Kontaktverlust: Öffentliche Meinung versus Staatsmedien

Screenshot vimeo.com

Wer sich einmal die Mühe macht, die Kommentarspalten des Staatsfunks durchliest, kommt schnell zu dem Ergebnis: Die Berichterstattung und die öffentliche Meinung liegen sehr weit voneinander entfernt. Deswegen fanden eine ganze Reihe von Gesetzen und Initiativen ihren Weg, um die vermeintliche „richtigen“ Ansichten in die gewünschte Bahnen zu lenken.

>>Neue Zürcher Zeitung<<

„Die Massenmedien verlieren an Bedeutung. Damit verliert der Journalismus an Anerkennung und an Legitimität für seine Auswahlprinzipien. Die Medien- und Journalismuskritik, die Kritik an der vermeintlichen «Lügenpresse» oder den «Systemmedien», ist nicht nur Kritik an Inhalten: Hier wird die Legitimität einer Institution, die Selektionsentscheidungen trifft und Relevanz definiert, grundsätzlich infrage zu stellen versucht. Es ist kein Zufall, dass populistische Gruppen oder populistisch agierende Präsidenten Social Media nutzen. Die Krise der Massenmedien ist nicht allein eine Werbe- oder Finanzierungskrise. Es handelt sich um eine Fundamentalkritik an der Beglaubigungsinstitution.“

 

>>Meedia<<

„Dabei versteht sich der faktenfinder als “ein Knotenpunkt im ARD-Netzwerk, um solche Phänomene zu sammeln.” Mit “BR-Verifikation” hat der Bayerische Rundfunk bereits vor einem Monat eine Anti-Fake-News-Einheit ins Leben gerufen, das ZDF setzt im Wahlkampfjahr mit dem crossmedialen “#ZDFcheck17” ebenfalls auf ein bereichsübergreifendes Recherche-Team, das den Wahrheitsgehalt von Meldungen prüfen soll.“

Im Fokus des Bedeutungsverlustes dürfte das Staatsfernsehen selbst stehen. Deshalb ist die Einrichtung eines selbst genannten „Wahrheitsministerium“ wenig verwunderlich. Aber das ist noch lange nicht alles.

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

„Ob Videospiele wie „Ragnarok Online“ oder Online-Dienste wie der Artikel-Speicherer „Instapaper“ – eine ganze Reihe von Software-Diensten ist für Europäer nicht mehr zugänglich. Manche sollen in einigen Wochen wieder da sein, andere werden Europäern ganz vorenthalten bleiben. Sogar die Komplett-Schließung des amerikanischen Social-Media-Dienstes Klout wurde angesichts der neuen europäischen Regeln vorgezogen. Doch nicht nur die Software aus dem Ausland fällt aus: Der Online-Shop für Bustickets der Stadtwerke Krefeld ist jetzt geschlossen. Auch Bosch hat seine Heimwerker-Community „1-2-do.com“ erst mal abgeschaltet.“

Zahlreiche Webseiten-Betreiber haben – aus verständlichen Gründen – bereits aufgegeben und auch in den sozialen Medien fallen missfällige Meinungsäußerungen oder Tatsachenberichte den Löschkommandos zum Opfer. Die Grundlage hierfür bildet das Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Die Betreiber der sozialen Netzwerke, handeln dabei kaum im Sinne der Nutzers oder des Unternehmens, sondern vielmehr im Sinne der amtierenden Regierung. Sperrungen und Löschungen von Nutzerkonten führen neben einen Reputationsschaden, hauptsächlich zu Einnahmeverlusten durch Werbung. Auch die Art der Sperrungen deuten eindeutig darauf hin, dass sie politisch eingefärbt sind, obwohl das Grundgesetz genau dies verhindern sollte.

 

Werbung

Loading...
Bild: nordvpn.com
Scroll Up