Deckname Rotkäppchen: Wie die Gefährlichkeit des Wolfes verharmlost wird

Screenshot vimeo.com

Das Wölfe Menschen angreifen: Das soll nur ein Mythos aus einen Märchen sein. Viele Jahre wurde die sehr realen Gefahren rund um die Art Canis Lupus runter geredet oder geschrieben. Sogar von einen Rotkäppchensyndrom war die Rede. Mittlerweile wurden ein Mitarbeiter einer Behörde von einen wilden Wolf so schwer verletzt, dass er ärztlich versorgt werden musste.

>>Naturschutzbund Deutschland<<

„Kleine Zicklein, wehrlose Großmütter, hilflose Kinder – das frisst der Wolf am liebsten, schenkt man den alten Märchen Glauben. Doch auch wenn bereits Jahrhunderte vergangen sind, hält sich die Mär vom zähnefletschenden, bösen Wolf hartnäckig. Forscher räumen nun mit den Gerüchten auf. Denn: Canis lupus‘ Leibspeise sind Wildtiere, die sich mit ihm den Lebensraum teilen.“

 

>> Kontaktbüro „Wölfe in Sachsen“ <<

„Wenn Sie im Wolfsgebiet zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, ist eine Begegnung mit Wölfen zwar selten, aber durchaus möglich. Wölfe verhalten sich von Natur aus vorsichtig dem Menschen gegenüber, weshalb sie meistens ausweichen, noch ehe wir sie bemerkt haben. Begegnungen auf unter 100 m finden in der Regel dann statt, wenn die Wölfe den Menschen z.B. wegen entsprechender Windverhältnisse noch nicht bemerkt haben. Wenn sie den Menschen wahrnehmen, fliehen die Wölfe meist nicht panisch, sondern orientieren sich zunächst einen Augenblick lang und ziehen sich dann zurück. Unter allen dokumentierten Wolfssichtungen in Sachsen waren nur einige wenige, in denen sich Wölfe Menschen genähert haben, obwohl sie ihre Anwesenheit schon bemerkt hatten.“

Die amtliche Erklärung geht noch eine ganze Weile so weiter, zusammenfassend: Der Wolf ist scheu, besonders gegenüber den Menschen.

>>Welt<<

“ Er arbeitet nahe eines Friedhofes, als er plötzlich an der Hand etwas spürt. Als sich der 55-Jährige umsieht, entdeckt er einen Wolf, der beißt zu. Es ist nicht das einzige Tier in unmittelbarer Nähe. 17 Wolfsangriffe auf Schafe sorgen seit längerem für hitzige Diskussionen in Norddeutschland, nun hat in Niedersachsen offenbar ein Wolf erstmals einen Menschen attackiert und verletzt. Ein Gemeindearbeiter sei bei der Pflege einer Grünanlage am Friedhof in Steinfeld von einem Wolf in die Hand gebissen worden, teilte die Polizei im Kreis Rotenburg am Mittwoch mit. Drei weitere Wölfe eines Rudels hätten die Aktion nach der Schilderung des 55-Jährigen mit etwas Abstand beobachtet. Der Mann habe sich befreien und die Wölfe vertreiben können. Der verletzte Arbeiter habe seine Hand verarzten lassen.“

Bei der verletzten Person soll es sich um einen Gemeindemitarbeiter handeln. Es gab schon lange vorher, zahlreiche Meldungen mit kritischen Begegnungen mit den Wolf. Allerdings fanden diese entweder in Ausland statt oder diese ließen sich nicht ausreichend belegen. Eine Reiterin die von einen Wolf verfolgt wird? So etwas kann oder besser darf es nicht geben: Ohne Beweise sind solche Angaben grundsätzlich schwierig, selbst wenn diese Behauptungen sehr wohl der Richtigkeit entsprechen.

 

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