Einschüchterung: Warum private Sicherheitsunternehmen immer mehr in Behörden patrouillieren

Screenshot facebook.com

Vier Leibwächter … Schaut er mal aus dem Fenster erblickt er statt der schönen Aussicht Bundespolizisten, die mit Hunden oder ohne ums Gebäude patrouillieren oder er sieht Uniformierte, die an den Eingängen den Besuch kontrollieren. … Überwachungskameras sind rund um das Haus installiert und senden ständig ihre Bilder an eine Leitstelle. … Die Bodyguards vom Bundeskriminalamt sind Frauen und Männer, die das Waffenhandwerk und das Autofahren perfekt beherrschen. Sie sind sportlicher als andere und kennen sich auch in der Ersten Hilfe aus. Es ist stets das selbe Team, das dem Präsidenten den Rücken freihält.“ Es handelt sich hierbei, um keinen Ex-Gangsterboss der auf irgendeiner Todesliste steht, sondern nur um die „gewöhnlichen“ Sicherheitsmaßnahmen für den Bundespräsidenten. Ein demokratisch gewähltes Staatsoberhaupt, dass sich in seinen – Palast vor dem Volk einmauern – lässt.

Kameras, Wachleute und Hunde – Vorbild Bundespräsident: Lässt sich in seinen Palast einmauern

Aber streng genommen sind es gar keine Mauern und so richtig demokratisch gewählt wurde der Bundespräsident auch nicht. Vielmehr handelt es sich bei den meisten Präsidenten um die – zweite politische Garnitur – mit denen kein Wahlkreis mehr gewonnen werden kann und auf diese Weise eine „Zweitverwertung“ bekommen. Die Wahl des Bundespräsidenten selbst: Erinnert mehr an eine okkulte Krönungsmesse. Jedoch das Vertreter des Staates sich immer mehr – vor ihren Bürgern schützen – das ist überall zu beobachten. Nicht nur die selbsternannte – Politprominenz fordert nach immer mehr Schutz – sondern zunehmend allmögliche Behörden, engagieren private Sicherheitsdienste. Während von Staatlicherseits zu jeder Privatperson gesagt wird, dass sei Aufgabe der Polizei und alles andere seien ihre eignen privaten Probleme. Betrachten Vertreter des Staates ihre eignen Schutz: Mit ganz anderen Augen. Ob Finanzamt oder Jobcenter überall laufen private Sicherheitsleute Streife. Nicht selten Ex-Militärs mit einer einschlägigen militärischen Laufbahn und inklusive Kampferfahrung. Alleine deren Gegenwart unterstreicht subtil – oder auch weniger subtil – die Position der behördlichen Seite.

Private Sicherheitsunternehmen in Behörden: Ex-Militärs mit einschlägiger Berufserfahrung

>>Staatsfunk „Deutschlandfunk“ <<

„Arbeitslose haben sich während der Zeit, für die sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erheben, bei der Agentur für Arbeit persönlich zu melden“, steht im Sozialgesetzbuch.“

Belehrende Ton des staatlichen Rundfunks: Eine persönliche Anwesenheit sei Pflicht

So der belehrende Ton des staatlichen Rundfunks. Eine – persönliche Anwesenheit – sei Pflicht. Aber warum denn eigentlich? Echte – Arbeitsplätze sind Mangelware – und selbst dazu ist kein persönliches Gespräch erforderlich. Fragwürdige Beratung: Häufig handelt es sich dabei um Behördenmitarbeiter, die selbst noch nie in der freien Wirtschaft tätig waren. Nach Maßstäben des gesunden Menschenverstandes, würde man diese Leute wohl kaum als qualifizierte Ansprechpartner bezeichnen.

Beratung in Behörden: Wenn ein Blinder Farben gesehen haben will

Das immer mehr private Sicherheitskräfte dort augenscheinlich Streife laufen müssen, zeigt vielmehr: Wie weit entfernt das Behördenhandeln von seinen Bürgern mittlerweile ist.

>>Deutscher Bundestag (PDF-Datei) <<

„Der Bundesregierung ist bekannt, dass Mitglieder von Rocker- und rockerähnlichen Gruppierungen, Gruppierungen der Russisch-Eurasischen Organisierten Kriminalität und Clangruppierungen (schwerpunktmäßig Angehörige türkisch-, libanesisch- bzw. arabischstämmiger Großfamilien) im Geschäftsfeld der Sicherheitsunternehmen bzw. Security-Dienste und in der Türsteherszene aktiv sind. Die festgestellten Gruppierungen Organisierter Kriminalität mit Bezügen zu Sicherheitsunternehmen bzw. zur Türsteherszene sind überwiegend in den Deliktsbereichen Gewalt- und Rauschgiftkriminalität aktiv.“

Einschüchterung: Verbindungen zwischen der Organisierten Kriminalität und Sicherheitsunternehmen

Die Antwort der Bundesregierung ist aus zweierlei Gründen interessant. Einerseits, wird offen zugegeben das zwischen der Organisierten Kriminalität und diversen Sicherheitsunternehmen Verbindungen existieren. Anderseits, es recht wenige Beschränkungen dafür gibt: Das diese Leute in Behördenfluren patrouillieren dürfen. Zwar sind „sensible“ Einrichtungen wie Flughäfen, Kraftwerke, etc. gesondert geregelt, aber bei allen anderen Bereichen schaut man dann doch lieber weg. Selbstredend, gibt es genügend Sicherheitsunternehmen mit einen einschlägigen Ruf, die dann für die „Sicherheit“ in den Amtsstuben zuständig sind und zugleich beim „Bittsteller“ Bürger für eine einschüchternde Atmosphäre sorgen: Von amtlicher Seite wird natürlich jeglicher Zusammenhang geleugnet.

 

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