Neozoen: Schakale in der Lausitz

Screenshot williamlanceunderhill.wordpress.com

Schakale in der Lausitz: Eigentlich haben die Tiere hier überhaupt kein historisches Verbreitungsgebiet. Im Prinzip ist es ein Neozoen – jedoch mit den feinen Unterschied, dass die Tiere aus eigener Kraft eingewandert sind. Entsprechend pikiert, geht man von amtlicher Seite mit den unbekannten Phänomen um: Als die erste(n) Schakale die Lausitz erreicht, wurden deren Existenz zunächst geheim gehalten. Erst als man offensichtlich merkte, dass die Geheimhaltung nicht so richtig funktioniert, wurde der Fall publik gemacht.

>>Kieler Nachrichten<<

„Goldschakale sind neben dem Wolf die einzigen Vertreter der Gattung Canis auf dem europäischen Kontinent. Sie sind in Europa ursprünglich auf dem Balkan beheimatet, breiten sich aber seit einigen Jahren langsam in Gebieten aus, die sie zuvor nie besiedelt hatten. So wurden zunächst Gebiete in Oberitalien bei Triest und in Österreich südlich von Wien sowie in Ungarn besiedelt. In den vergangenen Jahren wurden dann auch in der Schweiz und Deutschland einzelne Exemplare nachgewiesen. Im Sommer 2000 konnte ein Nachweis in der brandenburgischen Lausitz erbracht werden, weitere in Bayern (2012), Hessen (2013) und 2016 in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.“

 

>>Waldwissen.net<<

„Der Goldschakal ist im südlichen Asien, Indien, den Kaukasischen Staaten, im Nahen und Mittleren Osten, sowie im nördlichen und westlichen Afrika, der Arabischen Halbinsel bis zum Balkan verbreitet. Seit einigen Jahrzehnten vergrößert er sein Verbreitungsgebiet weiter nach Norden und besiedelt seither Norditalien (1987) und Österreich – Steiermark (1987/88), Niederösterreich (1992), Salzburg (1992), Burgenland (1999).“

 

>>Wid und Hund<<

„Normalerweise wird der Goldschakal acht bis zehn Kilo schwer; einzelne Exemplare erreichen aber auch 15 Kilogramm. Sie leben in der Regel in Paaren und besetzen feste Territorien von etwa drei Quadratkilometern Größe, die gegen Artgenossen verteidigt werden.“

 

>>Deutscher Jagdverband<<

„Ihren Namen haben sie vom goldgelb gefärbten Fell. Sie fressen Insekten, Nagetiere, Vögel und andere Kleintiere. Ihr Lebensraum reicht von den tropischen und subtropischen Regionen Asiens über den Nahen Osten bis Südosteuropa.“

 

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