Währungs-Politik: Wie ein kleiner Schweizer Kanton den Euro vorführt

Screenshot twitter.com

Die Akzeptanz von Kryptowährungen in der Bevölkerung steigt stetig: Immer mehr Unternehmen akzeptieren es als Zahlungsmittel oder bringen gar eigene Währungen heraus. Einigen Parteifunktionären und EZB-Funktionären ist diese Entwicklung ein Dorn im Auge. Dabei macht ein kleiner Kanton in der Schweiz vor, dass es auch anders geht.

>> Wir schaffen das – alleine! von Andreas Marquart & Philipp Bagus (Buch)<<

„Das Geldmonopol ermöglicht es dem Staat, weit größer und mächtiger zu werden, als es ohne die Macht über das Geld möglich wäre. … Die demokratischste Einnahmequelle, die Regierungen für diese Ausgaben zur Verfügung steht, sind Steuern. Denn diese werden im Parlament diskutiert. Reichen die Steuereinnahmen nicht aus, um die Ausgabenwünsche zu decken, gehen Politiker den Weg des geringsten Widerstandes. Und das ist – statt die Steuern zu erhöhen – die Aufnahme von Schulden. … Kritiker, damals wie heute, werden an dieser Stelle einwenden, dass eine starke Währung einem Land Wettbewerbsnachteile bringt. Dem ist zu entgegnen, dass die Schweiz trotz starker Währung so wohlhabend werden konnte, wie sie heute ist. Gleiches gilt für das Fürstentum Liechtenstein, dessen Landeswährung der Schweizer Franken ist. Das Bruttoinlands­produkt pro Erwerbstätigem liegt in der absoluten Weltspitze.“

Der Kanton Zug ist der zweit kleinste Kanton innerhalb der Schweiz: In der Eidgenossenschaft genießen Kantone eine verhältnismäßig große Autonomie, wodurch sie ihre inneren Angelegenheit weitesgehend in Eigenregie regeln können.

>>Kanton Zug<<

„Andreas Hess, Leiter Handelsregister- und Konkursamt Zug, erklärt: «Möglich macht die Bezahlung mit Bitcoin und Ether beim Handelsregisteramt Zug eine Zusammenarbeit mit der Bitcoin Suisse AG.» Die Bitcoin Suisse AG bietet dem Handelsregisteramt Zug eine Lösung, mit der Bitcoin und Ether kosten- und gebührenfrei sowie ohne Umrechnungsrisiko als Zahlungsmittel akzeptiert werden können.“

 

>>Focus Money<<

„Was ist Geld? Geld ist ein allgemein akzeptiertes Tauschmittel. Unklar ist aber, ob dies auch auf digitale Währungen wie etwa den Bitcoin zutrifft. Kryptowährungen sind künstlich entwickelte Währungen, die nur im Internet existieren. Rechtlich und steuerlich sind sie daher digitale Rechnungseinheiten, die aber auch als Zahlungsmittel und als Kapitalanlage dienen können. Damit kommen sie nach Ansicht von Experten auch als Tauschmittel (= Geld) in Frage. Hintergrund: Internet­ Währungen wie der Bitcoin werden nicht von einem Staat oder einer Zentralbank kontrolliert, sondern von Internet­ Nutzern in komplizierten Rechenoperationen dezentral weltweit „geschürft“. In dieser sogenannten Blockchain­Technologie und den Kryptoeinheiten sehen viele Vorteile: Die Währung ist unabhängig von den Einflüssen der Zentralbanken. Schnelle Transaktionen sind möglich. Die Technologie bietet zudem Anonymität (Wertaufbewahrung), Schutz vor Inflation, Währungszusammenbrüchen und vor Bankenpleiten.“

 

>>B4ME BTC Geldautomaten<<

„Bitcoins/Litecoins Geldautomaten sind Geldautomaten, die Ihnen erlauben Euro für Bitcoins und umgekehrt auszutauschen. Sie verlassen die Geldautomaten wissen, wie viele Bitcoins Sie (wieder) zu kaufen und die Geldautomaten erledigt den Rest.“

 

>>Cryptelligence<<

„Täglich steigt die Anzahl der Bitcoin-akzeptierenden Unternehmen. Vom Onlinegiganten bis hin zum kleinen Café akzeptieren jeden Tag neue Unternehmen Bitcoin als Zahlungsmittel. Gerade die günstigen Transaktionskosten und die Geschwindigkeit machen das Zahlungsmittel für Einzelhändler immer interessanter.“

Aber nicht nur die Akzeptanz des Bitcoin, sondern auch die von anderen Kryptowährungen steigt. Besonders klassische Währungen haben hier immer mehr das Nachsehen: Wenn nicht gerade irgendwelche Planungen von ominösen Rettungsaktionen von Banken-  oder Staatspleiten im Euro-Raum laufen, zeichnen sich Staatswährungen immer mehr durch eine stetig steigende Gebühren- , Abgaben- und Steuerquote aus. Im Ergebnis vernichtet diese Währungs-Politik mehr Realwerte, als sie schlussendlich schafft.

 

Loading...
Scroll Up