Wolfsromantiker versus Realität der Natur

Screenshot youtube.com

Seit dem Anfang 2000er Jahre Wölfe sich in der Lausitz breit gemacht haben, wird eine regelrechte Verklärung rund um die Tiere betrieben. Mit irgendeinen Naturschutzgedanken, lässt sich davon kaum etwas erklären. Die Tierart steht zwar rein formal unter Schutz, aber von Aussterben bedroht ist sie keineswegs. Auf der gesamten eurasischen Nordhalbkugel sind die Tiere verbreitet und vermehren sich emsig.

Keine anderen Tierart erhält so viel Geld

Es fließen Zahlungen für Entschädigungen von Wolfsrissen, Subventionen für Zäune und andere Schutzmaßnahmen, hinzu kommen diverse „Forschungsprojekte“ und eine regelrechte Ämterbürokratie tut sich gütlich an „Canis lupus“ . Zu allen Überfluss wird sogar noch ein eigenes Wolfsbüro unterhalten. Nur, wozu das Ganze? Andere Tierarten, wie beispielsweise der Rotmilan sind wirklich akut gefährdet. Die wenigen verbliebenen Tiere, die es hierzulande noch gibt, von denen könnte man jeden einzelnen Vogel einen Namen geben – so wenige sind es. Ein Büro, dass sich ausschließlich um die Angelegenheiten des Rotmilan kümmert? So etwas gibt es nicht. Besonders die Windkraftanlagen machen der Tierart zu schaffen. Denn die Vögel geraten leicht in die Windräder solcher Anlagen und überleben den Zusammenstoß meist nicht. Aber der Rotmilan genießt augenscheinlich nicht den selben Schutzstatus, wie der Wolf. Ganze Landstriche wurden mit Windkraftanlagen zugestellt, häufig gebaut und betrieben von institutionellen Anlegern, die nicht selten in Übersee residieren und auf eingesetztes Kapital eine schöne Rendite erwarten.

Doppelstandard zum Wolf: Das mögliche Aussterben des Rotmilans ist egal

Der Rotmilan, muss sich bei den Interessen der großen Finanzheuschrecken gefälligst hinten anstellen. Alleine das Beispiel Rotmilan zeigt, dass es weniger um nüchternen Naturschutz geht, sondern vielmehr um irgendeinen Kult rund um den Wolf.

>>Focus<<

„Sven Herzog ist Professor für Wildökologie an der Technischen Universität Dresden und warnt ebenfalls vor einem unrealistischen Wolfsbild. „Die Raubtiere sind aber nur scheu, wenn sie gejagt werden, wie etwa in Russland und Estland.“ In Deutschland fehlten ihnen die negativen Erfahrungen, um sich von Menschen fernzuhalten. Sven Herzog spricht deshalb von einem „schleichenden Prozess der Habituation, also Gewöhnung an den Menschen“, und warnt: „Solange Wölfe nicht erwarten müssen, von Menschen ein Übel zu erfahren, werden sie leicht zu erbeutende Haus- oder Nutztiere jagen.“

>>Welt<<

„Fast 200 Tote Jahr für Jahr, und das über viele Jahrzehnte hinweg: im Frieden ein hoher Blutzoll. Russland hatte ihn im 19. Jahrhundert zu leisten. Fast 200 Menschen fielen jährlich dem gefährlichsten Raubtier zum Opfer, das Europa kannte: dem Wolf (Canis lupus). … Vor allem wenn Wölfe aus welchen Gründen auch immer keinen andere Beute fanden, griffen sie Menschen an – und schon gegen ein kleineres Rudel hatten Erwachsene kaum eine Chance, Kinder erst recht nicht. Erst als die Europäer sich die Natur ihres Kontinents untertan machten, die Wildnis zähmten, wie der britische Historiker Richard J. Evans in seinem neuen Buch „Das europäische Jahrhundert. Ein Kontinent im Umbruch 1815–1914“ schreibt, verschwand das Problem Wolf … „

Präzise Waffen mit gezogenen Lauf und gute Schützen haben den Wolf scheu werden lassen

Genau genommen waren es fortschrittliche Waffen. Die Massenproduktion von Waffen mit gezogenen Lauf, setzte erst im 19. Jahrhundert ein. Davor waren Handfeuerwaffen auch nicht viel leistungsfähiger als Armbrüste, was Treffsicherheit und Durchschlagskraft anging. Erst danach konnten Wölfe aus größere Distanz geschossen werden, wodurch die Tiere eine Scheu von Menschen bekamen. Distanzschüsse von mehreren hundert Metern, hatte diese Entwicklung eingeläutet.

Wenn Naturromantik aus dem großen Buch vorlesen

>> Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ <<

„Wölfe verhalten sich von Natur aus vorsichtig dem Menschen gegenüber, weshalb sie selbst in unserer Kulturlandschaft ohne Jagddruck eine Begegnung mit den Menschen meiden.“

Surreale Metaphern von Naturromantik in Reinstform. Die ganze Webseite beinhaltet genug Text, um daraus auch ein Buch drucken zu lassen. Es handelt sich hierbei allerdings um keine fehlgeleiteten Wolfsromantiker, sondern um eine offizielle Behörde.

Offizielle Behörde als Wolfsromantiker

Diese gibt sich zwar nach außen hin transparent und aufgeschlossen, ist aber in Wirklichkeit komplett Lernresistent: Fakten und Belege, die ihre gewagten Thesen ins Wanken bringen könnten, werden einfach ignoriert. Vereinfacht ausgedrückt: Die haben amtlich festgelegt, die Erde ist eine Scheibe – Diskussion beendet. An Quellenmaterial, die Wolfsangriffe auf Menschen zweifelsfrei belegen herrscht kein Mangel, wahrscheinlich ließen sich damit ganze Bibliotheken füllen. Neben historischen Aufzeichnungen, existieren auch zeitgenössische Videoaufnahmen von Wolfsangriffen: Darunter ist sogar ein unter menschlicher Obhut aufgewachsenes Zootier, was ein Kleinkind anfällt – als dieses gerade den Zoo besucht. Selbst Wölfe die unter Obhut des Menschen aufgewachsen sind, haben nichts (oder nicht viel) von ihrer Gefährlichkeit verloren. Die Redaktion verzichtet  mit Absicht auf Verlinkung dieser Videos.

 

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