Wasserrübe: „In der Lausitz zum festen Anbau-Programm“

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Die Lausitzer Wasserrübe war in den Kriegsjahren und lange danach als „Arme-Leute-Essen“ verschrien. Später diente sie häufig als Tierfutter. Als Nahrungsmittel genoss die Pflanze deswegen keinen allzu guten Ruf: Allerdings zu Unrecht. Denn die Wasserrübe verfügt über viele Vitamine und Mineralstoffe. Besonders in Kriesenzeiten war sie für viele Menschen: Der Lebensretter schlechthin.

Die Wasserrübe als Lebensretter in der Krise

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„Jene Generationen, die den Krieg nicht erlebten, stehen diesem Gemüse wieder offen und neugierig gegenüber und auch Spitzenköche haben die Rübe als köstliches Gemüse wiederentdeckt. Das Fruchtfleisch der Herbstrüben, deren herber Geschmack am ehesten zwischen Rettich und Kren liegt, ist saftig und fein. Außerdem ist die Herbstrübe der ideale Vitaminspender für den Winter. Neben einem hohen Gehalt an Vitamin C enthält sie Vitamin A, Folsäure, Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen und Jod.“

„Auch Spitzenköche haben die Rübe als köstliches Gemüse wiederentdeckt“

Wasserrüben beinhalten viele Vitamine und Mineralstoffe und gelten deshalb allgemein als Gesund. Mittlerweile findet deswegen auch eine Wiederentdeckung – der zu Unrecht – verschrienen Pflanze statt. Ihre schlechter Ruf rührt allerdings aus einen ganz anderen Grund her: Wasserrüben sind im Anbau – im Vergleich zu anderen Kulturpflanzen – recht Anspruchslos. Selbst auf schlechten Böden gedeihen sie recht gut und eignen sich Bestens um die landwirtschaftliche Fruchtfolge einzuhalten.

„Nach dem Krieg wurde daraus oft eine Suppe gemacht“

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„Die sonnenbeschienenen Teile der Rübe werden violett. Je nach Anbauart ist die Rübe nach der Ernte komplett weiß, oder sie hat eine weiß-violette Färbung. Kugelige Sorten bestehen fast nur aus dem Hypokotyl der Pflanze im Gegensatz zu langgestreckten, wo noch ein Teil der Sprossachse zur Rübe wird. Dadurch sind die kugeligen Sorten geschmackvoller; die langgestreckten sind dagegen geschmacklich herber. Nach dem Krieg wurde daraus oft eine Suppe gemacht.“

Wasserrübe als Nahrungsmittel

Allerdings ist die Wasserrübe als Nahrungsmittel universell einsetzbar und sie eignet sich deshalb für zahlreiche Speisen. Besonders in der Kleinteiligen Landwirtschaft ist die Rübe – nach wie vor – ein fester Bestandteil: Wenn auch nur als Tierfutter.

Wasserrübe als Tierfutter

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„Aus verschiedenen Gründen geraten landwirtschaftliche Kulturpflanzen im Laufe der Zeit zuweilen in Vergessenheit. So wie hierzulande die weißen Rüben. Bis vor 40 Jahren gehörten sie auf den Sandböden in der Lausitz zum festen Anbau-Programm, hatten damals vor allem bei den kleinen landwirtschaftlichen Betrieben einen Stammplatz in der Fruchtfolge.“

Wasserrübe: „Stammplatz in der Fruchtfolge“

Doch weil die Wasserrübe quasi überall wächst, war sie selbst im Krisenzeiten leicht verfügbar: Wo ihr letztlich schlechter Ruf auch herrührt. Nach der Krise wollten viele leidgeplagte Menschen von der Wasserrübe nichts mehr wissen: Denn die Rübe als Nahrungsmittel weckte zu viele schlechte Erinnerungen, wofür die Pflanze selbst ja nichts konnte. Nicht selten fristete sie deshalb das Dasein als schnödes Tierfutter. Denn Wasserrüben sind trotz des hohen Wassergehaltes – bei optimaler Lagerung – viele Monate haltbar: Was in der Landwirtschaft ein wichtiger Grund ist.

 

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