Verwunschen im Wald: Der Biesiger Opferstein

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Verwunschen im Wald befindet sich der Biesiger Opferstein. Um jenen mysteriösen Stein ranken sich viele Sagen und Legenden. Schon auf den ersten Blick sticht seine besondere Form ins Auge.

„Am Fuße des Eichberges“ – Biesiger Opferstein

>>Stadt Reichenbach (Lausitz) <<

„Die reizvolle Gegend um Biesig/Dittmannsdorf wird vom Hochstein und dem Oberwald geprägt. Interessant ist auch der am Fuße des Eichberges gelegene so genannte Opferstein. Dieser Granodioritblock weist in der Oberseite eine durch Auswitterung entstandene etwa 20 Zentimeter tiefe Mulde auf.“

Biesiger Opferstein: „Etwa 20 Zentimeter tiefe Mulde“

Für manche ist die ungefähr 20 Zentimeter tiefe Mulde wohl weniger durch natürliche Auswitterung entstanden, sondern in ihr wohnt vielmehr ein künstlicher Ursprung inne. Ob tatsächlich am Opferstein jemals in der Vergangenheit etwas geopfert wurde: Das bleibt natürlich der Spekulation überlassen. Allerdings befinden sich in unmittelbarer Nähe weitere prähistorische Steinbauten, die sehr wohl auf einen künstliche Erschaffung schließen lassen. Wie auch immer. Auf jeden Fall gibt es Versuche in der Neuzeit die heidnischen Rituale wieder neu zu beleben.

Biesiger Opferstein und weitere prähistorische Steinbauten in der Nähe

>>Sorbe.org<<

„Nach zwei Stunden stand man am Opferstein. Es wurde Feuer angezündet, ein Fleischgericht aufgewärmt und in einer steinernen Schale geopfert.“

Versuche heidnische Rituale wiederzubeleben

Zwar ist bekannt, dass die heidnischen Sorben sehr wohl ihre eignen Rituale vollzogen haben, aber über deren tatsächlichen Ablauf ist wenig bekannt. Einige hiervon haben in veränderter Form als christliche Prozessionen die Zeiten überdauert. Manche wurden noch in der frühen Neuzeit vollzogen und es sind noch einige schriftliche Zeugnisse hierüber vorhanden.

 

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