Krisenszenarien und Notfallvorsorge: Wenn plötzlich alles anders ist

Screenshot taskandpurpose.com

Als in Berlin für einige Stunden der Strom ausfiel, kam es binnen weniger Stunden zu Plünderungen und Krawallen. Für solche Notfälle – wie Stromausfälle – sollte Vorsorge getroffen werden. Denn auch andere Krisenszenarien sind denbar.

>>Wunderwelt Wissen (Heft) <<

„Schon nach den ersten Sekunden des totalen Blackouts liegt das öffentliche Leben zu großen Teilen lahm: Lichter erlöschen, Züge und Bahnen bleiben stehen, Computersysteme  fallen aus. Wenige Stunden später macht sich auf den Straßen das Chaos breit: Zapfsäulen spucken kein Benzin mehr aus, Bankautomaten kein Geld. Handys und Internet funktionieren nicht mehr – genauso wenig Kühlschränke und fließend Wasser. Nach zwei Tagen spitzt sich die Lage dramatisch zu – leer gefegte Supermarktregale, es kommt zu Plünderungen und Panik. Ein Horrorszenario – leider nicht aus der Luft gegriffen. „Unterstellt man das Szenario eines mindestens zweiwöchigen und sich über mehrere Bundesländer erstreckenden Stromaus – falls, kämen die Folgen einer Katastrophe nahe“, heißt es in der Analyse des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB). Besonders kritisch: Die meisten Bürger sind auf eine solche Krise nicht vorbereitet, bemängelt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Für Millionen würden die Städte zur Todeszone werden.“

Mitnichten sind Kriege mit Atomwaffen von Nöten: Ein paar Tage (manchmal auch nur Stunden) Stromausfall genügen, damit ganze Stadtteile in Chaos versinken. Längere Stromausfälle sind schon vorgekommen und die Energiewende: Diese hat Stromnetze viel unsicherer gemacht. Das wissen – auch wenn sie es ungern zugeben – die Verantwortlichen: Deswegen wurden in den letzten Jahren – klamm und heimlichGesetze verabschiedet, um planmäßig in bestimmen Regionen den Strom abzuklemmen: Auf diese Weise soll das „Rest-Stromnetz“ stabil bleiben. Eine Energiekrise – mit tagelangen Stromausfall – ist durchaus ein realistisches Szenario. Selbst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, rät zur Vorsorge für einen Stromausfall.

>>Stern<<

„Gut gerüstet für den Ernstfall sind die Prepper. Prepper kommt von „prepare“ und bedeutet „vorbeitet“. Und vorbereiten tun sich Prepper für jede denkbare Katastrophe vom Sturm bis hin zur Zombie-Apocalypse. Auf einer Prepperseite sieht man keine Dauerwurst, wie in der öden „Vorratstabelle – Grundnahrungsmittelvorrat für eine Person und 14 Tage“ des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung, sondern Survivalmesser und findet Tips, wie man den „Handgranaten-Koffer-NATO“ in eine wasserfeste Katastrophen-Apotheke umbauen kann. … Auch in Deutschland gibt es ein paar Prepper wie Bastian Blum. Zombies fürchtet er zwar nicht, aber wenn ein großer Sturm über Deutschland hinwegfegen sollte, wenn durch einen Anschlag oder einen schweren Störfall in einem Chemie-Werk der Notstand eintritt, über Tage der Strom ausfällt, keine Lebensmittel mehr aufzutreiben sind – ist der Mann aus Krefeld auf alles vorbereitet. Hardcore-Prepper aus den USA würden über Blums Lager im Keller nur lachen. Dort bedeutet Katastrophenschutz häufig nicht nur einen Notvorrat anzulegen, sondern auch die Vorbereitung für bürgerskriegsähnliche Zustände. Bunkerbau und Waffenlager gehören zum erweiterten Programm. Doch wer sich nicht gleich für den nuklearen Winter rüsten will, kann es wie Bastian Blum halten. Bei Lebensmitteln ist Dosennahrung Trumpf. Kühlschrank und Tiefkühltruhe nutzten nichts, weil schon bei kleineren Katastrophen mit einem Stromausfall zu rechnen ist. Da in Städten dann auch die Wasserversorgung zusammenbrechen wird, haben Trockennahrungsmittel, aber auch Reis und Nudeln den Nachteil, dass man sehr viel Trinkwasser zur Zubereitung benötigt.“

Die Bandbreite der Notfall-Szenarien reicht von mehreren Stunden Stromausfall, über bürgerkriegsähnliche Zustände, bis hin zum atomaren Winter. In den USA sind die Verhältnisse allerdings ein klein wenig anders: Als HurrikanKatrina“ 2005 über die Südstaaten wehte, brachen in den folgenden Tagen tatsächlich Anarchie und Chaos aus. Sofern die Polizei überhaupt in dieser Zeit zu erreichen war, kam lediglich die Mitteilung, dass sie nicht ausrücken und nicht vorbei kommen werden. Unabhängig wie dringend der Notfall war. Inwieweit vergleichbare Szenarien in europäischen Gefilden möglich sind, darüber sind keine verlässlichen Angaben zu bekommen. Tatsache aber ist: Die Polizei ist bei einen Stromausfall faktisch nicht zu erreichen. Zu diesen Dilemma, gibt es keine wirkliche offizielle Stellungnahme.

 

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