„Eine Währung bezeichnet immer das Geld eines Staates“ versus private Kryptowährungen (1)

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Ist Bitcoin eine Währung?“ – Auf die Frage hat ein Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank eine bemerkenswerte Antwort gegeben: „Nein. Bitcoin und Co. sind hochspekulative Krypto-Assets, also eine Art digitale Anlageklasse. Eine Währung bezeichnet immer das Geld eines Staates oder wie im Euroraum: eines Zusammenschlusses von Staaten. Eine Währung ist grundsätzlich durch den Gesetzgeber anerkannt. Die Geldfunktionen erfüllt der Bitcoin nicht einmal ansatzweise.

„Eine Währung bezeichnet immer das Geld eines Staates“

Mit dieser Einschätzung dürfte er sich – innerhalb – der Deutschen Bundesbank in bester Gesellschaft befinden: Denn anderswo sind noch drastischer Äußerungen zu lesen. Dennoch bleibt die Frage im Raum offen stehen: Können private Kryptowährungen eine Geldfunktion erfüllen? – Die Antwort darauf kann am Besten das reale Leben liefern. Schon heute lassen sich Dienstleistungen und Güter per Kryptowährung bezahlen. Sogar Geld abheben am Geldautomaten ist möglich.

Kryptowährungen – Geld abheben am Geldautomaten

>>Capital<<

„In einem Café im kanadischen Vancouver konnten Krypto-Jünger ihre Bitcoins erstmals nicht nur im Internet kaufen und verkaufen, sondern auch in der physischen Welt. … Der Aufwind für Bitcoin-Geldautomaten hängt allerdings nicht direkt mit dem Wert oder der Beliebtheit der Kryptowährung zusammen.“

„Aufwind für Bitcoin-Geldautomaten“

Mittlerweile haben viele Anbieter einem hohen Grad an Professionalität erreicht. Sogar die großen IT-Konzerne haben mittlerweile die Zeichen der Zeit erkannt und binden Kryptowährungen in ihre Bezahlsysteme ein.

„Paypal-Kunden können mit Bitcoin zahlen“

>>n-tv<<

„Paypal-Kunden können mit Bitcoin zahlen – Die technischen Voraussetzungen seien geschaffen, teilte der US-Konzern mit. Kunden müssten dafür ein entsprechendes Guthaben bei dem Bezahldienst haben.“

Paypal & Kryptowährungen: „Die technischen Voraussetzungen seien geschaffen“

Große und kleine Kreditkartenanbieter wollen hierbei nicht zurückfallen: Das Bezahlen per Kreditkarte auf Basis einer Kryptowährung ist durchaus möglich. Dabei kommen sogar neue technische Möglichkeiten zum Einsatz.

„Die meisten Bitcoin Kreditkarten arbeiten hierbei mit Mastercard oder Visa zusammen“

>>Kryptoszene.de<<

„Wie auch bei normalen Kreditkarten unterscheiden sich die Angebote und die Konditionen. Weiter unten erhält man einen Überblick über die besten Angebote. Die meisten Bitcoin Kreditkarten arbeiten hierbei mit Mastercard oder Visa zusammen. Es gibt jedoch auch Angebote, bei welchen nicht auf diese Karten zurückgegriffen wird, sondern die Kreditkarte an sich zu einem Wallet gemacht wird.“

„Die Kreditkarte an sich zu einem Wallet gemacht wird“ 

Was hatte noch ein Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank einst kühn behauptet: „Eine Währung bezeichnet immer das Geld eines StaatesEine Währung ist grundsätzlich durch den Gesetzgeber anerkannt.“ – Dummerweise wollen sich weder Privatpersonen, noch Unternehmen an diese seltsame Logik halten. Zudem schließen sich auch Staates dieser Logik an: In der Schweizrespektive Kanton Zug – ist das Bezahlen von Steuern mit privaten Kryptowährungen durchaus möglich und damit sind die digitalen Währungen logischerweise durch den Gesetzgeber anerkannt.

Schweiz – Kanton Zug: „Kryptowährungen für Steuerzahlungen“

>>Staatskanzlei des Kantons Zug<<

„Kryptowährungen für Steuerzahlungen … können im Kanton Zug Steuerschulden mit Kryptowährungen beglichen werden. Akzeptiert werden die Währungen Bitcoin und Ether. Möglich wird dies dank einer Zusammenarbeit mit Bitcoin Suisse, einer Pionierin im Schweizer Crypto Valley.“

„Können im Kanton Zug Steuerschulden mit Kryptowährungen beglichen werden“

In Zeiten allgemeiner Hysterie über echte und vermeintliche Falschnachrichten wäre hier eine Richtigstellung angebracht: Aber darauf dürfte man vermutlich vergeblich warten. Auch wenn die Aussagen der Deutschen Bundesbank wie ein Anfall geistiger Umnachtung auf Außenstehende wirken mögen: Die Posse dürfte einem ganz anderen Hintergrund haben: Das können Sie im 2. Teil lesen.