Wie der Staatsfunk die Verkehrssicherheit politisch instrumentalisiert

Screenshot consumerreports.org

Mehre Tausend Menschen kommen jedes Jahr durch Verkehrsunfälle ums Leben, ein erheblicher Teil könnte heute noch leben, sofern sie in einen sichereren Fahrzeug unterwegs gewesen wären. Aber der Staatsfunk verbreitet dazu eine völlig andere These, um ein abwegiges politisches Projekt salonfähig zu machen.

>>Staatsfunk „Norddeutscher Rundfunk“ <<

„Mehr als die Hälfte der deutschen Verkehrstoten gehen auf Unfälle auf Kreis-, Land- und Bundesstraßen zurück. Verkehrssicherheitsrat, Bundespolitiker und Automobilclubs fordern deshalb ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern auf Landstraßen. … Dabei ähneln sich die Zahlen der Unfallopfer von Bund und Land. In Niedersachsen starben 2016 insgesamt 266 Menschen außerhalb geschlossener Ortschaften (Autobahnen nicht eingerechnet). Insgesamt kamen 413 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Zum Vergleich: 2015 waren es 293 auf Kreis-, Land- und Bundesstraßen und 457 insgesamt. „

Also der Staatsfunk soll besorgt sein um die Verkehrstoten hierzulande und fordert deswegen ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern auf Landstraßen. Dabei sinken – von einigen Ausnahmen mal abgesehen – seit Jahren die Zahlen der Unfallopfer. Einer der Hauptgründe dürfte die stete Zunahme der Fahrzeugsicherheit sein.

>>Statistisches Bundesamt<<

„Im Oktober 2017 verloren nach vorläufigen Ergebnissen 288 Menschen auf deutschen Straßen ihr Leben. Das waren 11 Personen oder 3,7 % weniger als im Oktober 2016, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mit. Die Zahl der Verletzten dagegen stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 % auf etwa 34 100. Insgesamt registrierte die Polizei im Oktober 2017 rund 208 000 Straßenverkehrs­unfälle, das entspricht einer Abnahme um 7,9 % gegenüber Oktober 2016. Bei etwa 181 500 Unfällen blieb es bei Sachschaden (– 9,2 %), bei 26 500 Unfällen wurden Personen verletzt oder getötet (+ 1,4 %). In den ersten zehn Monaten des Jahres 2017 starben 2 693 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen, das waren 53 Personen oder 1,9 % weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Verletzten ging von Januar bis Oktober 2017 um 2,6 % auf rund 326 600 zurück.“

 

>>Stern<<

„Die jüngsten Zahlen über Verkehrstote sind erschreckend. Besonders gefährdet sind Fußgänger. … Eine besonders starke Zunahme stellten die Statistiker bei den getöteten Fußgängern fest – in den ersten neun Monaten waren es 375 und damit fast 25 Prozent mehr. Überdurchschnittlich hoch war der Anstieg auch bei Motorradfahrern und bei Jugendlichen.“

An das angestrebte Ziel – ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern auf Landstraßen – daran müssten sich logischerweise auch Fußgänger halten. Der Staatsfunk verschweigt in den Zusammenhang nämlich: Das ein erheblicher Teil der Verkehrstoten während des Unfalls in keinen Auto saß.

>>n-tv<<

„Dass es wahrscheinlicher ist, bei einem Verkehrsunfall in einem Kleinwagen zu sterben als in einem SUV, liegt auf der Hand. Wie groß der Unterschied aber tatsächlich ist, erstaunt Experten trotzdem. … Besonders sicher sind der Auswertung zufolge große Allrad-SUV wie Mercedes GL, Volvo XC90 oder Lexus RX 350, in ihnen kam kein Fahrer zu Tode. Aber auch die Mittelklasse-Limousine Audi A4 mit Allrad und das Mittelklasse-SUV Kia Sorento mit Frontantrieb schnitten besonders gut, also ohne einen einzigen Todesfall, ab. Über alle Klassen hinweg schützten SUV ihre Insassen am besten. … Durch die umfassende Einführung des Schleuderschutzes ESP können heutige SUV ihre Vorteile im Insassenschutz – Größe, Gewicht und Höhe – besser ausspielen. … Die Wissenschaftler des IIHS zeigten sich begeistert über die hohe Geschwindigkeit, in der die Todesrate insgesamt sinkt: Noch 2009 kamen in den Fahrzeugen des Modelljahres 2008 im Schnitt 48 Fahrer pro einer Million zugelassener Autos um. 2012 waren es nur noch durchschnittlich 28 Todesfälle. Bei einer Auswertung vor acht Jahren hatte es noch keine Modelle gegeben, an deren Steuer niemand ums Leben gekommen war. Der Anstieg der Autozahl, in denen kein Fahrer zu Tode kam, zeige, was möglich sei, so das Fazit der Wissenschaftler.“

Auch über jene Tatsachen schweigt sich der Staatsfunk konsequent aus. Stattdessen werden – politisch gewollt – kleine Elektrofahrzeuge angepriesen, die ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen und schon mal ganz alleine – ohne UnfallFeuer fangen. Der Staatsfunk instrumentalisiert – vermutlich politisch gewollt – das Thema Verkehrssicherheit, um ein niedrigeres Tempolimit auf Landstraßen zu propagieren. Wäre der hohen Politik wirklich an der Verkehrssicherheit gelegen, müssten SUV im Verhältnis steuerlich besser gestellt werden, als die übrigen Fahrzeuge. Jedoch die Realität ist genau anders herum.

 

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