Die alten und neue Seidenstraße

Screenshot chinaculturetour.com

Die Verbindung zwischen Orient und Okzident besteht schon seit Jahrtausenden. Eine tragende Rolle spielte dabei mit wechselnder Bedeutung die Seidenstraße – aber auch Seeverbindung existieren schon viel länger als allgemein bekannt.

>>Wikipedia<<

“Der römische Geschichtsschreiber Florus beschreibt den Besuch zahlreicher Gesandtschaften, darunter auch Serer (vielleicht Chinesen), beim ersten römischen Kaiser Augustus, der zwischen 27 v. Chr. und 14 n. Chr. regierte:

„Jetzt, da all die Völker des Westens und Südens unterworfen waren und auch die Völker des Nordens, […] sandten die Skythen und die Sarmaten Botschafter, um unsere Freundschaft zu ersuchen; die Serer und auch die Inder, die unmittelbar unter der Sonne leben, betrachteten, obwohl sie Elefanten sowie kostbare Steine und Perlen als Geschenke brachten, ihre lange Reise, für deren Bewältigung sie 4 Jahre verbrachten, als größten Tribut, den sie leisteten, und in der Tat bewies ihre Gesichtsfarbe, dass sie unter einem anderen Himmel wohnen.“ (Florus, Epitomae II, 34)

Wahrscheinlich im 1. Jahrhundert n. Chr. öffnete sich eine Schifffahrtsroute von den römisch kontrollierten Häfen in Ägypten und in Nabatäa an der Nordostküste des Roten Meeres über Häfen an den Küsten von Indien und Sri Lanka bis zum chinesisch-kontrollierten Jiaozhi (im heutigen Vietnam, nahe Hanoi). In der ehemaligen Küstenstadt Óc Eo im Mekong-Delta wurden in den 1940er Jahren hunderte römische Münzen entdeckt. Óc Eo könnte auch identisch sein mit dem bei Claudius Ptolemäus erwähnten Hafen „Kattigara“.”

Screenshot s4.thingpic.com

>>Zeit<<

“Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass das BIP je Beschäftigten im vergangenen Jahr hierzulande 5,7 mal so hoch war wie in China.  … Im Jahr 1999, dem ersten Jahr der Währungsunion, waren die deutschen Löhne noch 36,5 mal so hoch wie in China. Dass sich die Lücke so rasch schließt, hat vor allem mit der unterschiedlichen Investitionsdynamik zu tun. Während die chinesische Investitionsquote, der Anteil der Bruttoinvestitionen am nominalen BIP, zuletzt bei 44,8 Prozent lag, beträgt die deutsche seit Jahr und Tag etwa 19 Prozent. Wo viel investiert wird, nehmen Produktivität und Löhne in der Regel stark zu.  In den vergangenen zehn Jahren ist das chinesische BIP je Beschäftigten, nominal und zu marktmäßigen Wechselkursen, im Jahresdurchschnitt um nicht weniger als 15,9 Prozent gestiegen, das deutsche dagegen lediglich um 1,8 Prozent.  Wenn es so weitergeht – hier kommt die Trendextrapolation ins Spiel –, wenn es also so weitergeht, haben uns die Chinesen in 13 bis 14 Jahren bei den Löhnen eingeholt. Und wenn es dann noch weitergeht, wird aus Deutschland im Vergleich zu China ein Niedriglohnland, das für ausländische Direktinvestitionen und normale deutsche Investitionen wieder attraktiv ist. … Am Ende, etwa im Jahr 2030, wird das chinesische BIP achtzehnmal größer sein als das deutsche und viermal größer als das amerikanische. Da heißt es sich warm anziehen und gute Beziehungen zum Reich der Mitte pflegen.”

Screenshot faz.net

>>Frankfurter Allgemeine Zeitung<<

“Der Aktionsradius ist beachtlich: 64 Staaten hat Peking schon überredet, bei der „Straße und Gürtel“-Initiative mitzumachen. Darunter sind Länder aus Asien, dem Nahen Osten, aus Afrika, dem Osten und Westen Europas. Deutschland. Alle wollen dabei sein, sollte die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt wieder die Nummer eins werden. … Was Präsident Xi plant, seitdem er vor drei Jahren zum ersten Mal über „eine Straße, einen Gürtel“ gesprochen hat, ist ein in der Welt bisher einzigartiges Netzwerk aus Infrastruktur und Investitionen im Wert von fast einer Billion Dollar. Die geplanten Wirtschaftskorridore und Transportlinien reichen vom Schanghaier Tiefwasserhafen Yangshan mit seinem Meer voller Containerschiffe über die „Straße“, womit der Wasserweg durch den Suez-Kanal gemeint ist, bis in den griechischen Hafen Piräus, der seit April der chinesischen Staatsreederei Cosco gehört. ”

 

>>Welt<<

“Kein anderes Projekt hat derzeit in China eine höhere Bedeutung als „One Belt, One Road“, einem Infrastrukturnetz entlang der historischen Seidenstraße von China nach Europa. Nicht ohne Grund war Staatspräsident Xi Jinping persönlich vor einigen Monaten in Duisburg, um die ungewöhnliche Güterbahn im Ruhrgebiet zu bewerben.”

Es handelt sich bei dem neuen Handelswegen um ein recht umfangreiches Infrastrukturprogramm, was die Zukunft für die nächsten Jahrzehnten bestimmen wird.

 

 

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