Batteriebusse: „Zu teuer, zu unsicher, zu aufwendig heißt es aus der Branche“

Screenshot genius-community.com

Das Bundesumweltministerium (BMUB) wird künftig die Anschaffung von Elektrobussen fördern.“ Diese Absicht der Bundesregierung kostet den Steuerzahler eine Milliarde Euro. Dabei gab es in der Vergangenheit bereits ähnliche Förderungen, für vergleichbare Technologien, die weitestgehend in Vergessenheit geraten sind. Auch dort wurden seiner Zeit Milliarden Summen investiert, ohne das am Ende zu nennenswerte Ergebnisse gekommen ist. Ohne einen technischen Durchbruch, droht den Batteriebussen das selbe Schicksal.

>>Focus<<

„Die Bundesregierung will die Kommunen dazu bringen, ihre Elektrobus-Flotten auszubauen und noch mehr solcher Tests zu starten. Dafür hat die Kanzlerin Anfang der Woche die Aufstockung des Mobilitätsfonds von bisher 500 Millionen auf eine Milliarde Euro zugesagt. … E-Busse bieten heute je nach Größe und zu transportierender Personenzahl eine garantierte Reichweite von mindestens 250 Kilometern bis zu 400 Kilometern im Realbetrieb.“

 

>>Welt<<

„Sobald die Temperaturen so weit gefallen sind, dass man den Innenraum heizen muss, werden die E-Busse zu Mogelpackungen. Denn die wenigen Hersteller, die bereits elektrische Busse im Angebot haben, erreichen zwar eine Reichweite von etwa 200 Kilometern mit einer Batterieladung – allerdings nur unter perfekten Bedingungen, wenn keine Energie für die Heizung benötigt wird. Damit es die Fahrgäste trotzdem angenehm warm haben, sind die meisten Elektrobusse mit zusätzlichen Dieselmotoren als Heizung ausgestattet. … Diese Heizungen verursachen natürlich weiterhin Abgase – und sind nicht den strengen Vorschriften unterworfen, wie sie für Antriebsmotoren gelten. Sileo hat die Heizung im früheren Motorraum unter der letzten Sitzreihe untergebracht, andere Anbieter wie der chinesische Hersteller BYD transportieren den zusätzlichen Dieselmotor auf dem Dach.“

 

>>Spiegel<<

„Die Zahl von E-Bussen ist bisher ohnehin verschwindend gering. Die Probleme: Zu teuer, zu unsicher, zu aufwendig, heißt es aus der Branche. … Gut ein Dutzend der etwa 250 Busse, die die Stuttgarter Straßenbahnen AG einsetzt, sind Hybridbusse. Diese werden von einem Elektro-, aber auch von einem Dieselmotor angetrieben. Reine E-Busse gibt es in Stuttgart nicht. Dafür aber in mehr als 15 anderen deutschen Städten, darunter Hannover, Hamburg, Berlin oder Dresden. Die stärkste Elektrobuslinie stellt aktuell Köln: Hier sind acht reine E-Busse auf den Straßen. … Beim VDV verweist man aber auch auf die Nachteile der E-Busse: Genau wie beim Elektroauto ist auch die Reichweite von E-Bussen geringer als bei Bussen mit Verbrennungsmotor. Elektrobusse sind laut Schmitz in der Anschaffung (rund 750.000 Euro für einen rein elektrisch angetriebenen Gelenkbus) mehr als doppelt so teuer wie entsprechende Dieselfahrzeuge mit neuesten Euro-VI-Motor (etwa 350.000 Euro). Hinzu kommen höhere Kosten für die Instandhaltung, weil die Werkstätten auf Strom-Busse ausgerichtet werden müssen. Die Busse sind noch nicht verlässlich genug: Laut Schmitz kann etwa einer von fünf E-Bussen in den Testprojekten wegen technischer Probleme seine Fahrt nicht antreten oder zu Ende bringen. Durch die neue sensible Elektronik gibt es beispielsweise Ausfälle bei den Türen oder beim Kompressor. „Auf Dauer bringt das nichts, weil die Fahrgäste unzufrieden sind und man mehr Busse vorhalten muss“, sagt ein VDV-Pressesprecher. Zum Vergleich: Bei den Diesel-Bussen klappen etwa 9,5 von 10 Fahrten. Dazu gibt es noch ein Problem, sagt Tobias Kothy, Referent beim Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer, der die Interessen privater Busunternehmen vertritt. Der Energieverbrauch für die Klimatisierung im Bus sei ganz erheblich.“

 

>>Spiegel<<

„Nicht einmal ein Dutzend der vielen tausend Tankstellen in Deutschland bietet Wasserstoff an. Spötter behaupten, die Brennstoffzelle sei 1980 acht bis zehn Jahre von der Serienreife entfernt gewesen – und sei es 30 Jahre später immer noch.“

Mit den Elektromobilität verhält es sich ganz ähnlich, wie mit den Wasserstoffantrieb: Es gibt technische Hürden, die schwierig zu überwinden sind. Batterien sind teuer, können verhältnismäßig wenig Energie speichern und spätestens nach ein paar Jahren zeigt sich ein Memory-Effekt. Das bedeutet: Die Batterie verliert mit der Zeit beträchtlich an Kapazität, eletrischen Strom zu speichern. Jeder Handy-Besitzer kennt die Probleme mit den Akku. Ungeachtet dessen: Die Technologie von Oberleitungs- und Erdgasbusse müssten nicht aufwendig und kostenintensiv erforscht werden.

 

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