoch nicht bis zur nächsten Sprechzeit warten? Dann helfen Haus- und Fachärzte im ärztlichen Bereitschaftsdienst.