„Theoretisch ist eine Gesellschaft vorstellbar in der es laut Statistik fast keine Kriminalität mehr gibt“

Screenshot cumbria.police.uk

Statistiken sind grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen: Besonders dann, wenn die Daten entweder geheim oder schwer nachzuvollziehen sind. Die Statistik über die Kriminalität, gilt dies im besonderen Maße. Denn die Ergebnisse sind nicht selten ein Politikum und die Regierenden wollen schöne Zahlen der Bevölkerung präsentieren: Die Wahrheit bleibt da nicht selten auf der Strecke.

>>Welt<<

„Ein besonders dicker Brocken sind die Ladendiebstähle, 400 000 von insgesamt 5,8 Millionen Taten. Die Zahl der Ladendiebstähle ist laut Statistik um sieben Prozent gesunken. Da fiel mir ein Artikel ein, den ich ein paar Wochen vor Veröffentlichung der Statistik gelesen hatte. Die „FAZ“ berichtete, dass inzwischen wahrscheinlich nur noch einer von 70 Ladendiebstählen angezeigt wird. Quelle ist eine Studie des Handelsforschungsinstitutes EHI. Anzeigen bringen ja meistens nichts, also spart man sich die Mühe. Geschildert wurde der Fall eines offenbar nicht sehr geschickten Afghanen, der sich zehn Mal erwischen ließ und den die Justiz zehn Mal wieder laufen ließ, wegen der Geringfügigkeit des Delikts. Der Gesamtwert der Beute beträgt allerdings, so weit bekannt, inzwischen 30 000 Euro. Viele Geschäftsleute hätten resigniert und versuchten, sich selbst zu schützen, nicht selten bekommen die Mitarbeiter je vereiteltem Diebstahl 100 Euro. Inzwischen haben allerdings viele Verkäufer Angst, weil Ertappte nicht selten gewalttätig werden. Wenn jeder dritte Ladendiebstahl angezeigt würde statt einer von siebzig, sähe die Statistik also völlig anders aus. Theoretisch ist eine Gesellschaft vorstellbar, in der es laut Statistik fast keine Kriminalität mehr gibt, allerdings nur deshalb, weil die Leute jedes Vertrauen in Polizei und Justiz verloren haben. Ich würde den nächsten Diebstahl auch nicht mehr anzeigen, so was kann leicht eine Stunde dauern. Diese Zeit wäre dann ebenfalls weg. Natürlich wird über den überdurchschnittlichen Anteil von zugewanderten Tätern diskutiert, vor allem bei Mord und Totschlag. 70 Millionen Menschen mit deutschem Pass haben 1558 Mitmenschen umgebracht, zehn Millionen ohne dieses Dokument immerhin 1140. Statistisch könnte man gegen dieses Problem mit großzügigen Einbürgerungen etwas machen. Wenn man konsequent Islamisten einbürgert, wäre auch das Problem des zugewanderten Antisemitismus gelöst. In der Statistik zumindest.“

 

>>Huffington Post<<

„Im Jahr 2015 ist die Zahl der Einbrüche bundesweit erneut angestiegen. Die Polizei listet nunmehr fast 170.000 Fälle von versuchten oder vollendeten Taten für das vergangene Jahr auf. Jedoch konnte nur etwas mehr als jeder sechste Fall offiziell aufgeklärt werden. Deshalb beklagt sogar die Bundesregierung in ihrem Abschlussbericht zum Bürgerdialog, dass die Aufklärungsquote nur „unbefriedigend“ sei. Aber es kommt noch schlimmer. Der Polizeiwissenschaftler und Kriminologe Frank Kawelovski klagt an, dass die Polizeibehörden bei der Berechnung der Aufklärungsquoten „große Kreativität“ zeigen würden. Das sagt er in der „Rheinischen Post“. Mit anderen Worten: Nach Ansicht von Kawelovski fälscht die Polizei die Einbruch-Statistiken. Laut Kawelovski würden einem geschnappten Einbrecher mitunter Dutzende weitere Taten zugeordnet, die sowohl eine räumliche als auch zeitliche Nähe hätten. Damit werden auch diese Fälle als „aufgeklärt“ deklariert. Gegenüber der „Rheinischen Post“ bestätigte auch ein ranghoher Einbruchs-Ermittler dieses Vorgehen der Behörden.“ … Kawelovski sagte bei einer Expertenanhörung im Innenausschuss des Landtags ebenfalls, dass es keine Besonderheit nur in NRW wäre, „das Spiel ist überall das gleiche“. Er mahnt: „Die Bürger werden in die Irre geführt.“ Real ist die Aufklärung sogar noch niedriger. Denn in Polizeistatistiken wird ein Fall bereits als „aufgeklärt“ vermerkt, sobald die Polizei mindestens einen Tatverdächtigen benennen kann. Dabei ist es unabhängig, ob die Polizisten überhaupt Beweise gegen diese Person finden.  So kam Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen in einer Untersuchung zu Einbrüchen in Großstädten zum Ergebnis, dass nur bei 2,6 Prozent der Fälle am Ende zu einem Gerichtsverfahren gegen Verdächtige kam.“

 

>>Focus<<

„Hält die Polizei solche möglicherweise brisanten Informationen tatsächlich zurück? Köln scheint jedenfalls kein Einzelfall zu sein, wie neue Aussagen von Beamten nun zeigen: „Es gibt die strikte Anweisung der Behördenleitung, über Vergehen, die von Flüchtlingen begangen werden, nicht zu berichten. Nur direkte Anfragen von Medienvertretern zu solchen Taten sollen beantwortet werden“, sagt ein hochrangiger Polizeibeamter aus Frankfurt am Main laut „Bild“-Zeitung. „Bei Straftaten von Tatverdächtigen, die eine ausländische Nationalität haben und in einer Erstaufnahmeeinrichtung gemeldet sind, legen wir den Fall auf dem Schreibtisch sofort zur Seite“, so der Polizist weiter.“

Die Kriminalitätsbekämpfung hat sich wohl einseitig auf das Anpassen von Statistiken verlagert.

 

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