„Sorben und Wenden in der Lausitz fordern konkrete Maßnahmen zum Erhalt ihrer Sprache und Kultur“

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In Anerkennung des Willens der Sorben/Wenden, die seit Jahrhunderten insbesondere in der Lausitz beheimatet sind und ihre Sprachen und Kultur trotz vielfältiger Assimilierungsversuche durch die Geschichte hindurch bis in die heutige Zeit erhalten haben, ihre nationale Identität auch in Zukunft zu bewahren und zu stärken …“ So heißt es in der Präambel, des Gesetzes über die Ausgestaltung der Rechte der Sorben/Wenden im Land Brandenburg. Nur leider sind die Anstrengungen dazu, in der Realität doch recht überschaubar. Im benachbarten Sachsen sieht es kaum besser aus.

>>taz<<

„„Ja rady serbski recu!“ „Ich spreche gern sorbisch“, kommt es den Viertklässlern locker von den Lippen. In den Unterrichtsräumen der sorbischen Grundschule im sächsischen Crostwitz dominieren sorbische Aushänge, das Alphabet für die Schulanfänger ist um die slawischen Buchstaben mit ihren Punkten, Strichen und Häkchen erweitert. Schüler sprechen nicht nur während des Unterrichts in dieser Sprache miteinander, sondern auch zu Hause. Hier im obersorbischen Kernsiedlungsgebiet nördlich von Bautzen spürt man noch nichts davon, dass Sprache und Kultur der sorbischen Minderheit immer mehr zurückgedrängt werden. Insgesamt sprechen etwa 40.000 Menschen im sächsischen Teil der Lausitz diese westslawische Sprache. Weitere 20.000 Niedersorben leben in Brandenburg, im Raum Cottbus. Sie alle sind Nachfahren der slawischen „Ureinwohner“ Sachsens, die jedoch schon Ende des ersten Jahrtausends in die Abhängigkeit des Ostfrankenreiches gerieten und nach und nach verdrängt wurden.“

Den Erhalt der sorbischen Sprache und Kultur wird recht wenig getan. Zwar gibt es diverse Wettbewerbe und andere Initiativen, aber in der Fläche fehlt es überall. Es fängt bei den Wegweisern an, geht über die Digitalisierung und hört bei der Bildung auf.

>>Welt<<

„Der Rat für sorbische Angelegenheiten hat die Wichtigkeit der Digitalisierung des Sorbischen angesichts der wachsenden Bedeutung von sozialen Medien betont. Sorbisch drohe unattraktiv zu werden, wenn es nicht gelinge, die Sprache zu digitalisieren, sagte David Statnik von der sorbischen Vertretung im sächsischen Landtag am Montag. Als praktisches Beispiel nannte er das Netzwerk Facebook, das seinen Nutzern Sorbisch nicht als Menüsprache anbiete.“

 

>>Berliner Zeitung<<

„Die Sorben und Wenden in der Lausitz fordern konkrete Maßnahmen zum Erhalt ihrer Sprache und Kultur. … Sie verlangen unter anderem ein Sofortprogramm zur Ausbildung von Quereinsteigern als Sorbischlehrer, einen bildungspolitischen Fonds, die Gründung einer Sorben-Wenden- Universität in Bautzen und Cottbus sowie Autonomie bei Kultur und Bildung. Zudem wollen sie eine eigene Schule für Erwachsenenbildung in der Oberlausitz.“

 

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