Wie Sexismusvorwürfe und Frauenquoten das gesellschaftliche Klima vergiften

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Für viele selbsternannte Feministinnen ist eine glückliche Familie mit Kindern: Das scheint nur eine Form der Unterdrückung von Frauen zu sein. Stattdessen fordern sie überall Frauenquoten. Hingegen Frauen, die – ganz ohne Quote – Erfolg im Beruf haben, steigen in deren Weltbild zum erklärten Erzfeind auf. Die Ziele des modernen Feminismus, haben recht wenig mit der Alltagswirklichkeit der meisten Frauen und Mädchen gemein. Weswegen es kaum verwunderlich ist, dass nur noch wenige Frauen, sich damit identifizieren können.

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

„In der von Minister Untersteller kritisierten E-Mail schrieb Merz: „Quoten nützen übrigens nur unqualifizierten, dummen, faulen, hässlichen und widerwärtigen Frauen; die Guten, bemühten und passend Qualifizierten fanden und finden ihren Weg alleine.“ Früher sei es verboten gewesen, Frauen allein wegen ihres Geschlechts einzustellen, formulierte er. „Heute wird es wohl zur Pflicht“, schrieb Merz … „Die Quote ist ein Mittel, irgendwelche Frauen auf Posten zu hieven – auf Kosten oft besser fachlich qualifizierter Männer“, meinte Merz. Er kenne Fälle, in denen Ingenieure nicht befördert würden, weil Frauen der Vorrang gegeben werde. Das wirke sich auch auf das Klima in Betrieben aus. Merz kritisierte eine Quotenregelung als wirklichkeitsfremd, weil es in technischen Berufen oft wenig Frauen gebe.“

Besonders Frauen – die ohne Quoten – Führungspositionen durch Leistung einnehmen, müssen mit zahlreichen Vorurteilen kämpfen: Quotenfrauen haben keinen sonderlich guten Ruf. Außerdem wertet es ihre eigene Leistung ab, da nicht wenige die Meinung vertreten: Die Führungsposition wurde wegen der Quote und nicht wegen der Leistung erreicht. Besonders bei größeren Betrieben, mit zahlreichen Mitarbeitern: Wer soll da noch unterscheiden können, aus welchen Beweggründen die Beförderung zustande kam? Die eine Frau wird Aufgrund ihrer Leistung befördert und die andere wegen ihres Geschlechts? Solche Dinge sind natürlich Gift, für ein gesundes Betriebsklima. Nicht wenige Chefs, stehen verpflichtenden Quotenregeln deswegen skeptisch gegenüber. In der ganzen Debatte wird über – die Köpfe der Frauen und der übrigen Bevölkerung – hinweg geredet. Ein paar selbsternannte Sittenwächter, geben hierbei die politische Marschrichtung vor.

>>Westdeutsche Zeitung<<

„Sexismus-Verdacht: Stadt Düsseldorf hängt Werbeplakate für Leichtathletik-Event ab … Die Rückansicht von Sandi Morris sorgt in Düsseldorf für Aufregung, … Auf einem Werbeplakat für diese etablierte Sportveranstaltung ist Frau Morris nun von hinten zu sehen, sie steht da in ihrem knappen Sportdress und neben ihr prangt der Spruch: „Finale oho“. Darin nun sahen einige Düsseldorfer eine unangemessene Zur-Schau-Stellung und plumpe Instrumentaliserung der Athletin, ja letztlich Sexismus. … Der Leichtathletik-Manager betont, dass die Springerin auf dem Foto in ihrer ganz normalen Sportkleidung zu sehen sei, „die Trikots haben heute nicht mehr Stoff“. Dass daneben der Spruch „Finale oho“ stehe, sei auch rein sachlich zu begründen.“

Die Sportlerin selbst, hat weder mit der Kleidung, noch mit den Werbeplakat ein Problem und findet die Debatte darüber eigentlich nur „schade“ . Im Gegenteil: Das gerade Sie, für die Bewerbung des Sportveranstaltung ausgewählt wurde, hat sie eher geehrt. Unglücklicherweise interessiert das, keinen verantwortlichen Politiker, Gleichstellungs- und Genderbeauftragten. Einerseits, sollen durch verpflichtende Quoten, Frauen in Führungspositionen gehoben werden. Anderseits, schaffen es Frauen tatsächlich aus eigener Leistung auf ein Werbeplakat, sind die selbsternannten Sittenwächter im Nu zur Stelle, um genau das zu verhindern. Insbesondere bei den politischen Parteien mit verpflichtender Frauenquote ist zu merken: Das allgemeine Niveau sinkt. Wirklich gute Leute – männlich und weiblich – verlassen die Parteien und die übrig Gebliebenen verheddern sich zwischen Quote und Sexismus.

>>Westdeutsche Zeitung<<

„Um die Rückansicht von Stabhochspringerin Sandi Morris hat sich in der NRW-Landeshauptstadt eine Sexismus-Debatte entsponnen. Wie diese Zeitung zuerst berichtete, wurde ein Leichtathletik-Meeting mit einem Bild der US-Amerikanerin und dem Slogan „Finale Oho!“ beworben. Das stieß manchem auf, die Plakate werden nun überklebt. Morris selbst findet das schade, wie die 26-Jährige in einem sozialen Netzwerk schreibt: „Dieses Bild zeigt einen starken weiblichen Athleten.“ „Wir bekommen Optionen für unsere Sportbekleidung und ich habe mich entschieden, diese zu tragen, weil sie die bequemste ist“, erklärt Sandy Morris. „Ich wurde nicht dazu gezwungen und fühle mich gut darin.“ … Auch habe der Veranstalter des Düsseldorfer Sportevents sie gefragt, ob das Motiv für die Werbung in Ordnung sei – und habe sich angesichts der vielen anderen großartigen Sportler bei den Event geehrt gefühlt. „Ich möchte nicht naiv klingen“, stellt die Amerikanerin klar. „Denn glaubt mir: Ich bin mir bewusst, dass es Sexismus im Sport gibt und dass er überall ist. Dies ist allerdings kein Beispiel dafür.“ In Düsseldorf sah das ein CDU-Ratsherr anders, die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt schloss sich ihm an – die für Sportevents zuständige Stadttochter reagierte und kündigte an, die Plakate zu entfernen.“

 

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