Geldverschwendung beim Staatsfunk: Die Interessen der Zuschauer spielen keine Rolle

Screenshot youtube.com

Manchmal ist es aufschlussreicher darüber zu berichten, worüber der Staatsfunk überhaupt nicht berichtet. Das Internetangebot des Staatsfernsehens, die sogenannte Sportschau informiert über zahlreiche Sportarten, aber beliebte Wettbewerbe finden in der Berichterstattung – von sehr abstrakten Diskussionen mal abgesehen – keine Erwähnung. Oder die Frage, wie schlagen sich eigentlich die zahlreichen und teuer produzierten ARD-Tatorte und ZDF-Seifenopern auf anderen Plattformen?

>>Staatsfunk “Sportschau” <<

“E-Sport hat weltweit einen regelrechten Boom ausgelöst. Mit dem Boom wurde auch die Frage immer lauter, ob es dich bei E-Sport wirklich um einen Sport handelt. Sportwissenschaftler Professor Ingo Froböse nimmt sich dieser Frage an.”

Das Staatsfernsehen berichtet ausschließlich nur über die klassischen Sportarten und das im ähnlichen Stil, wie schon zu Anbeginn der Sportberichterstattung. Die Interessen der Zuschauer spielen hierbei keine Rolle.

>>Golem.de<<

“Jeweils mehr als die Hälfte der deutschen Onlinenutzer von Musik oder Bewegtbildinhalten gibt nichts für die Nutzung dieser Inhalte aus, nur etwa ein Viertel bezahlt für alles. … Danach werden vor allem Musik, Filme sowie TV-Programme und Serien über das Internet konsumiert. Bei Musik spielen Streaming und Herunterladen eine große Rolle, Videos werden meist gestreamt. Musik wird öffentlich hauptsächlich über Filesharing weitergegeben. … Die Gründe für die Nutzung von illegalen Kopien sind Kostenfreiheit, Bequemlichkeit und Schnelligkeit. Wenn legale Dienste billiger, flexibler und besser wären, würde ein Teil von illegaler Nutzung Abstand nehmen. Dazu kommt, dass laut Studie gewisse gewünschte Inhalte überhaupt nicht legal bereitgestellt werden.”

 

>>Max-Planck-Institut für Innovation und Wettbewerb<<

“Erste Ergebnisse aus dieser Untersuchung zeigen auf, dass rund 32 Prozent der deutschen Internetnutzer ab zwölf Jahren mindestens eine der abgefragten kreativen Inhaltsarten online nutzen und diese Nutzung für komplett legal halten. Rund zehn Prozent nutzen diese Inhalte ihrer eigenen Einschätzung nach teilweise auch illegal, während fünf Prozent der Internutzer ihren gesamten Inhaltskonsum für illegal halten. Die restlichen 53 Prozent der Internetnutzer hingegen haben in den drei Monaten vor der Befragung keine der abgefragten Inhalte online konsumiert. … Insbesondere sollten Inhalte, die in anderen Ländern bereits genutzt werden können, auch in Deutschland schnell verfügbar gemacht werden, um vorhandene Zahlungsbereitschaft abzuschöpfen. Die Ergebnisse zeigen zudem auf, dass auch der Gesetzgeber durch die Schaffung eindeutiger, insbesondere verständlicher Regeln bezüglich legalem Nutzungsverhalten im Internet und durch entsprechende Informationen für Verbraucher einen Teil der Urheberrechtsverletzungen verhindern kann.”

 

>>PC Games Hardware<<

“Die Film-Industrie fährt schwere Geschütze gegen illegale Kopien auf, insbesondere wenn es um Ultra-HD Blu-Rays geht. Erst seit kurzem lassen sich diese auch abseits von Standalone-Abspielgeräten auf dem PC wiedergeben. Die Anforderungen sind, aufgrund der DRM-Maßnahmen, äußerst hoch und dennoch scheinen diese nicht die gewünschte Wirkung zu entfalten, denn mittlerweile haben bereits zwei direkte Filmkopien von den UHD-Blu-Rays ihren Weg ins Internet gefunden und werden auf einschlägigen Portalen zum Download angeboten.”

 

>>Tarnkappe.info<<

“Die bei der Befragung am häufigsten genannten Gründe für illegales Nutzerverhalten waren sowohl die Kostenfreiheit, als auch die Einfachheit bzw. Bequemlichkeit sowie die Schnelligkeit. Gemäß der Studie geben Online-Konsumenten von Musik und Bewegtbildinhalten in der Regel mehr als deutsche Durchschnittskonsumenten für ihre Interessensbereiche (inkl. physischer Käufe und Leihen, Fanartikel sowie Konzert- oder Kinobesuche) aus. Konsumenten mit gemischt legalem und illegalem Online-Nutzungsverhalten tätigen sogar die höchsten Gesamtausgaben. Dieses Verhalten deutet folglich auf eine gewisse Zahlungsbereitschaft hin, somit sind die angegebenen Kostensenkungsmotive nicht mit den getätigten Ausgaben in Einklang zu bringen.”

Die irregulären Anbieter haben demzufolge etwas erreicht, wovon von die reguläre Konkurrenz nur träumen kann: Ein attraktives Angebot geschaffen und eine Masse an Nutzern an ihre Portale gebunden. Besonders hierbei zeigt sich, wie weit weg das Staatsfernsehen von der Bevölkerung bereits ist: Unter den beliebtesten Filmen ist weder ein ARD-Tatorte noch eine ZDF-Seifenoper zu finden. Der Staatsfunk produziert an den Interessen der Zuschauer komplett vorbei, aber hiervon wollen die hochbezahlten Rundfunkfunktionäre nichts wissen oder wahlweise, niemals etwas gewusst haben.

 

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