„Stärkere Unterstützung vor allem kleiner landwirtschaftlicher Betriebe“

Screenshot youtube.com

Die Bedingungen für Landwirte mit kleinen Betrieben werden immer schwieriger. Zahlreiche Auflagen, eine zeitaufwendige Bürokratie und sinkende Ausgleichzahlungen verkomplizieren die wirtschaftliche Lage zunehmend.

>>Fairtrade Österreich<<

„Faires Einkommen, faire Arbeitsbedingungen, faire Lebensumstände: Was für viele Menschen so selbstverständlich klingt, ist für die meisten Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Afrika, Asien und Lateinamerika eher Wunschdenken als Realität.“

Nicht nur Landwirte in Afrika, Asien und Lateinamerika stehen vor diesen Problemen.

>>taz<<

„Abseits des Wohlbefindens der Tiere geht es auch um das Wohl der Bauern: Die kleinen Höfe sterben aus, da es immer schwerer wird, von ihnen zu leben. Viele Kleinbauern fahren nicht in den Urlaub, weil das Geld fehlt und schlichtweg die Zeit: Sie haben selten die Möglichkeit, sich überhaupt ein Wochenende oder einen Tag frei zu nehmen. Denn zusätzliche Arbeitskräfte können sei sich nicht leisten.“

 

>>Topagrar.com<<

„Für eine stärkere Unterstützung vor allem kleiner landwirtschaftlicher Betriebe im Rahmen der kommenden Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 hat sich eine Reihe von alternativen Bauernverbänden und Vereinigungen ausgesprochen. Bei einer Veranstaltung am 23. Mai im Europäischen Parlament in Brüssel verwiesen die Vertreter der Europäischen Koordination Via Campesina (ECVC) darauf, dass gerade Kleinbauern ihre Gewinne nicht in andere Gebiete exportierten und so zu einer Stärkung des ländlichen Raums beitragen würden. Ebenso sei ihr Beitrag zur Biodiversität, etwa durch kleinere Schlaggrößen, deutlich hervorzuheben. Unterstützung erhielten die ECVC-Vertreter vom agrarpolitischen Sprecher der Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten (S&D) im Europaparlament, Eric Andrieu. Der Franzose betonte, dass man angesichts der bevorstehenden Herausforderungen in den Bereichen Umwelt, Klima und Ernährungssicherheit ohne eine tiefgreifende Reform der GAP nicht auskommen werde. Die neue Agrarpolitik müsse die Diversifizierung der Produktion und agronomische Praktiken fördern, die den Einsatz von Chemikalien begrenzten und Landwirte bei diesem Übergang zu einem nachhaltigen Entwicklungsmodell unterstützten. Der Agrarsprecher der Fraktion der Grünen/Europäische Freie Allianz (Grüne/EFA), Martin Häusling, bemängelte, dass gerade kleine Betriebe von der derzeitigen EU-Agrarpolitik viel zu wenig anerkannt würden. Dies müsse sich dringend ändern, da vor allem Kleinbetriebe einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Vielfalt in der Landwirtschaft und der Artenvielfalt des Wildlebens leisteten. Dafür sei vor allem eine starke und ehrgeizige Zweite Säule notwendig, so der Grünen-Sprecher. Die Koordinatorin der Vereinten Europäischen Linken/Nordische Grüne Linke (GUE/NGL), Lídia Senra, forderte, dass die Europäische Union die Landwirtschaft nicht zur Verhandlungsmasse in Handelsabkommen machen dürfe. Die kommende GAP müsse einen Paradigmenwechsel einleiten und die Menschen in den Mittelpunkt stellen, so die spanische Europaabgeordnete.“

Immer mehr Auflagen und sinkende Ausgleichzahlungen machen zahlreichen kleinen Landwirten zu schaffen. Besonders in den letzten Jahren hat sich die Situation zusätzlich verschärft.

 

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