Geheimdienst: „Spioninnen der etwas anderen Art“

Screenshot youtube.com

Der Bundesnachrichtendienst nutzt verschiedene Methoden zur Gewinnung von Informationen. Eine Besonderheit dabei ist der Einsatz nachrichtendienstlicher Mittel. Dies ist weit mehr als die klassische Agententätigkeit.“ So der Bundesnachrichtendienst auf seiner eignen Webseite. Nur was der BND mit klassischer Agententätigkeit meint, dazu macht er keine Angaben. Denn dazu gehören auch Methoden, die eher in ganz anderen Branchen zu vermuten sind.

>>Stern<<

„Geheimagentinnen. Entweder sind die Gespielinnen oder Feindinnen von James Bond. Man stellt sie sich vor im hoch geschlitzten schwarzen Rock, mit hochhackigen Lederstiefeln und einer engen Bluse, die den Vorbau kaum bändigen kann. … In seinem Buch „Spy Ladies“ nimmt Dietl Geheimagentinnen wie Stella Rimington genauer unter die Lupe. Rimington arbeitete sich im britischen Geheimdienst hoch – bis an die Spitze des MI5. Ihre Erfahrungen in der Welt der Spionage inspirierten sie inzwischen zu einem Roman. Ein weiterer ist in Arbeit. Thriller, versteht sich. Auch wenn der US-Geheimdienst CIA verkündet, die Hälfte seiner Belegschaft seien Frauen, gibt Dietl zu denken, dass diese Angaben auch Mitarbeiter wie Reinigungskräfte beinhalten. Der tatsächliche Frauenanteil bei Geheimdiensten ist schwer einzuschätzen. Dietl schätzt, dass nur etwa 15 bis 20 Prozent der Agenten Frauen sind und auch davon werde nur ein Bruchteil bei gefährlichen Aktionen eingesetzt. Nach Meinung des Autor sind Frauen oft die besseren Agenten. „Frauen wirken deeskalierend, das beruhigt die Gegenseite. Während Männer sofort in die Offensive gehen, wollen Frauen erst mal reden.“ In prekären Situationen kann das schon mal Leben retten. Seit Mitte der 80er Jahre ist das auch in den Geheimdiensten bekannt – seit dieser Zeit werden vermehrt Frauen akquiriert. „Frauen haben einen natürlichen Charme, den Männer nicht haben. Sie können dadurch viel leichter in geschlossene Zirkel eindringen und sich aber nur im absoluten Ausnahmefall mit der Geheimwaffe Sex durchsetzten“ Jedem Geheimdienstmitarbeiter steht es frei, wie er seine Informationen heranschafft. Ob nun mit Geldgeschenken, Pässen oder Asyl – Informanten können auf vielfältige Weise dazu verführt werden, wichtige Nachrichten Preis zu geben. Wenn ein Agent, und das schließt Männer mit ein, um jeden Preis Erfolg haben will und dazu bereit ist, seinen Körper einzusetzen, darf er oder sie das tun. Allerdings wird nicht darüber gesprochen. Sex ist beim BND ein Tabu. Sex, so Dietl, war vor allem in der ehemaligen Sowjetunion ein beliebtes Mittel der Agentinnen. Aber auch die Stasi bediente sich dieser Methode. Eigens für Großveranstaltungen wie Messen wurden Prostituierte angeworben, um Geschäftsleute und andere hohe Tiere zu bespitzeln. Laut Dietl „wurde den Damen mit echter Freizügigkeit gedankt. Sie bekamen Wohnungen oder Autos schneller als das Normalvolk, wurden beschützt und durften großzügig mit Devisen umgehen. Sie waren die Spioninnen der etwas anderen Art.“ James Bond lässt grüßen. Ganz so weit hergeholt sind die verführerischen Gespielinnen von 007 also doch nicht.“

 

>>Mossad: Missionen des israelischen Geheimdienstes von Michael Bar-Zohar & Nissim Mischal (Buch) <<

„Wäre er ein ernsthafterer und vernünftigerer Mann gewesen, hätte er gemerkt, dass er in eine »Honigfalle« getappt war, wie Geheimdienste die sexuelle Verführung durch eine Frau bezeichnen. Es war ein Paradebeispiel: Du triffst auf der Straße ein Mädchen; sie verliebt sich Hals über Kopf in dich; sie ist bereit, alles für dich zu tun: dich nach Rom in die Wohnung ihrer Schwester mitzunehmen, dir ein Flugticket zu kaufen, obwohl sie dich kaum kennt.“

Diese Art von Geheimdienstpraktiken gehören keineswegs zur Vergangenheit.

>>Finanznachrichten.de<<

„Eine Mitarbeiterin des Berliner Landeskriminalamts (LKA) hat laut Focus schwerwiegende Missstände in einem Kommissariat angeprangert, das für die Bekämpfung von Kinderhandel zuständig ist. Das Nachrichtenmagazin beruft sich dabei auf einen Bericht an die Dienststelle für interne Ermittlungen. Die Missstände sind demnach besonders im Zusammenhang mit einem Verfahren gegen den Betreiber eines sogenannten Flat-Rate-Bordells zu Tage getreten. Dort wurden minderjährige Mädchen für Gruppensex-Partys angeboten. So sollen die Beamten beispielsweise die Spur eines Freiers nicht verfolgt haben, der sich bei einer Kontrolle angeblich als Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) ausgab. Sein Fall sei „aus taktischen Gründen“ nicht in die Akten aufgenommen worden. Auch sei die Staatsanwaltschaft über den Vorfall nicht informiert worden. Nach Focus-Recherchen unterblieb auch eine Meldung an den BND. Außerdem sollen Beamte Hinweisen auf einen seit Jahren gesuchten Maulwurf im LKA nicht nachgegangen sein, der möglicherweise noch immer Hinweise zu Razzien an die Rotlicht-Szene liefert.“

Solche Fälle lassen in der Regel darauf schließen, dass es sich hierbei um einen Geheimdienstmitarbeiter handeln könnte und deshalb keine Ermittlungen aufgenommen werden. In manchen Fällen werden solche Bordells auch dazu genutzt, um komprimierendes Material zu sammeln, um die Zielperson später damit erpressen zu können.

 

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