Der Islam in der Geschichte und Gegenwart

Screenshot andersentritte.blogspot.com

Ein modernes Phänomen unsere Tage scheint zu sein: Das sich bei hohen Vertreter aus Politik und administrativer Verwaltung eine zunehmende Geschichtsvergessenheit ausbreitet. Jedoch –  gilt dies offenbar nicht für ausländische Staatsoberhäupter.

>>Zeit<<

“Ein Mann in osmanischer Tracht, ergänzt durch einen sonderbaren Hut und eine  gigantische Türkei-Flagge, spaziert durch die Reihen und lässt sich bereitwillig fotografieren. Er symbolisiert, was Erdoğan später ausspricht: “Wir sind alle die Enkel von Sultan Süleyman”, wird der Ministerpräsident sagen, “und die Enkel von Kara Mustafa”. Sultan Süleyman der Prächtige war jener Sultan, der die Erste Türkenbelagerung Wiens 1529 zu verantworten hatte. Kara Mustafa war Oberbefehlshaber während der Zweiten Türkenbelagerung 1683. … Acht Jahre zuvor sagte der St. Pöltner Diözesanbischofs Kurt Krenn in einem Interview: “Zwei Türkenbelagerungen waren schon, die dritte haben wir jetzt.” Nur erfolge diese auf einem anderen Weg. Die Quasi-Gleichstellung der ehemaligen Gastarbeiter mit einer plündernden und mordenden Horde osmanischer Soldaten hat dem Bischof damals viel Kritik eingebracht. … Erdoğans Rede erinnert in den anderen Momenten sehr an seinen Auftritt in Köln. Er habe die Grüße von 77 Millionen Bürgern im Gepäck, ruft er in die Menge. Er befürwortet die Integration, verurteilt die Assimilation. Lobt jene Auslandstürken, die ihre Kultur, ihre Sprache hochhalten würden.”

 

>>DER SPIEGEL – GESCHICHTE<<

“Am Ende des Mittelalters waren die Europas, und Wien war ihre Hauptstadt. Sie brachten Könige und Kaiser in endlos erscheinender Folge hervor, alle gut katholisch. Das Haus Österreich, wie sich die Dynastie nannte, zählte zu den ersten Verteidigern des römischen Christentums, auch wenn es manchmal Streit mit dem Papst gab. Zur selben Zeit wie die Habsburger waren weit entfernt im südöstlichen Mittelmeerraum die türkischen Sultane immer stärker geworden. Die Dynastie der Osmanen kontrollierte große Teile der arabischen Welt und übte die Schutzherrschaft über Mekka und Medina aus. 1453 war es ihnen gelungen, nach 54 Tagen Belagerung Konstantinopel, den „Goldenen Apfel“ am Bosporus, zu erobern. Ein Menschenalter später wurde ein zweiter „Goldener Apfel“ zum nächsten großen Ziel der osmanischen Expansion: Wien, die glanzvolle Stadt an der Donau. Türkische Heere drangen auf dem Balkan immer weiter nach Norden vor, nahmen große Teile Ungarns ein und standen im September 1529 vor den Mauern der Habsburger-Metropole. Doch schon bald sah sich Sultan Süleyman („der Prächtige“) gezwungen, die Belagerung abzubrechen. Wien bleibt für die Osmanen ein ferner Traum, bis sie 1683 wieder einen großen Anlauf unternehmen. Im Mai schickt Sultan Mehmed IV. seinen Großwesir Kara Mustafa mit einem Heer von mehr als 100000 Mann in den Kampf. Schon im Juli stehen die Türken vor der Stadt. Sie bearbeiten die mächtigen Mauern mit Kanonen und Sprengminen, im September beginnt die Festung zu wanken. Doch den Wienern naht Hilfe. 60000 Soldaten einer Allianz aus Polen, Österreich, Bayern, Sachsen und weiteren Bündnispartnern fallen den Belagerern in den Rücken, am 12. September kommt es vom 484 Meter hohen Kahlenberg herab zum Großangriff. Den entscheidenden Schlag führt die polnische Kavallerie unter Führung ihres Königs Jan III. Sobieski. Gegen Abend ergreifen die türkischen Truppen in wildem Gerenne die Flucht. Wien war gerettet, das Abendland hielt stand. Für die Osmanen war der Traum vom „Goldenen Apfel“ an der Donau ausgeträumt.”

Wäre zu jener Zeit die islamische Expansion von Erfolg gekrönt gewesen, dann müssten die dagebliebenen Christen eine Herrschaft des Islam – vermutlich auch in unserer Zeit – über sich ergehen lassen. Und zwar so: Wie es noch heute in Ländern der Fall ist – welche in der Vergangenheit von Islam erobert worden sind.

>>FinanzNachrichten.de<<

“Fünf iranische Christen sind nach Informationen des christlichen Hilfswerkes Open Doors derzeit im Iran angeklagt, die nationale Sicherheit gefährdet zu haben. Alle sind ehemalige Muslime, die durch ihren Glaubenswechsel nach iranischem Recht eine Straftat begangen haben. Sie stehen in Gefahr, zu langjährigen Haftstrafen verurteilt zu werden. … In einem erneuten Prozess am 5. März 2015 wurde er der “Gefährdung der nationalen Sicherheit, Teilnahme an illegalen Treffen sowie Prozessbetrug” für schuldig befunden. Er hat Berufung gegen das Urteil eingelegt, das nach Einschätzung von Open Doors als Strafe für seine Hinwendung zum christlichen Glauben zu werten ist. … Pastor Youcef Nadarkhani von der “Kirche des Iran” war bereits im September 2010 wegen Abfall vom Islam und Missionstätigkeit zum Tode verurteilt worden. Aufgrund internationaler Proteste wurde die gegen ihn verhängte Todesstrafe am 8. September 2012 in eine dreijährige Haftstrafe umgewandelt. Im Oktober 2016 wurde Pastor Nadarkhani gemeinsam mit drei seiner Gemeindemitglieder – Mohammadreza Omidi, Yasser Mossayebzadeh und Saheb Fadaei – der “Gefährdung der nationalen Sicherheit” angeklagt. Diese Anklage wendet das iranische Regime zum wiederholten Mal gegen Christen und Kirchenleiter an. Die Verhandlung fand im Dezember 2016 statt, ein Urteil wurde bislang nicht bekanntgegeben. Omidi, Mossayebzadeh und Fadaei wurden darüber hinaus zu 80 Peitschenhieben verurteilt, da sie bei einer Abendmahlsfeier Wein zu sich genommen hatten. Alkoholkonsum ist Christen im Iran gestattet, Muslimen jedoch bei Strafe verboten. Da eine Abkehr vom Islam nach dem Koran strikt verboten ist, gelten christliche Konvertiten im Iran vor dem Gesetz weiterhin als Muslime. Das Ergebnis einer Berufungsanhörung zu dieser Sache vom 9. Februar wurde ebenfalls noch nicht bekanntgegeben.”

Der Islam hat über die muslimische Einwanderung längst heimische Gefilde erreicht. Die allgemeine Ausrichtung dieser Religion ist praktisch die selbe – wie jene in deren Heimatländern.

>>idea<<

“Wie Schreiber in einem Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel“ sagte, zog sich in den von ihm besuchten Moscheepredigten der Aufruf zur Abgrenzung wie ein roter Faden durch die Texte. In einer schiitischen Moschee habe der Imam verkündigt, man könne als gläubiger Muslim nicht gleichzeitig demokratisch sowie liberal und Anhänger des Propheten Mohammed sein. Schreiber: „Das ist ganz klar gegen unsere Werteordnung gerichtet.“ In einer anderen Moschee sei „sehr offen gegen Jesiden, Armenier und Juden gehetzt“ worden. In Potsdam habe ein Imam gepredigt, man dürfe sich nicht mit Christen befreunden, sondern nur mit strenggläubigen Muslimen. Außerdem soll man den Islam verbreiten. … Nach Angaben des Journalisten waren alle Moscheen, die er besucht hat, „brechend voll“. Es seien immer mindestens 1.000 Besucher gewesen: „Und die meisten Besucher sind jung. Es gibt auch sehr viele Schülergruppen.“

Viele islamische Verbände erhalten finanzielle Unterstützung aus islamisch geprägten Ländern und teilweise werden die Imane dort auch ausgebildet. Demzufolge ist das derzeitige Treiben in dem Moscheen keineswegs verwunderlich.

 

 

 

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