Die beständig hohe Kriminalität in der Lausitz

Screenshot cumbria.police.uk

Nicht wenige in der Lausitz wurden in den vergangen Jahren von Dieben heimgesucht. Bei ihrer Raubzügen verursachen die Täter – neben den eigentlichen Diebstahl – häufig einen hohen Sachschaden und die späteren Ermittlungen verlaufen meistens Ergebnislos. Den entstandenen finanziellen Schaden müssen die Opfer selbst begleichen. Dabei sind die Probleme von eher struktureller Natur.

>>Radio Lausitz<<

„Einbrecher sind am Freitag in den frühen Morgenstunden durch die Dorftstraße in Zodel gezogen. Sie versuchten an insgesamt vier Häusern einzubrechen. Aber erst die Tür des letzten Hauses konnten sie knacken und so in das Haus gelangen. Aus dem Keller stahlen sie drei Fahrräder im Wert von 600 Euro. Der Sachschaden an der Tür liegt bei etwa 3.200 Euro.“

 

>>Markische Allgemeine<<

„Während in der Lausitz und südlich von Berlin besonders viele Fahrräder unfreiwillig ihre Besitzer wechseln, ist der Fahrradklau im Norden des Landes kein großes Thema. … Das Ausmaß lasse auch auf Bandenkriminalität aus Osteuropa schließen, heißt es weiter. Die Polizei konnte in ihren Ermittlungen ein arbeitsteiliges Vorgehen analog zu Autodiebstählen nachweisen: Es gab Auftraggeber, Diebe und Transporteure.“

Sofern ein arbeitsteiliges Vorgehen vorliegt, handelt es sich um Organisierte Kriminalität – kurz OK.

>>Securitas Holding<<

„Die Organisierte Kriminalität ist besonders schwer zu bekämpfen, weil die einzelnen Gruppen zumeist über erhebliche finanzielle Mittel, ausgezeichnete Tarnungsmöglichkeiten und internationale Strukturen verfügen und professionell und arbeitsteilig vorgehen. Definiert wird OK als die von Gewinn- oder Machtstreben bestimmte planmäßige Begehung von Straftaten, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit von erheblicher Bedeutung sind, wenn mehr als zwei Beteiligte auf längere oder unbestimmte Dauer arbeitsteilig zusammenwirken, unter Verwendung gewerblicher oder geschäftsähnlicher Strukturen (im Jahr 2016: 89 Prozent) unter Anwendung von Gewalt oder anderer zur Einschüchterung geeigneter Mittel (2016: 47 Prozent) oder unter Einflussnahme auf Politik, Medien, öffentliche Verwaltung, Justiz oder Wirtschaft (2016: 18 Prozent ). In 9,4 Prozent der Verfahren waren alle drei Alternativen festzustellen. … Das Schadens- und Bedrohungspotenzial der Organisierten Kriminalität befindet sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Das belegt auch die im Vergleich zum Vorjahr enorm gestiegene Schadenssumme. Organisierte Kriminalität betätigt sich in allen Kriminalitätsbereichen. Die Tätergruppierungen passen sich gesellschaftlichen und technologischen Gegebenheiten an und sind in der Lage, ihre Vorgehensweisen daran auszurichten.“

 

>>Lausitzer Rundschau<<

„Außerdem steht auf dem Plan, die innere Sicherheit auf den Prüfstand zu stellen. „Als eines der wichtigsten Themen in der momentanen Bundespolitik spielt die Bekämpfung der Kriminalität im Inland und die hohe Zahl an Einbruchsdelikten in Grenzregionen zunehmend eine entscheidende Rolle für die Region Lausitz“, so Pressesprecher Carlo Wittich. Die Junge Union Cottbus hat sich als Ziel gesetzt, eine kontroverse Debatte voranzutreiben und in der Zukunft noch mehr thematische Arbeit in den genannten Gebieten zu führen.“

Durch die Tatsache, dass an den Außengrenzen nur noch punktuelle Kontrollen stattfinden, kann die Organisierte Kriminalität schalten und walten wie es ihr gefällt. Die Leidtragenden sind Bürger und Unternehmen in der Region: Die den wirtschaftlichen Schaden aus ihrer eignen Tasche bezahlen müssen.

 

 

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