Dunkle Absprachen: Wie der Staatsfunk heimlich Schleichwerbung macht

Screenshot vimeo.com

Durch Unterdrücken von Fakten macht der Staatsfunk heimlich Schleichwerbung, um eine sogenannte „Super-Mediathek“ zu bewerben. Dabei wäre diese Staatsfunk-Mediathek in hohen Maße illegal. Aber davon soll der Bürger in den manipulativen Beitrag nichts erfahren.

>>Staatsfunk „Deutschlandfunk“ <<

„Es gibt kaum deutsche Alternativen zu sozialen Netzwerken und anderen Angeboten von Facebook und Google. Der BR-Intendant hat nun die Idee einer gemeinsamen Plattform mit Inhalten von Öffentlich-Rechtlichen und Verlagen eingebracht – eine Art „Super-Mediathek“. „Folgen Sie uns doch auf Facebook oder Twitter“ – auch Sendungen auf öffentlich-rechtlichen Kanälen werben so um ihre Fans. Sie wollen mit ihrem Publikum in Kontakt bleiben und ihnen neue Inhalte schmackhaft machen – dafür sind soziale Netzwerke schließlich da. Allein: Redaktionen diskutieren zunehmend, ob das so klug ist, US-Plattformen eigene Inhalte zuzuschieben und so die Attraktivität der Portale zu erhöhen, die um die Inhalte herum Werbung platzieren und damit Milliarden machen. Die Emanzipation von Googles Videoplattform Youtube, vor allem aber auch von Facebook – für den gegenwärtigen ARD-Vorsitzenden, den BR-Intendanten Ulrich Wilhelm, könnte sie das Projekt seiner Amtszeit sein: eine Art Super-Mediathek, auf der öffentlich-rechtliche, aber auch viele andere Inhalte Platz finden. Die Daten blieben unter eigener Kontrolle und nicht zuletzt auch: die Spielregeln.“

 

>>Rechtsanwalt Johannes Richard<<

„In Zeiten des Internets gibt es einschlägige Internetseiten und Foren, in denen sich Abmahnopfer austauschen. Gerne verwendet wird hierbei der landläufige Begriff „Massenabmahnung“. Schnell sind Forenteilnehmer dabei, diesen Begriff zu verwenden, wenn bekannt wird, dass eine Mehrzahl von Abmahnungen ausgesprochen worden ist. Bei einer Markenrechtlichen Abmahnung sieht die Rechtslage etwas anders aus. Beachten Sie hierzu bitte unseren Beitrag zur missbräuchlichen Abmahnung im Markenrecht . Der rechtliche Ansatzpunkt für die Behandlung von rechtsmissbräuchlichen Abmahnungen oder einer Massenabmahnung ist § 8 Abs. 4 UWG. Es heißt dort: „Die Geltendmachung der in Absatz 1 bezeichneten Ansprüche ist unzulässig, wenn sie unter Berücksichtigung der gesamten Umstände missbräuchlich ist, insbesondere, wenn sie vorwiegend dazu dient, gegen den zuwiderhandelnden einen Anspruch auf Ersatz von Aufwendungen oder Kosten der Rechtsverfolgung entstehen zu lassen“. Folgende Anhaltspunkte können für eine rechtsmissbräuchliche Abmahnung sprechen: … “

 

>>Golem.de<<

„Die Bundesregierung und die EU-Kommission streiten über die Auswirkungen des sogenannten Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG) auf die Meinungsfreiheit im Internet. Während EU-Kommissarin Vera Jouravá sich im Nachrichtenmagazin Der Spiegel gegen Löschquoten von 100 Prozent ausspricht, zeigte sich die Bundesregierung dem Handelsblatt zufolge „verwundert über den mangelnden Informationsgrad der Kommission über Inhalte des NetzDG“. Die EU-Kommission hatte am vergangenen Freitag eine Studie vorgelegt, wonach die sozialen Netzwerke Facebook, Twitter und Youtube zuletzt rund 70 Prozent aller beanstandeten Inhalte auf Grundlage ihrer freiwilligen Selbstverpflichtung aus dem Netz entfernt haben.“

Das Staatsfernsehen verschweigt: Das es zahlreiche Gründe gibt, weshalb es kein großes einheimisches soziales Netzwerk oder Suchmaschine gibt. Aber diese Fakten – wie vieles andere auch – stören nur und müssen ausgeblendet werden. Diese Wettbewerbsnachteile im IT-Sektor sind nach der Logik des Staatsfunks Gottgegeben und demnach unveränderbar. Weiter wird verschwiegen: Die Öffentlich-Rechtlichen Sender verfügen schon lange über eigne Mediatheken und erst später kamen die eignen – bisher wenig erfolgreichen – Kanälen in den sozialen Medien hinzu. Demnach wäre die sogenannte „Super-Mediathek“ bereits der dritte – kostspielige – Versuch im Internet Fuß zu fassen. Das Problem: Der Staatsfunk bewegt sich überwiegend in einer Echokammer und verliert zunehmend an Zuschauern und Reichweite. Der sogenannte Beitrag im Deutschlandfunk müsste eigentlich als Schleichwerbung für die sogenannte „Super-Mediathek“ gekennzeichnet werden: Denn naheliegende Gründe – weshalb es keine großen Suchmaschinen und Sozialen Medien hierzulande gibt – fallen offensichtlich der internen Zensur zum Opfer. Außerdem würde diese Fakten die manipulierte Darstellung den eignen propagandistischen Zielen zuwider laufen. Übrigens: Nach geltenden Recht wäre diese Staatsfunk-Mediathek illegal.

 

Andere interessante Beiträge

Loading...
Scroll Up