Vertuscht: Der Lynchmord an Muammar al-Gaddafi! (2)

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Bis heute sind die tatsächlichen Umstände des Todes Gaddafis nicht richtig aufgeklärt. Es wird vertuscht und gelogen.

In Teil 1 stellte ich bereits fest, dass die UN-Kommission, die 2012 eingesetzt wurde das mutmaßliche Kriegsverbrechen zu untersuchen, nicht feststellen konnte, ob im Zusammenhang mit Gaddafis Tod und der seines Sohnes ein solches begangen wurde.

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Von Guido Grandt

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In einem Bericht heißt es dazu, dass sie zwar verletzt gewesen seien und bei ihrer Gefangennahme noch lebten, „starben aber während ihrer Gefangenschaft durch die Thowars (revolutionäre Kämpfer).“

Weitere Zweifel und Widersprüche kommen auf

Die libyschen Behörden hatten der UN-Kommission den Einblick in Gaddafis Autopsiebericht verweigert, so dass die Todesursache lediglich anhand von Fotos bestimmt werden musste.

Kurzum: Wer so handelt, hat etwas zu verbergen!

Auch 2017 behinderte die neue libysche Regierung die Ermittlungen des Chefanklägers Luis Moreno Ocambo wegen des „starken Verdachts“, dass es sich bei Gaddafis Tod um ein Kriegsverbrechen handeln könnte.

Gaddafi wurde vor seinem Tod misshandelt

Eindeutig gehen aus Videos seiner Festnahme hervor, dass dieser zuvor noch misshandelt und verletzt wurde. Schließlich wurde sein Leichnam in Misrata der Öffentlichkeit präsentiert. Berichten und Fotos nach lag dieser auf einer Matratze am Boden in einem Supermarkt-Kühlraum.

Schließlich wurden seine sterblichen Überreste, zusammen mit denen seines ebenfalls getöteten Sohnes Mutassim, an einem geheimen Ort in der Libyschen Wüste beerdigt.

2017 forderte der Vorsitzende des Russischen Ausschusses für Solidarität mit den Völkern Libyens und Syriens, Sergej Baburin, die Umstände des Mordes am libyschen Staatschef neu zu untersuchen. Die Darstellung der Russen widerspricht sich mit der offiziellen Geschichtsschreibung.

Die inoffizielle Darstellung des „Lynchmordes“ an Gaddafi

Bei einer Konferenz anlässlich des 5. Jahrestages des Todes von Gaddafi forderte Sergej Baburin: „Wir sollten die Wahrheit über die Umstände des Todes von Gaddafi anstreben. Der ganzen Welt wurde die konkrete Szene seines Mordes gezeigt. Gibt es bei uns tatsächlich so naive Menschen, die glauben, dass Saddam Hussein sich in einem Keller versteckt hatte und Gaddafi von Aufständischen gefasst wurde? Das sind Inszenierungen, die uns gezeigt werden.“

Und weiter: „Uns wurde beispielsweise eine wunderschöne Inszenierung der Befreiung Tripolis durch die Aufständischen gezeigt. Doch wir sollten endlich die Wahrheit anstreben, weil es keine Aufständischen waren, die Tripolis befreiten. Sie sollen uns Videos über französische und italienische Sicherheitseinheiten zeigen, die die Hauptstadt ergriffen und die Kämpfer der libyschen Armee und die Augenzeugen ihrer Invasion töteten.“

Die „andere“ Wahrheit über Gaddafis Tod

Das war natürlich neu in der Geschichtsschreibung, spricht die offizielle Version doch keineswegs von einer „Sonderoperation“ von „britischen oder französischen Einheiten“. Außerdem soll Gaddafi von einer Bande an die andere „weiterverkauft“ worden sein, die um das Recht kämpften, ihn zu töten.

Der Vorsitzende des Russischen Ausschusses für Solidarität mit den Völkern Libyens und Syriens weiter: „Ich hoffe sehr, dass die Wahrheit für die künftigen Generationen aufrechterhalten bleibt und die libyschen und europäischen Wissenschaftler es zulassen, die Wahrheit offenzulegen.“

Doch diese Hoffnungen scheinen sich bis heute nicht erfüllt zu haben. Angesichts des anhaltenden Chaos, das vor allem der Westen mit seinem militärischen Eingreifen gegen Gaddafi stiftete, bleibt die Wahrheit des „Lynchmordes“ an Muammar al-Gaddafi wohl weiter im Wust von Lügen und Geschichtsmanipulationen verborgen.

 

–W E R Β U Ν G–

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