Wald muss Weichen: Wenn Klimaschützer selbst Hand anlegen

Screenshot vimeo.com

Viele Grundstückseigentümer wissen, wie schwer es mitunter sein kann, einen morschen Baum – der eine Gefahr für Leib und Leben darstellt – zu fällen. Solche Ereignisse stellen einen willkommener Anlass da, um die ganze Ämterbürokratie so richtig in Wallung zu bringen. Bürger werden nicht selten in solchen Fällen, wie rechtlose Bittsteller behandelt und mit zum Teil unsinnigen bürokratischen Prozedere belastet. Ungeachtet dessen: Ganz anders verhalten sich die Dinge beim politisch-verehrten Ökostrom. Da kann kurzerhand auch ein ganzer – eigentlich streng-geschützter Wald –  gerodet werden.

>>Solarenergie-Förderverein Deutschland<<

„Das folgende Bildmaterial von der weltgrößten PV-Freiflächenanlage in Hemau soll jedem Solar- und Naturfreund helfen, sich in der Diskussion um den Sinn von Freiflächenanlagen ein eigenes Bild zu machen. Erläuterungen, Bildmaterial und Bildunterschriften von Dr. Martin Creuzburg Weiter unten finden Sie eine Stellungnahme des Solarenergie-Fördervereins Die PV-Anlage wurde in einem ehemaligen Munitionsdepot in Hemau bei Regensburg errichtet. Das Depot hat eine Gesamtfläche von 18,4 ha (1 ha = 10 000 qm). In dem umzäunten Gelände waren 5 ha Mischwald und einige Feuchtbiotope entstanden. Die Natur hatte sich einen großen Teil des Geländes „zurückgeholt“. Der Mischwald wurde gerodet, lediglich die Feuchtbiotope blieben erhalten. Um das Gelände herum wurden zusätzlich ca. 10 ha Nutzwald für eine 90 m breite Abstandsfläche gerodet. Auch diese Abstandsfläche muss dauerhaft von Wald freigehalten werden.“

 

>>Spektrum.de<<

„Und da der Wind nicht nur im norddeutschen Flachland, sondern auch in den süddeutschen Mittelgebirgen relativ stetig und meist ausreichend stark weht, rücken diese Regionen nun in den Fokus. In vielen Bundesländern öffneten die Politiker dabei sogar geschlossene Waldgebiete für den Ausbau: In Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder Thüringen dürfen Windkraftanlagen inzwischen mitten in Wäldern errichtet werden, sofern die nötigen Voraussetzungen erfüllt sind. Naturschutzgebiete sind davon zwar vorerst ausgenommen, doch selbst abseits dieser relativ kleinen Flächen macht das Ansinnen mittlerweile mehr kaputt, als es Nutzen durch sauberen Strom bringt.“

Für Errichtungen von Photovoltaik- und Windkraftanlagen muss so mancher alter Baum – oder wahlweise ein kleiner Wald – weichen. Neben den Platz für die Anlagen selbst, erfolgt auch die Anlegung von Zufahrtswegen und Medien – wie beispielsweise Starkstromleitungen. Die abgeholzte Abstandsfläche bei der PV-Freiflächenanlage hat den Hintergrund: Bäume werfen Schatten und dieser mindert den Sonnenstrom-Ertrag. Eigentlich müssten hierfür Ausgleichsflächen, für den zu Ökostrom verheizten Wald entstehen: Jedoch die „heilige Kuh“ Klimaschutz, hat für offenkundig alles eine Sondererlaubnis.

>>Spektrum.de<<

„Wie beispielsweise der bayerische Landesbund für Vogelschutz aktuell mitteilt, nimmt die Verfolgung von Greifvögeln im Zusammenhang mit Windkraftanlagen zu. „In 39 erfassten Fällen aus den Jahren 2010 bis 2015 besteht dringender Verdacht auf die illegale Zerstörung von Großvogelhorsten in der Nähe von bestehenden und geplanten Windkraftanlagen. Auch bei drei registrierten Tötungsdelikten liegt ein entsprechender Zusammenhang nahe“, so der Verband in einer Stellungnahme. Denn leben bedrohte Arten wie der Schwarzstorch oder verschiedene Greifvogelarten im Umfeld eines geplanten Projekts, so müssen die Erzeuger entsprechende Abstände einhalten, oder ihre Pläne werden nicht genehmigt. Offensichtlich wird in diesen Fällen versucht, auf eigene Faust und illegal für Abhilfe zu sorgen.“

Hierzulande existiert kaum ein Ort: Wo keine bedrohte Fledermaus, Greifvogel oder Storch fliegt. Auch in Feuchtgebieten oder Wiesen leben geschützte Amphibien und andere Kleinstlebewesen. Normalerweise ist es fast unmöglich, in diesen Gebieten irgendetwas zu errichten. Jedoch beim Ökostrom, gelten scheinbar andere Regeln: Wollen diese unter Naturschutz stehenden Arten nicht freiwillig der Energiewende Platz machen, muss eben nachgeholfen werden. Selbst wenn die „eigentlich“ unter Artenschutz stehenden Flugtiere die Errichtung der Windkraftanlage überleben sollten: Haben sie später gute Chancen, ins Räderwerk der Klima-Windkraft-Ideologie zu geraten. Pro Windkraftanlage und Jahr sterben im Schnitt 20,7 Vögel. Ein offensichtlich unhinterfragtes religiöses Opfer, für den Klimaschutz? Speziell Arten wie der Rotmilan: Da es ohnehin nicht mehr viele von diesen Tieren gibt, hat die Windkraft gute Chancen, der ganzen Art hierzulande den verbliebenen Rest zu geben.

>>Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung<<

„Die Potsdamer Klimawissenschaft bezieht ein neues, energetisch hoch innovatives Forschungsgebäude. … „Das neue ‚Haus im Wald’ bietet Raum, unsere exzellente Forschung fortzusetzen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Klimawandel zu gewinnen“, sagte PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber.“

Beim vermeintlich neuen „Haus im Wald“ handelt es in Wahrheit um einen riesigen Gebäudekomplex: Errichtet tatsächlich mitten im Wald und zwar exakt auf den Potsdamer Tafelberg. Dazu mussten ja nur 5.000 Quadratmeter Wald, mit den dazugehörigen alten Buchen und Eichen gefällt werden. Die stören ohnehin nur den Fortschritt. Der durchschnittliche Bürger hätte so etwas niemals behördlich genehmigt bekommen. Aber die staatlich-anerkannten Klimaschützer, können ohnehin – wie religiöse Sektenführer – über Wasser laufen. Im Auftrag höher Kräfte unterwegs, halten sie es wohl deshalb auch für unnötig, den gerodeten Wald in ihrer Pressemitteilung zu erwähnen.

 

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Bild: nordvpn.com
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