Kriegsschiffe: Der Vergleich zwischen Alt und Neu

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Die Vergleich von modernen und alten Kriegsschiffe müssen von Natur aus immer unvollständig bleiben. Denn jedes Waffenssystem hat Vor- als auch Nachteile und es kommt immer auf die spezifische Situation des Einsatzes und technisch-wirtschaftliche Möglichkeiten des Gegners an.

>>Spiegel<<

“Der Zerstörer “Cole” der Arleigh-Burke-Klasse hatte nach Marine-Angaben in Aden angelegt, um Treibstoff zu bunkern. US-Verteidigungsminister William Cohen berichtete, nach Aussagen von Augenzeugen habe sich die Explosion ereignet, als sich ein kleines Boot dem Schiff näherte. Das Boot sei an der Vertäuung der “Cole” beteiligt gewesen. In Kreisen des US-Verteidigungsministeriums hieß es, zwei Männer an Bord des Bootes hätten eine militärische Haltung angenommen, bevor es zur Explosion gekommen sei. Die Detonation riss ein sechs mal zwölf Meter großes Loch in den Rumpf der “Cole”.”

Screenshot cruiselawnews.com

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>>Wikipedia<<

“Die Geschütztürme und der Kommandoturm im Brückenaufbau haben 500 mm Panzerung, die so genannte Barbette, also der Teil des Turmes unter Deck, auf dem der Turm aufliegt, besteht bis zum Panzerdeck aus 295 bis 339 mm starken Stahlplatten. Die Schotten sind rund 287 mm stark. Die Schiffe verfügen über 2 Panzerdecks, von denen jedoch nur das obere über die gesamte Länge läuft, das untere fehlt über den Kesselräumen.”

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Man kann wohl davon ausgehen, wenn der Anschlag statt auf einem Zerstörer der >>Arleigh-Burke-Klasse<< , sondern bei einem Schlachtschiff der >>Iowa-Klasse<< stattgefunden hätte, dürfte der zu erwartende Schaden weitaus geringer sein. Bei einer derart starken Panzerung eines Schlachtschiffes und ohne die Verwendung einer Hohlladung – dürfte die Zerstörung sich wohl auf einem ausgewachsenen Lackschäden beschränken. Vergleiche von modernen Zerstörern und Schlachtschiffen aus dem 1940er Jahren scheinen auf dem ersten Blick durchaus vermessen, machen aber offensichtliche Unzulänglichkeiten der aktuellen Technik sichtbar.

>>Focus<<

“Ein Jagdflugzeug des Typs Su-27 sei der Flügelspitze eines amerikanischen Aufklärungsflugzeuges bis auf 15 Meter nahegekommen, berichtete der US-Sender CNN am Sonntag unter Berufung auf einen Sprecher des US-Zentralkommandos. Dabei habe die Maschine «wilde und aggressive Manöver» geflogen.”

 

>>Unbekannter Kommentar – Focus<<

“Jetzt wurde das hochmoderne Schiff, das mit viel Elektronik ausgestattet ist, zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren Opfer elektronischer Störmaßnahmen russischer Flugzeuge.Die russische Tageszeitung Nesawissimaja Gaseta bestätigte inzwischen, daß russischerseits an dem Zwischenfall ein Su-24-Bomber sowie ein Hubschrauber vom Typ Ka-27 beteiligt gewesen sein sollen. Sowohl die NATO als auch das Weiße Haus zeigten sich empört.Die Donald Cook, die mit dem hochmodernen AEGIS-System ausgestattet und mit Marschflugkörpern bestückt ist, wurde vor ziemlich genau zwei Jahren im Schwarzen Meer schon einmal Opfer der russischen Abwehrelektronik. Das Schiff suchte damals Zuflucht in einem rumänischen Hafen. 27 US-Seeleute sollen damals um ihre Entlassung gebeten haben.”

Die >>USS Donald Cook (DDG-75)<< gehört ebenfalls, wie die >>USS Cole (DDG-67)<< zu der Arleigh-Burke-Klasse: Von dieser Zerstörer-Klasse sind 62 Einheiten aktiv, sieben in Bau, sieben in Planung und bilden das Rückgrat der amerikanischen Marine. Ein häufig vernachlässigtes Thema ist – nicht nur bei dieser Klasse – die elektronische Kriegsführung. Zwar wird bei militärischen Gerät Grundsätzlich auf entsprechende Unempfindlichkeit geachtet, aber dies beinhaltet eben keine vollkommene Immunität. Zudem nimmt die Größe der elektronischen Schaltkreise beständig ab, womit gleichzeitig die Empfindlichkeit zunimmt und analoge Systeme verschwinden zusehends. Hingegen bei Schiffen der >>Iowa-Klasse<< sind viele Waffensysteme, sowie die Antriebsanlage vollständig analog und damit gegen elektronische Kriegsführung vollständig geschützt. Natürlich sind moderne Lenkwaffensysteme an Reichweite und Treffsicherheit vielfach einem 406 Millimeter Kaliber Geschütz überlegen – Vorausgesetzt: Dass die Waffensysteme im Ernstfall auch funktionieren.

>>Welt<<

“Erst vor wenigen Wochen wurde das modernste Kriegsschiff der US-Marine in Dienst gestellt. Doch nun hat der Hightech-Zerstörer im Panamakanal erneut eine Panne erlitten.  Wegen eines Maschinenschadens habe der Raketenzerstörer seine Fahrt durch den Kanal nicht fortsetzen können, berichten die US-Marine und amerikanische Medien. Das Kriegsschiff habe bereits am Montag zu einem ehemaligen US-Marinestützpunkt am pazifischen Zugang der Wasserstraße geschleppt werden und dort Halt machen müssen. … Die jetzige Panne ist nicht die erste des Schiffs, das erst im Mai seinen Konstruktionshafen verlassen hatte. Bereits im September musste es laut „USNI News“ repariert werden, nachdem die Crew ein Meerwasserleck im Antriebssystem entdeckt hatte.  Das hochmoderne Kriegsschiff ist so gebaut, dass es getarnt ist und auf den Radarschirmen nicht größer als ein Fischerboot erscheint.”

Das letzte Argument ist nur teilweise richtig, denn die Tarnung funktioniert nur auf einem schmalen Frequenzband: Sobald ein andere Wellenbereich des Radars verwendet wird, sind diese Schiffe genauso sichtbar, wie konventionelle Zerstörer – ohne Tarnung. Es läuft letztendlich auf dem klassischen Wettlauf zwischen Schild und Schwert hinaus. Bisher war es in der Geschichte noch immer so: Das ein taktischer Vorteil – egal in welcher Richtung – immer nur zeitlich limitiert war.

Screenshot stern.de

Screenshot welt.de

>>Stern<<

“Für ein Schiff, das fast fünf Milliarden Dollar gekostet hat, ist die neueste Panne ziemlich ernüchternd. Und nur eine weiterer Punkt in einer unerfreulichen Reihe von Ereignissen. Kostensteigerungen und Verzögerungen führten dazu, dass das Zumwalt-Programm extrem zusammengestrichen wurde. Von ursprünglich 32 geplanten Schiffen werden nur drei gebaut.”

 

>>Focus<<

“So würde ein einziger Schuss mit einer der 155-mm-Kanonen dem US-Militär satte 800.000 US-Dollar (etwa 720.000 Euro) kosten.”

 

>>Wikipedia<<

“1967 entschied die US-Regierung, für den Vietnamkrieg eines der Schlachtschiffe (USS New Jersey, Anmerkung der Redaktion) zu reaktivieren, um zusätzliche Landangriffskapazitäten neben den Luftangriffen der Flugzeugträger zu erhalten. Die New Jersey wurde ausgewählt, da sie in besserem Zustand war als ihre Schwesterschiffe. … Während dieses Einsatzes wurden von Bord 5688 16-Zoll-Geschosse auf Ziele in Vietnam abgefeuert, weitere 312 zu Trainingszwecken.”

Das Schlachtsschiff >>USS New Jersey (BB-62)<< wurde aus Kostengründen zu Zeiten des Vietnamkriegs in Dienst gestellt, weil ein Schuss – schon damals – wesentlich kostengünstiger war – als beispielsweise vergleichbare Luftangriffe.

Fazit

Alte Schlachtschiffe haben verglichen mit modernen Zerstörern enorme Unterhaltskosten und darüber hinaus noch viele weitere Unzulänglichkeiten – die nicht alle aufgeführt werden können. Dennoch ist eine blinde Technikgläubigkeit ein fataler Weg. In dem fiktiven Science-Fiction Film Battleship  wird die Feuerkraft eines Schlachtschiffs sehr anschaulich und wirklichkeitsgetreu dargestellt, auch wenn der Gegner rein fiktiv ist.

 

 

 

 

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