Warum in der Krise jeder sich selbst der Nächste ist

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Der Mangel an Toilettenpapier führt zu Verstopfungen in der Kanalisationen. – Dazu die Stadtwerke Weißwasser: „Der Rechen kann so blockiert werden. Dann haben wir höchstens vier Stunden Zeit, um die Störung zu beheben.“ – Mit der eindringlichen Warnung: Nur Toilettenpapier zu nehmen.

Mangel an Toilettenpapier

Woher die Bevölkerung das dafür notwendige Toilettenpapier – in einer Krise – jedoch nehmen soll: Dazu schweigt sich der Amtsträger dann doch lieber aus. Kurzum: Eine staatliche Verwaltung scheitert an ihren eignen Ansprüchen. Das ist in einer Krise überall zu beobachten. An allen Ecken und Enden ist zu sehen, dass die Versorgung zusammenbricht. Zum Teil denken die Verantwortlichen nicht weiter wie sie stehen können.

Was sollen „Systemrelevante Berufe“ sein?

Die Wirtschaft wird faktisch in „Systemrelevante Berufe“ und sogenannte „Unwichtige Berufeeingeteilt. Schon kurzes Nachdenken darüber zeigt: Wie unsinnig diese Klassifizierungen eigentlich seien. Ein Lebensmittelbetrieb gilt zwar als – Systemrelevante Bereich – doch dieser benötigt zur Produktion nicht nur Strom, Wasser und andere Rohstoffe, sondern – wer hätte es gedacht – darüber hinaus auch Maschinen: Und auch die können kaputt gehen und müssen regelmäßig gewartet werden. Die dafür notwendigen Monteure kommen mittels Fahrzeugen angefahren und brauchen logischerweise Ersatzteile und Werkzeug. So bildet sich ein riesiger Rattenschwanz der beinahe kein Ende finden will.

Kohleausstiegs: Mit Vollgas in eine noch viel größere Krise

Im Zuge des Kohleausstiegs findet sich die Bundesregierung auf einer noch viel größeren Irrfahrt wieder: Ohne Strom funktioniert in einer moderner Welt so gut wie gar nichts mehr. Sollten also tatsächlich alle Kohlekraftwerke vom Netz gehen und das Ausland stellt auch nur teilweise – aus welchen Gründen auch immer – die Versorgung ein: Dann dürfte die Viruskrise nur ein unbedeutendes Vorspiel auf die richtig große Katastrophe sein. Dazu hat die Lausitzer Allgemeine Zeitung verschiedene verantwortliche Behörden angeschrieben und die Frage gestellt: Wie sie sich das alles eigentlich vorstellen? – Keine Antwort. Zu unbequeme Fragen sind offensichtlich halt nicht gern gesehen.

Jeder ist sich selbst der Nächste

Also frei nach dem Motto: Jeder ist sich selbst der Nächste. Die öffentlichen Verwaltungen gehen da schon mal mit guten Beispiel selbst voran. Als die Mundschutzmasken ausgingen, wurde die Bevölkerung kurzerhand dazu aufgerufen, sie solle doch – unentgeltlich – für die Behörden zahlreiche Mundschutzmasken anfertigen. – Sprich: Mit Nadel und Faden in Handarbeit nähen. Das ist keine Satire.

Warum die Staatsbediensteten nicht mehr an ihrem Arbeitgeber glauben

Der Erfolg der Aktion muss sich wohl in engen Grenzen gehalten haben, da die dazugehörige obligatorische Jubelmeldung offensichtlich ausgeblieben ist. Vorallem muss man sich hier vor Augen führen: Wie viele Menschen eigentlich im Staatssektor und deren nähren Umfeld beschäftigt sind. Alleine bei der – offiziellen Staatsquote – von etwa 44 Prozent hätte problemlos eine ganze LKW-Ladung von Mundschutzmasken zusammen kommen müssen. Offensichtlich glauben die Staatsbediensteten auch nicht mehr so richtig an ihrem eignen Arbeitgeber.

 

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