Wie die Bevölkerung gegeneinander ausgespielt wird

Screenshot theconcourse.deadspin.com

Das Land Afghanistan befindet sich in Asien und grenzt im Osten an China. Es ist völlig ausgeschlossen auf dem Landweg nach Deutschland zu kommen und hier erfolgreich einem Status als Flüchtling zu bekommen, denn hierfür müssen – je nach Route – eine ganze Reihe von sicheren Drittstaaten durchquert werden. Dennoch soll so etwas angeblich möglich sein.

>>Focus<<

“Seit Tagen kursiert die Kopie ihres Leistungsbescheids vom Jobcenter im Internet. Auf dem steht, dass die Familie rund 4300 Euro Unterstützung vom Staat bekommt. … Mit seiner Frau und seinen fünf Kindern flüchtete ein Familienvater aus Afghanistan vor den Taliban nach Deutschland. … Die Kopie eines an sie adressierten Hartz-IV-Bescheids tauchte vor Tagen im Internet auf.”

Die 4.300 Euro monatlich überwiesenen Leistungen sind für eine afghanische Familie mit Flüchtlingsstatus gedacht. Bei diesem Summen dürfte sich so manch promovierter Doktor verwundert die Augen reiben und sich dabei die Frage stellen: Wozu er überhaupt studiert hat? Um dieses Missverhältnis besser auszuleuchten, wechseln wir die Perspektive.

Screenshot hutui6 com

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Screenshot thelatinlibrary.com

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>>Wikipedia<<

“Konflikte zwischen Tamilen und Singhalesen auf Sri Lanka gab es schon vor Beginn unserer Zeitrechnung. Diese waren meist solche zwischen den singhalesischen Königreichen im Süden Sri Lankas und tamilischen Königreichen in Norden Sri Lankas. Durch die Jahrtausende siedelten die Singhalesen hauptsächlich im Süden und in der Mitte Sri Lankas, während die Tamilen den Norden und Osten bewohnten. Die Siedlungspolitik der Regierung im 20. Jahrhundert spielt dabei eine größere Rolle. Es gab über lange Zeiträume intensive nicht-feindliche Kontakte zwischen den beiden Gruppen. Lange Zeit bestanden getrennte Königreiche, die von den Portugiesen und Niederländern in der Zeit ihrer Herrschaften als getrennte Einheiten behandelt wurden. Als Sri Lanka zur britischen Kolonie wurde, wurden die Bereiche zusammengefasst. Die besser ausgebildeten Tamilen wurden im Stile einer Teile-und-herrsche-Politik mit Verwaltungsposten betraut.”

Das mittlerweile untergegangene Britische Weltreich herrschte damals über weite Teile der Erde – unter anderen auch über Sri Lanka. Die Tamilen stellten in Sri Lanka eine Minderheit da – die sich ständigen Konflikt mit dem übrigen Volksgruppen befand. Diese vorgefundene historische Spaltung innerhalb der Bevölkerung wusste die Kolonialmacht Großbritannien zu nutzen. Die Briten haben gezielt die Tamilen protegiert: Um die Bevölkerung mit dem Prinzip: “Teile und Herrsche” gegeneinander auszuspielen. Auf diese Weise herrschten die Briten über große Teile der Erde – nicht nur über Sri Lanka. Aber das System: “Teile und Herrsche” scheint sich ab einem bestimmten Zeitpunkt Tod zu laufen.

Screenshot countryreports.org

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>>heise<<

“Und dann sehen die etablierten Parteien, wie ihnen immer mehr Wähler davon laufen. Und dann reagieren sie noch gereizter, fangen an, das “Wahlvolk” zu beschimpfen. Und dann schließen die großen Medien, die sich oft genug in einer ideologischen Komplizenschaft mit den Mächtigen befinden, die Reihen und feuern kollektiv wahlweise auf die “Wutbürger”, die “besorgten Bürger” oder auf die, die sich “nicht abgeholt fühlen”. Und dann übernehmen die Alphajournalisten geradezu mit Dank die Wahrnehmungskategorien, von denen die politisch Verantwortlichen möchten, dass sie unter die Bürger getragen werden. Das Problem nur: Die Bürger klopfen die an sie herangetragenen Wahrnehmungskategorien in die nächste Tonne und werden noch “bockiger”. Und dann wird die Empörung über die “unmöglichen Bürger” von Politik und Medien noch lauter. Der Punkt sollte klar werden: Wäre alles nicht so traurig und die Situation nicht brandgefährlich, müsste man laut darüber lachen. Ein Kindergarten ist im Vergleich zu einer Politik, die vom Postfaktischen, von christlichen “Blockflöten” und Schneeflöckchen, Weißröckchen faselt, ein regelrechter Hort rationalen Denkens.”

 

>>Welt<<

“Der Christdemokrat warnte vor einer unzufriedenen Minderheit in Deutschland, „die aber größer wird. Sie ist schon so groß, dass man sie nicht mehr ignorieren kann.“ Nicht nur in den sozialen Netzwerken seien mit dieser Gruppe „Dämme gebrochen“ und würden Dinge gesagt, „die früher unterlassen worden wären“. Als Beispiel für seine Forderung nannte Tillich die Flüchtlingspolitik. Wenn die Politik sehe, dass die Schengen-Regelung nicht funktioniere, „dann müssen wir dies offen aussprechen und darüber diskutieren, wie man die Grenzen anders sichert“. Man könne nicht sagen: „Wenn die Griechen ihre Grenze nicht schützen, dann übernimmt Frontex, und wenn Frontex mehr Personal braucht, beschließt der Europäische Rat, mehr Personal zu stellen, bis schließlich der Chef der Bundespolizei sagt, er hat nicht genügend Personal dafür. Und das war’s dann.“ Tillich warnte: „Das geht so nicht mehr weiter, wenn wir dem Politikverdruss Einhalt gebieten wollen.“

Gegenwärtig kristallisieren sich eine Art Zweiteilung der politischen Funktionäre heraus: Auf der einem Seite sind die Unverbesserlichen und auf der anderen Seite welche, die die Lage verhältnismäßig realistisch einschätzen. Nebenbei bemerkt haben nicht die Briten, sondern die Römer das Prinzip: “Divide et impera” erfunden und perfektioniert.

Screenshot pbs org

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