Geheime Absprachen: Warum die Rundfunkgebühren ständig steigen

Screenshot youtube.com

Von der Öffentlichkeit hermetisch abgeschirmt, wird in regelmäßigen Abständen die Erhöhung der Rundfunkgebühren beschlossen. Zur Anwendung kommt dabei ein undurchsichtiges „Indexmodel“ . Weit entfernt von der amtlichen Inflation, berechnen die, auf diese Weise ihre eigene Preissteigerung.

>>Gehalts Reporter<<

„Den wesentlichen Teil seiner Jahreseinnahmen generiert Kleber über das heute-journal. Das ZDF veröffentlicht die Einnahmen von Nachrichtensprechern & Co. nicht offiziell, medial präsentiert waren jedoch kolportierte Zahlen von 320.000 – 600.000 Euro im Jahr. Wie die Plattform derwesten vermeldete, verdient Kleber deutlich mehr als ZDF-Intendant Thomas Bellut (dieser bekommt rund 320.000 Euro jährlich). Durch eine Recherche der Süddeutschen Zeitung, die von offiziellen Berichten aufgegriffen wurden, soll sich eine Gehaltshöhe von rund 600.000 € bestätigt haben. Das aktuelle Gehalt von Claus Kleber dürfte mittlerweile noch angehoben worden sein, die 600.000 Euro brutto sind weiterhin ein guter Richtwert.“

 

>>Web.de<<

„Als Freier verdient er wesentlich mehr: So ist der Journalist mit 480.000 Euro Jahreseinkommen der bestbezahlte Nachrichtenmoderator Deutschlands. 2010 spricht Claus Kleber die Stimme des Nachrichtensprechers im Animationsfilm „Ich – Einfach Unverbesserlich“.

Über die Gehälter von Funktionären des Öffentlichen Rundfunks gibt im weitesten Sinne nur Spekulation. Von amtlicher Seite werden solche Zahlen gehütet, wie ein Staatsgeheimnis. Deshalb ist es kaum verwunderlich, weshalb die Rufe nach Beitragserhöhungen immer lauter werden.

 

>>Merkur.de<<

„Schließlich strebe die Europäische Zentralbank (EZB) stets eine Inflation von etwa zwei Prozent an, um die Konjunktur und die Preise stabil zu halten. Die Idee dahinter: Waren und Dienstleistungen sollen sich so gemäßigt bzw. allmählich verteuern. Dabei kommt es aber nicht nur auf die Teuerungsrate an und ob sich die Verbraucherpreise verändern – sondern auch, wie sich der Verbraucherpreisindex am Ende zusammensetzt. Um herauszufinden, ob die Gesamterträge aus dem Rundfunkbeitrag stärker angestiegen sind als die Verbraucherpreise, wurde das prozentuale Gesamtwachstum ersterer mit der Inflationsrate verglichen. Dabei kam heraus: Die erzielten Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag – acht Milliarden Euro – sind viel höher als die Verbraucherpreise. Zum Vergleich: Diese sind seit 1995 nur um 35,78 Prozent angestiegen. Die Gesamterträge aus dem Rundfunkbeitrag dagegen um 70,21 Prozent. Das bedeutet konkret: Der Rundfunkbeitrag soll fast doppelt so stark wie die Inflationsrate zugelegt haben.“

 

>>Heinz Fischer-Heidlberger<<

„Die KEF ist offen für Veränderungen des Verfahrens und hat nichts gegen ein Indexmodell. Wir verwenden selbst bereits Indizes zur Berechnung von Steigerungsraten.“

Einst war Heinz Fischer-Heidlberger Präsident des Bayerischen Obersten Rechnungshofes, nun beaufsichtigt er als KEF-Vorsitzender den Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten. Nicht mal die fiktiven Schildbürger hätten sich so etwas ausdenken können. Die Diskrepanz zwischen der offiziellen Inflation und der Steigerung der Rundfunkgebühren rührt: Genau aus der Tätigkeit dieser Kommission. Als selbsternanntes „Ministerium der Wahrheit“ ermitteln sie – unabhängig von der Inflation – ihre eigene Preissteigerung. Allerdings so ganz Unrecht haben sie mit ihrer Kritik nicht: Die offizielle Inflationsrate wird nach einen fiktiven Warenkorb berechnet, welcher sich eher an den oberen Einkommensgruppen orientiert. Vereinfacht ausgedrückt, wer sich nicht jede Woche einen neuen Computer kauft, muss mit einer viel höheren Preissteigerung leben. Diese Kritik an der Inflation existiert aber schon länger, jedoch normalerweise wird diese von amtlichen Stellen zur Seite gewischt. Andernfalls müssten Renten, Löhne und Sozialleistungen ebenso steigen, was offensichtlich politisch – im Gegensatz zur Steigung der Rundfunkgebühren – unerwünscht ist.

 

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