Warum fast alle durch die Deflation ärmer werden

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Viele Grundnahrungsmittel sind im Preis regelrecht explodiert: Besonders die Bedürften haben immer größere Schwierigkeiten an erschwingliche Lebensmittel zu kommen. Das kann zu sinkender Kaufkraft und letztlich zu einer Deflation führen. Zu dem Problem der steigenden Lebensmittelpreise hat ein Gericht eine erstaunliche „Hypothese“ aufgestellt.

Warum eine sinkende Kaufkraft zu Deflation führen kann

>>Sozialgericht Konstanz<<

„Ein unabweisbarer Mehrbedarf besteht auch nicht, … „

„Ein unabweisbarer Mehrbedarf besteht auch nicht, … “

Stattdessen verweist das Gericht darauf, einfach auf andere billigere Lebensmittel auszuweichen: Welche das konkret sein sollen? – Dazu schweigen sich die Richter dann doch lieber aus. Angeblich sollen weitere Quellen zu dieser erstaunlichen Behauptung „nicht erforderlich“ sein. Scheinbar eine Neuauflage des vermeintlichen Ausspruchs von Marie Antoinette: „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.

„Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen“

Viele Richter verdienen sechsstellige Jahresgehälter und beschweren sich gleichzeitig weinerlich darüber: Das sie angeblich ein „Stempelkissen“ nicht erstattet bekommen. Die viel zitiertespätrömische Dekadenz“ ist in beinahe allen Amtsstuben allgegenwärtig. Zu ihrem ohnehin schon üppigen Gehälter kommen für Richter und sonstige „Amtsträger“ viele weitere Zulagen hinzu: Amtszulage, Auslandszuschlag, Erschwerniszulage, Jubiläumszulage, Kinderzuschlag, Leistungsprämie, Leistungszulage, Sonderzahlungen, Stellenzulagen, Vergütung für Mehrarbeit, Vermögenswirksame Leistungen und so weiter und so weiter. Die so akkumulierten Schatteneinkommen können leicht das eigentliche Einkommen übersteigen. Auch müssen sie keine Renten- oder Arbeitslosenbeiträge zahlen.

Das privilegierte Beamtenmut

Daher ist es kaum verwunderlich, dass im unmittelbarer Nähe zum Sozialgericht Dresden ein gut ausgestatteter Bioladen eine Filiale unterhält. Seine Kundschaft dürften wohl weniger die bedürftigen Sozialhilfeempfänger sein, sondern wohl eher die dort tätigen Beamten. Aus dieser hohen Warte betrachtet: Da ist das Urteil des Sozialgericht Konstanz auch leicht zu erklären. Überspitzt: Wenn französischer Champagner und sibirischer Kaviar nicht mehr eingeführt werden können, muss auch ein Beamter mit seinen geführten Lebensstil ungeheure Kompromisse eingehen.

Unter den stark steigenden Preise leiden die ärmeren Bevölkerungsschichten

Jedoch unter den stark steigenden Preise leiden vor allem die ärmeren Bevölkerungsschichten: Die galoppierenden Preissteigerungen kommen – bestenfalls – mit großer Verzögerung in Form von gestiegenen Gehältern, Renten und Sozialleistungen an. Dem Großteil davon frisst zusätzlich noch die kalte Progression in Form von überproportional steigenden Steuern wieder auf. Folge: Die Realeinkommen sinken.

Warum Realeinkommen sinken

Wenn das Sozialgericht Konstanz dass „ein unabweisbarer Mehrbedarf besteht auch nicht“ urteilt: Solche Urteile wirken sich das auch auf normale Arbeitseinkommen aus. Denn ein großer Teil der Einkommen hängt entweder direkt oder indirekt mit Hartz IV zusammen. Die allermeisten Lohnforderungen verlaufen im Sande, weil das Schreckgespenst mit dem Namen „Hartz IV“ an der Wand hängt. Vereinfacht: Willst du nicht für dem Hungerlohn arbeiten, dann sieh mal zu, wie du zurecht kommst. Kleinunternehmen leiden sogar mehrfach unter Hartz IV: Zu der ohnehin schon sinkenden Kaufkraft gesellen sich immer dreistere Beamte mit immer abstruseren Vorstellungen hinzu. Mit einen amtlichen Federstrich können ganze Existenzen vernichtet werden und mit der Insolvenz winkt schon das Schreckgespenst „Hartz IV“ rüber.

Die sinkende Kaufkraft und Deflation

Die sinkende Kaufkraft – oder wer möchte Deflation – spiegelt sich am gestiegenen Durchschnittsalter von Autos wieder: Schon seit Jahren steigt Alter von Fahrzeugen kontinuierlich an. Auch die verkauften Gebrauchtwaagen werden immer Älter. Eigentlich stellen es klare Indizien für eine Deflation da. Viele sparen sich größere Anschaffungen so weit wie möglich auf und somit sinken Nachfrage und Preise immer weiter ab. Die so entstandene wirtschaftliche Negativspirale dreht sich aber munter weiter. Eine fallende Nachfrage sorgt für sinkende Umsätze und Gewinne, was zu Unternehmenspleiten führt und was die ohnehin schon fallende Kaufkraft noch weiter verstärkt. Das alles stellt aber keine sonderlich neue Entwicklung da, sondern schon Henry Ford brachte es recht gut auf dem Punkt: „Autos kaufen keine Autos

Warum Autos keine Autos kaufen

Da offizielle wirtschaftliche Zahlen stets mit größter Vorsicht zu genießen sind, kann so eine Entwicklung nur an indirekten Zahlen wie am gestiegenen Durchschnittsalter von Autos nachvollzogen werden. In der heutigen hysterischen Zeitalter von vermeintlichen „Falschnachrichten“ sollte der Umgang mit Begriffen wie Deflation und Rezession sehr vorsichtig erfolgen. Völlig unabhängig davon: Wie eindringlich einen die Realität bereits ins Auge springt.

Sozialabgaben und Steuern krubeln die Abwärtsspirale an

Ohnehin kurbelt die Sozial- und Steuerordnung die Abwärtsspirale so richtig an: Jeder Arbeitnehmer – teilweise sogar Selbstständige – ist verpflichtet Beiträge an die Renten, Kranken- und Arbeitslosenversicherung zu zahlen und zwar ohne dass daraus echte Leistungen resultieren. In der Vergangenheit fanden sich hinter solchen Versicherungen auch eine echte Ansprüche wieder und nicht Wenige führten sogar – ganz Freiwillig – ihre Mitgliedsbeiträge ab. Doch die Leistungen wurden zusammengestrichen und die Behörden entwickelten sich zu bürokratischen Ungetümen hin. Ohne gesetzlichen Zwang wären die „Versicherungsanstalten“ am Ende: Denn kaum einer würde dorthin noch freiwillig Leistungen entrichten. Diese entnommen Geldern verschwinden so im Staatssektor und fehlen fortan als Kaufkraft für das wirtschaftliche Leben.

Steuern und Abgaben verschwinden so im Staatssektor

Nicht viel anders verhält es sich mit Steuern. Praktisch jede kleine wirtschaftliche Tätigkeit wird erfasst und besteuert. Davon sind nicht mal Tätigkeiten zum – reinen Gelderwerb – befreit. Sogar notwendige Arbeitskleidung wird häufig vom Finanzamt als steuerpflichtiges „Privatvergnügenbetrachtet. Immerhin der Weg zur Arbeit soll wohl anerkannt sein: Aber auch das nur äußerst eingeschränkt. Weder die Energie- noch Mehrwertsteuer oder der Rückweg sind als steuerliche Belastung anerkannt. Jeder der sein Leben am Existenzminimum fristet geht sowieso komplett leer aus und kann überhaupt nichts absetzen. Für ärmere Menschen gilt: Der Weg zur Arbeit, Arbeitskleidung und alles andere stellen reine steuerpflichtige „Privatvergnügen“ da, obwohl sie dafür Steuern zahlen müssen.

Steuerklärung: Arme Arbeitnehmer gehen leer aus

Das Urteil des Sozialgericht Konstanz fügt sich also wunderbar in die absurde Behördenlogik ein. Freilich fehlen jene durch Steuern und Abgaben entnommen Gelder nun dem Wirtschaftskreislauf und verschärfen noch weiter die prekäre Lage. Um die Deflation zu bekämpfen sind höhere Staatsausgaben – unter der gegenwärtigen Bürokratie – ungeeignet. Denn die höheren Staatsausgaben müssten – wegen der hohen Bürokratiekosten – durch vielfach steigende Inflation und Steuern kompensiert werden, die letztlich nur zu noch größeren Elend führen würde.

 

–W E R Β U Ν G–

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