Geschlossene Reihen: Eingebetteter Journalismus

Screenshot crimeonline.com

Das Staatsfernsehen ist stets bemüht, nicht als solches zu bezeichnet zu werden: Dabei laufen gegenwärtig rund 50 – keine Filme – sondern Krimiserien allein im Zweiten Deutschen Fernsehen und die Dokumentationsserie Polizei im Einsatz rundet Dauerberieselung noch weiter ab. Als geneigter Zuschauer könnte man sich bei der schieren Masse getrost die Frage stellen: Ob die Fernsehstudios in Polizeirevieren untergebracht sind? Selbst bei Formaten wie beispielsweise Dokumentationen, wo Fiktion eigentlich keine Rolle spielen sollte, sind grundlegende Standards wie beispielsweise journalistischer Abstand oder kritisches Hinterfragen nahezu unauffindbar. Der mitschwingende staatstragende Tenor ist überall der gleich: Die gute Staatsmacht gegen vermeintlich bösen Bürger.

>>Staatsfernsehen “Das Erste” <<

“Morgens auf der A1 bei Osnabrück. Eine Kontrolleinheit des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG) lotst einen LKW auf den Parkplatz. Was der Fahrer nicht ahnt: Diesmal geht es nicht wie sonst um die Einhaltung von Ruhezeiten oder die Maut. Kontrolleur Michael Dransmann hat etwas ganz anderes vor: Er ist auf der Suche nach illegalen Manipulationen von Abgaseinrichtungen. … Viele PKW-Besitzer schalten auch noch den Dieselpartikelfilter ab. Dabei sind diese Filter hocheffizient: Gut 99 Prozent der gesundheitsgefährdenden Partikel werden durch sie eliminiert. Werden sie abgeschaltet, hat das katstrophale Folgen, wie Prof. Ralph Pütz beschreibt: “Man muss das auf die Millionen PKW hochrechnen, die manipuliert sind. Da kommen schon einige Tonnen zusammen. Und dann ist es auch sicherlich nicht verwunderlich, dass hier auch ein zusätzlicher Faktor ins Spiel kommt, der die Luftreinhaltung in den Städten gefährdet.”

Diese sogenannten “Dieselpartikelfilter” oder manchmal auch nur “Rußfilter” genannt sind mehr Zerstäuber als Filter und eigentlich machen Fahrer – auch wenn das Staatsfernsehen sich darüber ausschweigt – die ihre Abgaseinrichtungen verändern: Sogar etwas gutes für ihre nächsten Mitmenschen.

>>Autohaus Lutzenberger Traunstein<<

“Diesel-Fahrzeuge sind die Hauptverursacher von Feinstaub. Falsch. Nach einer Studie des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Mecklenburg-Vorpommem speist sich der weitaus größte Anteil der Feinstäube aus natürlichen Quellen. Danach erzeugen Vulkanismus, Seesalzemissionen, Bodenerosion und biogene Quellen (Schuppen, Pollen, Sporen, Algen) den fünffachen Anteil an Feinstaub, den der Mensch durch Industrie, Haushalt und Verkehr verursacht. … Zum Dieselpartikelfilter gibt es keine Alternative. Falsch. Im BMW 120d sowie einigen MAN-Lastwagen arbeitet ein sogenannter PM-Katalysator. Dieser hält die besonders gefährlichen Feinstpartikel unter zehn Mikrometer (“PM1O- Partikel”) zu mehr als 90 Prozent zurück, reduziert aber die Gesamtpartikelmasse nur um 30 Prozent. Herkömmliche Dieselpartikelfilter, wie sie Umweltschützer massiv fordern, reduzieren die Gesamtpartikelmasse zwar um mehr als 80 Prozent, lassen aber die Feinstpartikel unter 10 Mikrometer verstärkt durch. … Opel-Ingenieure haben nachgewiesen, daß marktübliche Keramik-Dieselpartikelfilter bei der Regeneration große Mengen polyzyklischer aromatischer Wasserstoffe (PAHS) freisetzen, darunter die hochgiftigen Benzopyrene. Wenn die PAHs verbrennen, können zudem Dioxine und Furane entstehen. … Die Deutsche Umwelthilfe (DUH), Initiator der Kampagne “Kein Diesel ohne Filter”, vertritt ausschließlich die Öko-Interessen. Falsch. Die Umweltorganisation hat eingeräumt, 100 000 Euro für Lobbyarbeit kassiert zu haben – von Rußpartikel-filterherstellern. Aus AutoBild Nr. 15 vom 15. April 04 S. 88 Verfasser Moet/rr”

Selbstverständlich würde es für das Staatsfernsehen keine Hürde darstellen, einfach mal bei einen Autohaus sich eine anderslautende Meinung einzuholen und die gesamte Sachlage mal etwas kritisch vorallem mit Abstand zu Reflektieren.

 

 

 

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