Trübe Aussichten: Wie der Staatsfunk wichtige Tatsachen verschweigt

Screenshot youtube.com

Zum Grundsatz des Journalismus gehört es wichtige Tatsachen zu benennen und die Hintergründe soweit wie irgend möglich auszuleuchten. Aber Staatsrundfunk geht nach eignen Kriterien vor und verstrickt sich dabei noch in eklatanter Weise in unvorteilhafte Widersprüche.

>>Staatsfernsehen “Tagesschau” <<

“Am Mittwoch ist im rheinland-pfälzischen Kandel eine ganz fürchterliche Tat geschehen: Ein Jugendlicher hat in einem Drogeriemarkt ein gleichaltriges Mädchen erstochen. Unser Mitleid ist bei den Eltern und den Angehörigen. Nichts wird diesen Verlust wettmachen können. Diese Trauer erfasst jeden, der von ihr hört. Selbstverständlich müssen wir als Berichterstatter einen professionellen Blick auf diese Tat richten: Seit einigen Stunden wird uns in den Sozialen Netzwerken vorgeworfen, die tagesschau würde darüber nicht berichten. Wir würden bewusst etwas verschweigen. Die Identität des mutmaßlichen Täters ist bekannt. Er ist nach Polizeiangaben ein unbegleiteter jugendlicher Flüchtling aus Afghanistan. Nach bisherigen Erkenntnissen war er der Ex-Freund des Mädchens. Andere Medien haben dies bereits groß berichtet. Warum waren wir so zögerlich? Das hat einen guten Grund. Nach allem, was wir bisher wissen, handelt es sich um eine Beziehungstat.”

 

>>Staatsfunk “Südwestrundfunk” <<

“Wir verschweigen nicht die Nationalität, wir nennen sie nur nicht, da sie bisher noch nicht relevant für die Tat ist.”

Auf so einen geistfreien Satz muss man erstmal kommen. Außerdem liefert die Staatspresse noch dazu widersprüchlich Begründungen – weshalb die Identität des Täters verschwiegen wird – ab: Einmal sei es ein Beziehungstat und das andere mal sei es irrelevant.

>>Badische Zeitung<<

“Ihr Pfeifen von der Lügenpresse, warum nennt ihr die Sippschaft nicht beim Namen?” So steht es in einer E-Mail zu einem Tötungsdelikt in Südbaden, die in der BZ-Redaktion eingegangen ist. Ein Einzelfall? Keineswegs. Wenn es um Verbrechen geht, liegen die Nerven blank. Und prompt kommen Anschuldigungen: Dass Täter zumeist Ausländer seien, dass sich Medien schützend vor kriminelle Migranten stellen würden – was so nicht stimmt. Dennoch werden Journalisten immer öfter mit dem Vorwurf konfrontiert, die Herkunft von Straftätern arglistig zu verschweigen. … Letztlich ist es immer eine Frage der Einschätzung: Spielt die Herkunft eines Täters bei einem Verbrechen eine Rolle? Ist sie wichtig, um das Geschehene zu verstehen? Liefert sie Hinweise, die bei der Aufklärung einer Straftat helfen könnten? Das ist oft Auslegungssache – und überhaupt: Die einen Journalisten halten sich penibel an den Pressekodex, die anderen gehen recht unbefangen mit Nationalitäten von Straftätern um. Auch in den Pressemeldungen von Polizei, Bundespolizei und Staatsanwaltschaft – die seit einigen Jahren im Internet stehen – gibt es keine klare Linie. Und so kommt es, wie es kommen muss: Das eine Medium spricht von einem Festgenommenen aus dem Land XY, das andere hält diese Information zurück. Zwei Versionen, nur einen Mausklick voneinander entfernt.”

Die Herkunft des Täters spielt aber sehr wohl eine Rolle: Denn diese Menschen kommen aus einen Kulturkreis, wo auf Ehebruch die Todesstrafe steht und wonach die Frau gesteinigt, beziehungsweise getötet werden muss.

>>Welt<<

“In der von den Taliban kontrollierten Provinz Ghor ist eine 20-Jährige gesteinigt worden. Sie sei gegen ihren Willen mit einem Mann verheiratet worden, aber mit einem anderen „durchgebrannt“.”

 

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

“Omnia solle mal so richtig hart rangenommen werden. Dieser Hintern, diese Brüste! Er mustert ihren Körper. Er habe schon eine Erektion, sagt er. Will sie nicht mit zu ihm nach Hause kommen? Omnia geht weiter die Straße entlang, versucht die Sprüche zu ignorieren: „Hey Süße, du Hure, ich will dich ausziehen.“ Drei Kommentare in fünf Minuten. Die junge Frau hat sich daran gewöhnt. Nichts hat sich geändert seit damals vor vier Jahren, als sie mit ihren Freundinnen die Hauptstraße ihrer Heimatstadt in Oberägypten entlanglief. Ein junger Mann auf dem Fahrrad fasste ihr beim Vorbeifahren in den Schritt. Er hielt an und grinste, sie stand nur da und war wie erstarrt. An die restlichen Minuten erinnert sie sich kaum. Sie war 16. Manchmal sagen sie nur „Hey, Hübsche“, manchmal „Musa“ – Banane, eine Anspielung auf ihren kurvigen Körper. Manchmal, dass sie große Brüste, eine große Vagina habe. Manchmal, was sie gerne mit ihr machen würden. Omnia schämt sich, wenn sie darüber spricht; nimmt schnell einen Zug ihrer Zigarette und bläst den Rauch über ihren Kopf hinweg aus dem geöffneten Fenster in ihrer Wohnung im Kairoer Stadtteil Dokki.”

Im Allgemeinen sind die Frauenrechte in islamischen Ländern wenig – bis überhaupt nicht – ausgeprägt, denn im Gegensatz zum Christentum hat der Islam nie eine Renaissance durchgemacht und deshalb ist es folglich logisch: Das afghanische Männer – die selben Verhaltensweisen an Tag legen – wie in Afghanistan. Speziell im Fall Kandel, muss die Frage gestellt werden, ob es sich bei den Mord eventuell um einen Ehrenmord gehandelt haben könnte: Denn durch die Auflösung der Beziehung – Seitens der Frau – wurde die Ehre des Mannes oder wahlweise seiner Familie beschmutzt. Wie dem auch sei: Die Identität des mutmaßlichen Täters gehört zum journalistischen Grundsatz, denn nur dadurch kann der Hintergrund der Tat überhaupt verstanden werden. Es handelt sich hierbei, um kein unbegründetes Verurteil, sondern um verifizierte Tatsachen mit einer erdrückenden Quellenlage.

 

 

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