„Erstaunliche Unverkrampftheit an den Tag“ – Was sagt die Bibel über die Kontaktschuld oder Sex aus? (1)

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Was soll eigentlich die Bibel über moderne Themen wie Kontaktschuld oder Sex aussagen? Antwort: Nicht das Geringste kann man darüber lesen. – Doch diese Aussage ist nicht ganz richtig. Die Sprache der Evangelien kommt an vielen Stellen sehr Unverkrampft daher und spiegelt erstaunlich aktuelle Begebenheiten wider.

„Jesus und der Sex passen scheinbar nicht zusammen. Oder vielleicht doch?“

>>Feinschwarz.net <<

„Jesus und der Sex passen scheinbar nicht zusammen. Oder vielleicht doch? Der Jesus der Evangelien jedenfalls legt eine erstaunliche Unverkrampftheit an den Tag. … Im vorigen Vers war von Geburt „aus dem Willen des Fleisches“ die Rede (Joh 1,13). Diesem Evangelisten ist bewusst: Fleisch heißt auch fleischlich. Der fleischgewordene Sohn Gottes wird auf Erden das ganze Menschsein erleben.“

„Jesus der Evangelien jedenfalls legt eine erstaunliche Unverkrampftheit an den Tag“

Die Ausdrucksweise mag aus heutiger Sicht etwas gewöhnungsbedürftig sein: Dennoch geben die Evangelien in der Bibel eine erstaunlich offene Sprache wieder. Mehr noch: Jesus hat ganz offen die Nähe von Prostituierten – und anderen Ausgestoßenen der Gesellschaft – gesucht. Das hat ihn schon zu Lebzeiten in Konflikt mit der damaligen Obrigkeit gebracht.

„Was sagt die Bibel über Prostitution?“

>>Got Questions Ministries<<

„Was sagt die Bibel über Prostitution? – In Reue und Bekennung weinte die Frau und goss das Parfüm über seine Füße. Als die Pharisäer Jesus kritisierten, dass er diesen Akt der Liebe von einer „unmoralischen“ Frau akzeptierte, ermahnte Jesus sie und nahm die Anbetung der Frau an. … Zu denen, die diese Wahrheit nicht glauben wollten, sagte Jesus: „Wahrlich, ich sage euch: Die Zöllner und Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr. Denn Johannes kam zu euch und wies euch den Weg der Gerechtigkeit, und ihr glaubtet ihm nicht; aber die Zöllner und Huren glaubten ihm. Und obwohl ihr’s saht, reute es euch nicht, sodass ihr ihm danach geglaubt hättet.“ (Matthäus 21,31-32).“

Jesus zu Pharisäern: „Zöllner und Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr.“

Auch wenn das Wort „Kontaktschuld“ noch nicht erfunden war: Doch das sinngemäße Prinzip hat offenbar schon damals jeder Zeitgenosse verstanden: Andernfalls würde dieses Streitgespräch aus der Bibel keinerlei Sinn ergeben. Kurzum: Die Zeiten mögen sich gewandelt haben, aber die Gesellschaft hat sich kaum von der Stelle bewegt.

„Kontaktschuld-Prinzip ist so alt wie der politische Kampf selbst“

>>Prof. Dr. Michael Meyen<<

„Das Kontaktschuld-Prinzip ist so alt wie der politische Kampf selbst. … Wir kennen es aus den USA, wo es in der McCarthy-Zeit gegen Menschen angewendet wurde, die angeblich dem Kommunismus nahestanden. Ähnlich war es dann mit dem Radikalenerlass in Deutschland, der vor allem auf das linke Spektrum zielte, auf Menschen, die mutmaßlich mit Osteuropa oder mit dem Kommunismus sympathisierten. In der Weimarer Republik ging es um Frankreich oder um die Alliierten, die im Krieg gegen Deutschland gekämpft hatten. Wenn Sie einen politischen Gegner ausschalten wollten, haben Sie ihm damals am besten Beziehungen zu den Gegnern von einst unterstellt. Ein klassischer Kontaktschuldvorwurf.“

Kontaktschuldvorwurf: „Wenn Sie einen politischen Gegner ausschalten wollten“

McCarthy selbst hat das „Kontaktschuld-Prinzip“ maßgeblich mitgeprägt, was auch gut zum Gesamtphänomen passt: Schließlich gehörte er der Oberschicht an und war langjähriger Leiter des Inlandsgeheimdienstes FBI gewesen. Sicherlich mag McCarthy schon lange gestorben sein, aber genau dieser „Kontaktschuldvorwurf“ scheint mittlerweile wieder sehr an Beliebtheit gewonnen zu haben.

„Früher einmal die Macht der Obrigkeit bloßgestellt wurde“

>>Alles-Lausitz.de<<

„Die Angst nehme bei immer mehr Menschen zu, falsch verstanden zu werden oder Applaus von der falschen Seite zu bekommen und „letztlich führt dieses Klima zur Konditionierung zum Opportunismus“, so Böhler, der bemängelt, dass früher einmal die Macht der Obrigkeit bloßgestellt wurde, nie jedoch die Kleinen! Nun werde der Kritiker subtil hinterfragt, nicht der Herrschende. Diese subtile Unterstellung habe aber eine lange Tradition der Zerstörung. … Wie anders könne er auch handeln, wenn Jesus bereits zum Dialog mit Zöllnern und Prostituierten aufgerufen und mit ihnen gegessen hat und diesen eher einen Platz im Reich Gottes zutraute als hochmütigen Hohepriestern und Pharisäern.“

„Jesus bereits zum Dialog mit Zöllnern und Prostituierten aufgerufen“

Auch heute wollen die neuzeitlichen „Hohepriester“ und „Pharisäer“ lieber unter ihres Gleichen bleiben. Die Begrifflichkeiten und amtlichen Titel mögen sich in den letzten rund 2.000 Jahren gewandelt haben, aber alles andere scheint Unverändert geblieben zu sein.

 

–W E R Β U Ν G–

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