Das Geheimnis der Kryptowährungen

Screenshot vimeo.com

Hinter den Geheimnis der Kryptowährungen stehen natürlich vielerlei Gründe. Ein wesentlicher Punkt ist aber hiervon: Wieso sind viele digitale Währungen so erfolgreich? In der Regel berichten die gängigen Medien über Kryptowährungen nur, wenn irgendwo etwas illegales passiert ist: Stromdiebstahl durch das Schürfen oder der Handel mit irgendwelchen illegalen Gegenständen oder, oder … . Dass diese Straftaten auch ohne Kryptowährungen stattfinden können, wird dann allenfalls gerne verschwiegen.

Betrugsfall – Klassisches Geld: Die meisten Nutzer von Kryptowährungen sind misstrauisch

Auch klassische Währungen bieten Mithilfe von Briefkastenfirmen und anonymen Konten, hierfür genug Möglichkeiten an. Auch der meiste Online-Betrug, findet wohl eher mit Banktrojanern, Phishing-Mails und diversen anderen kriminellen Verfahren statt: Das alles, dürfte wohl mehr auf klassisches Geld ausgerichtet sein. Die Nutzer von Kryptowährungen, sind da schon viel Kritischer und Misstrauischer. Und genau hier: Beginnt der heimliche Erfolg der digitalen Währungen.

Banktrojanern und Phishing-Mails sind auf klassisches Geld ausgerichtet

>>Staatsfunk „Das Erste“ <<

„Noch schauen Noten- und Zentralbanken dem Treiben rund um so genannte Kryptowährungen wie Bitcoin, Etherium oder IOTA ohne Regulierungen zu. Doch die Forderungen werden immer lauter, regulierend einzugreifen.“

Kryptowährungen und staatlicher Machtverlust: Staatlicher Rundfunk ruft nach Regulierung

Wer genau, denn die vermeintliche Forderung nach Regulierung erheben soll? Die Antwort darauf, bleibt der staatliche Rundfunk schuldig. Die Rechtslage ist sowieso eine ganz andere: „Das Berliner Kammergericht hat ein richtungsweisendes Urteil gefällt: Der Handel mit Kryptowährungen sei in Deutschland nicht erlaubnispflichtig.“ Unter dieser Hinsicht, stellt sich die Frage noch viel dringender: Wer genau nach Regulierung eigentlich ruft? Der eigentliche Grund, warum der Staatsfunk sich überhaupt mit Krypowährungen beschäftigt: Die Beliebtheit des Zahlungsmittels. Es ist mittlerweile so beliebt, dass der Staatsfunk bereits droht: „Werden virtuelle Währungen zur Gefahr für unser Finanzsystem?“ Zwar noch als Frage formuliert, aber immerhin. Was verschwiegen wird: Es müsste erstmal geklärt werden, was mit „Finanzsystem“ und „Geld“ eigentlich gemeint sei. Alleine hier, gehen die Meinungen auseinander.

Rechtslage: Gerichte bescheinigen Kryptowährungen seien kein Geld und andere Staaten bringen eigene Kryptowährungen heraus

Während hierzulande hohe Gerichte bescheinigen, Kryptowährungen seien kein Geld, bringen andere Staaten sogar eigene digitale Währungen heraus. Selbst in der kleinen Schweiz, akzeptieren manche Kantone bereits Kryptowährungen als Zahlungsmittel. Streng genommen, sind Euro, Dollar und wie die meisten großen Währungen alle heißen mögen: Auch nur Kryptowährungen. Diese werden ebenfalls Digital am Computer geschöpft. Der wesentliche technische Unterschied: Die Rechenleistung ist hierbei vielfach geringer. Der politische Unterschied ist hingegen ein ganz anderer: Die Herausgabe von Geld bedeutet Macht und Kontrolle. Oder mit den Worten des Staatsfunks: “ … Gefahr für unser Finanzsystem“ Die Flucht in Kryptowährungen, ist zugleich eine Flucht vor klassischen Währungen und damit vor staatlicher Überwachung und Kontrolle.

Überwachung und Kontrolle: Flucht in Kryptowährungen ist zugleich eine Flucht vor klassischen Währungen

>>Spiegel<<

„Für WikiLeaks wird die Arbeit noch schwieriger. Der Bezahldienst Paypal setzt WikiLeaks vor die Tür und hat das Konto gesperrt, über das bisher viele Spenden flossen. „Verletzung der Nutzungsbedingungen“ wegen „Förderung illegaler Aktivitäten“, lautet die Begründung.“

Ohne Krypowährungen wäre WikiLeaks am Ende

Formal wird WikiLeaks, oder genauer gesagt den Gründer Julian Assange, irgendwelche dubiosen Vergealtigungen vorgeworfen. Jedoch diese haben mit den Enthüllungen seiner Plattform eigentlich recht wenig zu tun. Inwieweit die Vorwürfe überhaupt stimmen oder nur irgendwelche Vorwände seien, bleibt an dieser Stelle mal offen. Aber der Vorgang zeigt exemplarisch: Wie das klassische Geldsystem missbraucht wird.

WikiLeaks – Sperren, Pfänden und Bestrafen: Eine Auseinandersetzung mit Kritik an staatlichen Entscheidungsträgern wird vermieden

Eine Auseinandersetzung mit seinen Enthüllungen wird tunlichst vermieden, stattdessen werden Konten gekündigt und Gelder eingefroren. Inwieweit die Spender sich ebenfalls strafbar machen, muss hier zwar unbeantwortet bleiben. Aber gut vorstellbar, dass einige besonders „eifrige“ Staatsanwälte schon mit den Hufen ungeduldig scharren. Fraglich: Ohne Krypowährungen würde es Wikileaks heute überhaupt nicht mehr geben.

Überwachung, Kontosperrungen und Kontoabfrage nehmen immer mehr zu

Unabhängig davon: Kontosperrungen und Kontoabfrage nehmen auch beim normalen Bürger immer mehr zu. Ob vermeintliche Steuergerechtigkeit, Sozialbetrug oder irgendwelche Ordnungswidrigkeiten: Die Gründe, um nach mehr Überwachung zu rufen sind mannigfaltig. Zugleich werden staatliche Entscheidungen immer intransparenter. Ein großer Teil des Staatshaushalt verschwindet in sogenannte „Schattenhaushalte“ . Staatliche Entscheidungen treffen immer mehr externe Beratungsunternehmen. Diverse Stiftungen des Bundes oder sonstige Rechtskonstruktionen, führen ein regelrechtes Eigenleben, in einen selbst geschaffenen Paralleluniversum.

Staat im Staate: Schattenhaushalte, externe Beratungsunternehmen und umstrittene Bundesstiftungen

Das Endstadium dieser Entwicklung, symbolisiert recht anschaulich der Euro selbst. Irgendwelche staatlichen Kommissare, residieren gut geschützt vor den gemeinen Volk, unter völliger Straffreiheit (Immunität) in abgeschotteten Banktürmen. Über das Innenleben dieser Bankzentralen gibt es viele Gerüchte und Spekulationen, gesicherte Fakten sind hingegen Mangelware. Staatsfunk zur Erinnerung: „Werden virtuelle Währungen zur Gefahr für unser Finanzsystem?

EZB-Kommissare: Geheime Sitzungen und geschützt vor Strafverfolgung

>>Welt<<

„Eine Lösung wäre es, Bargeld abzuschaffen und vollständig auf elektronische Zahlungssysteme zu setzen – was in vielen Ländern wenig praktikabel wäre und zudem höchst unpopulär. Stattdessen könnte man die Geldmenge aber auch in zwei Parallelwährungen unterteilen, argumentieren nun Agarwal und Krogstrup. Zwischen der einen Währung (bestehend aus Bargeld) und der anderen (bestehend aus Sicht- und Spareinlagen) würde es einen Umtauschkurs geben. Dieser Umtauschkurs kann dann mit der Zeit verändert werden, damit das Halten von Bargeld jederzeit so attraktiv ist wie Einzahlungen bei der Bank. Bei einem Negativzins von minus fünf Prozent zum Beispiel würde dann Bargeld pro Jahr um eben jene fünf Prozent gegenüber den Einlagen abgewertet. Beide Parallelwährungen verlören also gleich viel an Wert. Unter dem Strich, so Agarwal und Krogstrup, könnten auf diese Weise „stark negative Zinsen eine realisierbare Option werden“. Zentralbanken würden „komplett befreit“ von ihrem Dilemma.“

Negativzinsen und Bargeldabschaffung sollen das Leben des Euros verlängern

Der Hintergrund der Überlegung das Bargeld abzuschaffen: Der Euro steht schon seit vielen Jahren vor einen Kollaps. Die Nullzinspolitik rührt genau aus dieser Fehlkonstruktion des Euros her. Nullzinspolitik: Dies hat zufolge, dass es nirgendwo Zinsen auf das Kapital gibt und gleichzeitig durch günstige Kredite eine Geldschwemme verursacht wird. Die Masse an immer neuen Geld, treibt natürlich die Inflation an. Solange immer neues Geld geschöpft wird, kommen immer neue Investitionen, so bleibt das Euro-Schneeballsystem natürlich am Laufen: Und genau hier, erweist sich „Bargeld“ als regelrechter „Feind“ . Bargeld, Edelmetalle und eben auch Krypowährungen, stellen zunehmend eine Gefahr für den Euro selbst da. Denn nichts gefährdet das Euro-Schneeballsystem mehr, als der Abzug von Kapital. Einen kleinen Vorgeschmack lieferte bereits die Eurokrise in Griechenland, als plötzlich nur noch Minibeträge am Tag an Bargeld von Konto abgebucht werden konnten. Von Auslandsüberweisungen mal ganz abgesehen.

Feinde des Euros: Bargeld, Edelmetalle und Krypowährungen

Die Einführung von Negativzinsen und die Abschaffung des Bargeldes hängen nämlich unmittelbar zusammen. Solange es Bargeld gibt, würde die Einführung von Negativzinsen dazu führen, dass die Bürger ihre Konten plündern und massiv Bargeld horten. Außerhalb dieser Gleichung stehen natürlich Krypowährungen: Ohne Bargeld, würden bei der Einführung von Negativzinsen, die Menschen in Krypowährungen flüchten. Aus Sicht der EZB-Funktionäre, wäre – genau das – natürlich eine Horrorvorstellung. Grund: Der Euro hat keinen richtigen Wert. Sofern Menschen damit reale Waren und Dienstleistungen handeln, hat die Währung einen gewissen (Gegen-)Wert. Wenn dies niemand mehr tut, hat die Währung bestenfalls noch Altpapierwert. Oder bei Buchgeld: Kann einfach die „Löschtaste“ am Computer gedrückt werden.

Verschlüsselten VPN-Netzwerken und anonyme Kryptowährungen: Das Geheimnis hinter den Erfolg

Der Erfolg der Krypowährungen, ist zugleich die Schwäche des Euros. Es gibt natürlich unterschiedliche Kryptowährungen: Aber einige davon, bieten die Möglichkeiten anonym Geld zu horten und anonym mit Geld zu bezahlen an. Und genau das ist Legal. Ähnlich wie die Nutzung von gut verschlüsselten VPN-Netzwerken, ist auch diese Handlung vollkommen legal. Denn es gibt auch ein real existierendes Menschenrecht, was fast nirgendwo zu Sprache kommt: Das sehr reale Recht, in Ruhe gelassen zu werden.

 

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Bild: nordvpn.com
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