Artenschutz: Das Messen mit zweierlei Maß

Screenshot facebook.com

Der Artenschutz von Tieren wird hierzulande sehr unterschiedlich gehandhabt. Arten wie der Rotmilan sind akut von Aussterben bedroht, erhalten aber allgemein wenig Schutz. Ganz anders verhält es sich beim Wolf. Der ist zwar nicht wirklich von Aussterben bedroht: Alleine sein Verbreitungsgebiet über mehre Kontinente spricht für sich. Dennoch erhält gerade diese Tierart, quasi einen „Heilgenstatus“ .

Der Wolf als heilige indische Kuh

>>Deutsche Wildtier Stiftung<<

„Rotmilane sind typische Bewohner der offenen Landschaft, benötigen aber ein Mosaik aus unterschiedlich bewirtschafteten Flächen und bewaldeten Gebieten. Über Äckern und auf Wiesen und Weiden, also Grünland, suchen sie nach Beutetieren. Auch über kleinen Siedlungen und Dörfern und sogar über Autobahnen kann man sie manchmal auf der Suche nach Fressbarem segeln sehen, … „

Der Rotmilan braucht eine intakte Kulturlandschaft

>>Naturschutzbund Deutschland<<

„Es hat sich außerdem gezeigt, dass er sehr viel häufiger als andere (Greif-)vögel an Windkraftanlagen verunglückt, in deren Nähe er offenbar bevorzugt nach Beutetieren sucht.“

Windkraftanlagen sind wichtiger als der Rotmilan

Die Besonderheit des Rotmilans: Er kommt fast ausschließlich in Europa vor, mit besonderen Schwerpunkt in Deutschland. Die Vogelart benötigt keinen unberührten Urwald als Lebensgrundlage, sondern eine intakte Kulturlandschaft.

>>Rotmilan.org<<

„Kollisionen mit Windenergieanlagen sind die häufigste gemeldete Todesursache bei Rotmilanen in Deutschland. Wie kommt das? Der Rotmilan ist zur Jagd auf Nahrungsflächen mit kurzer Vegetation angewiesen. Das bieten in intensiv genutzten Ackerbaugebieten vom Frühjahr bis zur Ernte oft nur die Freiflächen unter den Rotoren. Die Vögel jagen dann genau dort und kollidieren mit den Rotoren, weil sie diese aufgrund ihres zum Boden gerichteten Blickes nicht kommen sehen.“

„Kollisionen mit Windenergieanlagen sind die häufigste gemeldete Todesursache bei Rotmilanen“

Das Beispiel des Rotmilans zeigt vortrefflich: Natur- und Artenschutz ist häufig nur ein vorgeschobenes Argument, andernfalls würde es die viele Windkraftanlagen überhaupt nicht geben. Genau andersherum verhält es sich beim Wolf: Was für die Inder ihre „heiligen Kühe“ sind – sind es hierzulande die Wölfe. Die Seligsprechung erfolgt allerdings nicht von den Priestern, sondern von den Behörden. Anders als beim Rotmilan reicht die Wolfspopulation von Atlantik bis zum Pazifik und noch weit darüber hinaus. Zweifelhaft, ob die Art je von Aussterben bedroht war.

Wolfspopulation reicht von Atlantik bis zum Pazifik

>>Radio Lausitz<<

„Die verantwortlichen Wölfe für das Blutbad im vergangenen Oktober in einer Schaf- und Ziegenherde der Naturschutzstation „Östliche Oberlausitz“ bleiben verschont. Der Abschuss wurde nicht genehmigt. Die Voraussetzungen dafür seien nicht gegeben, sagte uns die Sprecherin des Landratsamtes Bautzen, Sarah Günther. Sie verwies dabei auf eine Einschätzung des Lupus Instituts für Wolfsmonitoring und -forschung. Und wie sieht es in dem Fall der zwei getöteten Ziegen in Uhsmannsdorf bei Niesky aus? Der verantwortliche Wolf darf ebenfalls nicht abgeschossen werden. Auch in diesem Fall wurde die Einschätzung von „Lupus“ zurate gezogen. Das Institut habe ein auffälliges Verhalten des Wolfes nicht bestätigt, sagte uns die Sprecherin der Kreisverwaltung Görlitz, Julia Bjar.“

LUPUS Institut: Die „Priester“ der neuen Wolfsreligion

Wer sich auf der Webseite des „LUPUS Instituts“ umsieht, ist über deren Einschätzung zum Abschuss von Wölfen keineswegs verwundert. Selbst gesicherte Nachweise über Wolfsangriffe auf Menschen, werden schlicht geleugnet. Was immer dieses „Institut“ dort auch betreibt, es hat nicht viel mit Wissenschaft zu tun. Die ganze Einrichtung ist überflüssig und sollte ersatzlos geschlossen werden. Forschungen gehören an bestehende Universitäten und für den Artenschutz ist der örtliche Jagdverband zuständig. Der Fokus sollte sich vielmehr auf die sorgsame Verwendung von Steuergeld richten. Für den Schutz des Rotmilan beispielsweise, stehen offensichtlich viel geringere Mittel zur Verfügung. Und auch für die Errichtung von Windkraftanlagen, liegen die Hürden des Artenschutzes offenkundig viel niedriger.

Jäger und Weidetierhalter: Die echten Artenschützer

Es sind nämlich Weidetierhalter, die massiv unter den Wolf leiden, aber zugleich eine Kulturlandschaft überhaupt erst ermöglichen und zwar genau so, wie der Rotmilan sie als Lebensgrundlage braucht.

 

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