Stromausfall: Plünderungen und Gewaltausbrüche

Screenshot underthehollywoodsign.wordpress.com

Die politisch vorangetrieben Energiewende sorgt für eine unsichere Versorgung von Strom. Schon heute sind Milliardenbeträge für Noteingriffe ins Netz fällig, damit es nicht großflächig zu Stromausfällen kommt.  Diese Summen zahlt der Bürger unfreiwillig über seine Stromrechnung, dabei steigen von Jahr zu Jahr die Risiken im Stromnetz.

>>Welt<<

„Nach einem Stromausfall ist der Hamburger Flughafen lahmgelegt. Aus Sicherheitsgründen können seit 10.00 Uhr keine Flugzeuge mehr starten oder landen, sagte eine Flughafen-Sprecherin. «Kein System geht.» Der Stromausfall sei auf einen Kurzschluss zurückzuführen. Alle Techniker seien hereingerufen worden und arbeiteten mit Hochdruck an der Wiederaufnahme des Betriebs. Flugzeuge, die am Vormittag noch im Anflug auf Hamburg waren, seien umgeleitet worden, ergänzte die Sprecherin. Auch die Zufahrt zum Flughafen ist nach Angaben der Sprecherin gesperrt worden, weil sich hunderte Passagiere inzwischen vor dem Gebäude aufhielten. … Die Pressestelle konnte aufgrund des Stromausfalls selbst die Internetseite des Flughafens nicht mit Passagier-Informationen bestücken. Der Flughafen Hamburg ist mit mehr als 17 Millionen Passagieren jährlich nach Angaben des Flughafenbetreibers der fünftgrößte in Deutschland.“

Bedingt durch den Stromausfall funktionierten nicht einmal die Klima- und Lüftungsanlagen des Flughafens, wodurch sich so ein Glasbau binnen kurzer Zeit stark aufheizt und der Aufenthalt unerträglich wird. Im Anflug befindliche Flugzeuge mussten umgeleitet werden, was bei einer möglichen Notsituation am Bord des Fliegers, nicht immer problemlos möglich ist: Ein Stromausfall kann bei einen Flugzeugunglück, das entscheidende Glied in einer Kette verhängnisvoller Umstände sein.

>>DerWesten.de<<

„Zuerst fällt der Strom aus. Das kann etwa durch einen Hacker-Angriff, einen Terrorangriff oder eine Schwäche des Netzes passieren. Ist der Strom einmal weg, müssten einige Notfallkraftwerke das Netz wieder zum Laufen bringen. Doch auch da gibt es ein Problem: viele Kraftwerke brauchen Strom zum Starten oder für den laufenden Betrieb. Ein Atomkraftwerk etwa braucht enorme Mengen an Strom für die Kühlung. Schon nach wenigen Stunden und Tagen gibt es Probleme mit der Nahrungsversorgung. Wenn Kühlungen in Supermärkten ausfallen, Tankstellen kein Benzin mehr pumpen, dann können viele Lebensmittel nicht transportiert und gelagert werden. Ebenso schnell wie bei der Nahrungsversorgung treten Engpässe bei der Wasserversorgung ein. Die Kläranlagen sind strombetrieben. Ein Mitarbeiter des Bundesamtes für Katastrophenhilfe (BBK) erklärt im Film, dass nicht das frische Wasser, sondern die Entsorgung des Wassers zum Problem werde. Wenn der Stromausfall länger andauert sind auch Plünderungen denkbar. Der Wirtschaftspsychologe Carl Vierboom beschreibt, dass es dann zu skurrilen Szenen kommt. In New York 1977 haben etwa Plünderer schwere TV-Geräte erbeutet – in dem tiefen Glauben, dass der Strom irgendwann wieder zurückkommen würde. Diese Szenen seien auch heute vorstellbar, so Vierboom: „die Leute klauen dann Fernseher mit riesigen Bilddiagonalen“. Dabei wäre ein Einbruch in einen Baumarkt wesentlich sinnvoller.“

 

>>Süddeutsche Zeitung<<

„Am 13. Juli 1977 wurde es in New York City dunkel. Mehrere Blitzeinschläge hatten eine Kettenreaktion ausgelöst, am Ende war der Großteil der Stadt mehr als 24 Stunden ohne Strom. Das folgende Chaos wurde zum Fanal für eine Stadt im Niedergang. Es kam zu Plünderungen und Brandstiftungen, mehrere Tausend Menschen wurden verhaftet. Bis heute ranken sich Mythen um jene Stunden. In Harlem und der Bronx erzählen sie, dass die Plünderungen von Elektronikgeschäften mithalfen, die Kultur der Hip-Hop-DJs zu begründen, die bald darauf die Welt erobern sollte. In den armen Stadtteilen waren Plattenspieler und andere Tontechnik nach dem Stromausfall allgegenwärtig.“

 

>>Berliner Morgenpost<<

„Es ist 2.39 Uhr in der Nacht, als im Bereich Frankfurter Allee, Eldenaer Straße und Rigaer Straße alle Lampen und Lichter ausgehen. Ein Stromausfall sorgt mit einem Schlag für Dunkelheit. Nur sechs Minuten später geht die erste Alarmmeldung bei der Polizei ein: Unbekannte haben Barrikaden auf der Straße errichtet. Doch es ist nur der Beginn. Rund 50 vermummte Personen sind zu dieser Zeit auf den Straßen unterwegs – und nutzen die einstündige Dunkelheit in der Nacht zu Sonnabend für Plünderungen und Gewaltausbrüche im Friedrichshainer „Nordkiez“. Wie die Polizei der Berliner Morgenpost am Sonnabend sagte, hatten Unbekannte auf der Kreuzung Rigaer Straße Ecke Liebigstraße zunächst mit Baumaterial, Matratzen und Baustellenabsperrungen Barrikaden errichtet und diese in Brand gesetzt. Zudem zündeten sie Müllcontainer an. Die alarmierten Polizisten wurden sofort nach ihrem Eintreffen an der brennenden Barrikade mit Steinen und Böllern beworfen. … Die Vermummten warfen zuvor allerdings auch noch die Schaufensterscheibe eines Discounters an der Rigaer Straße 36 ein. Dort drangen mehrere Personen in das Geschäft ein. Ob, und was genau die Täter entwendeten, sei nun Gegenstand der Ermittlungen. Am Sonnabendvormittag hatte ein Glasereinotdienst die zertrümmerten Scheiben provisorisch ersetzt. An der Frankfurter Allee im Bereich hinter der Liebigstraße beschädigten die Randalierer nach Polizeiangaben mit Steinen den Eingangsbereich und eine Fensterfront einer Bankfiliale.“

Auf Stromausfälle sind Behörden nur unzureichend vorbereitet: Die Polizei kann in einer solchen Situation nur mit Mühe sich selbst und andere Behördeneinrichtungen schützen. Die Bürger sind in einer diesen Situation weitestgehend auf sich selbst gestellt, denn auch die Kommunikation bricht in solchen Fällen zusammen: Ein Notruf kann so nur noch analog oder mit einen Funkgerät abgesetzt werden. Das zuständige Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ignoriert diese – schon vorgekommen – Szenarien einfach. Selbst auf direkte Nachfrage, gab es keine Antwort.

 

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